Die Niederösterreicherin Kathrin
Zettel ist die neue Weltmeisterin in der Superkombination der Damen. Die
Silbermedaille geht an die erst 17-jährige Lara Gut aus der Schweiz,
Bronze holte sich die Österreicherin Elisabeth Görgl.
"Weltmeisterin hört sich gut. Ich
hätte nach der Abfahrt nicht mehr damit gerechnet, aber so kann sich das
Blatt wenden. Der Fehler von Lindsey, die sonst im Slalom sehr stark
ist, hat dann die Entscheidung gebracht", freute sich die gerührte
Goldmedaillen-Gewinnerin in einem ersten ORF-Interview. "Ich habe
versucht, rund zu fahren, und diese Taktik ist voll aufgegangen. Die WM
hat sehr gut angefangen, und jetzt kommen noch meine Paradedisziplinen
Riesentorlauf und Slalom", blickte Zettel den nächsten Bewerben voller
Vorfreude entgegen.
Die Aufgabe im Slalom brachte die
junge Schweizerin Lara Gut im Stil einer Routinière souverän hinter
sich. In der Disziplin, in der sie im Weltcup noch überhaupt nie
angetreten war, zeigte sie keinerlei Unsicherheiten und holte sich die
Silbermedaille. Nach Didier Cuches Super-G-Gold hat die Schweiz damit
bereits die zweite Medaille an diesen Titelkämpfen gewonnen.
Auch Görgl war nach Bronze
überglücklich: "Zuerst habe ich es gar nicht geglaubt. Ich habe alles
gegeben, und der vierte Platz war dann auch das, was nach der Abfahrt zu
erwarten war. Nach dem Fehler von Lindsey war ich mir eine Zeit lang
nicht sicher, bis mir ein Servicemann gratuliert hat." "Es war ein
spuriger Slalom, man musste sich gut bewegen und locker bleiben. Unten
habe ich dann voll attackiert", lautete das Erfolgsrezept der Steirerin.
Die nach der Abfahrt klar in Führung
liegende US Amerikanerin Lindsey Vonn wurde nach einem Torfehler
nachträglich disqualifiziert. Maria Riesch aus Garmisch Partenkirchen
mußte sich mit dem undankbaren 4. Platz abfinden.
Nach einem schweren Fahrfehler kurz
nach dem Start kam Riesch völlig aus dem Tritt. Bis ins Ziel blieb ihr
Lauf unrhythmisch. Um 0,66 Sekunden verfehlte sie am Ende den
Bronze-Platz. "Mit der Fahrt habe ich es auch nicht verdient",
kommentierte sie ihre Leistung. "Ich war selber Schuld. Ich bin nicht so
gefahren, wie ich hätte fahren müssen." Allerdings war die 24-jährige
Partenkirchenerin nach ihrem schweren Trainingssturz vom Mittwoch mit
einem Handicap an den Start gegangen. Damit muss der DSV weiterhin auf
eine WM-Einzelmedaille warten. Zuletzt gab es 2001 durch Martina Ertl
Edelmetall.
Für Titelverteidigerin Anja Pärson war
bereits in der Abfahrt das frühe Aus gekommen. Die Schwedin fuhr an
einem Tor vorbei und vergab damit die Chance auf einen erneuten
WM-Erfolg.
Lindsey Vonn ist bei der
WM-Super-Kombination der Damen in Val d'Isere erneut auf Goldkurs. Wie
bereits beim WM Super G zeigte Sie sich von ihren unschlagbaren Seite
und demonstrierte der Konkurrenz ihre Nervenstärke auch bei der
Kombinationsabfahrt in Val d’Isere.
Die US Amerikanerin führt nach der
Abfahrt in einer Zeit von 1.30,49 Minuten mit einem Vorsprung von 14
Hundertstel Sekunden vor der 17 jährigen Schweizerin Lara Gut und der
Österreicherin Elisabeth Görgl und ist somit klare Gold-Favoritin.
Das große Fragezeichen ist Lara Gut,
die nach sensationeller Abfahrt nur 14 Hundertstel zurück liegt. Mit
Elisabeth Görgl als 4. und Kathrin Zettel als 6. mischen sich auch zwei
Österreicherinnen im Kampf um die Medaillen ein.
"Ich bin sehr zufrieden, die Abfahrt
ist mir gut gelungen. Jetzt freue ich mich auf den Slalom. Da habe ich
meine Qualitäten, ich muss sie nur rauslassen", sagte Görgl im
ORF-Interview in einer ersten Reaktion.
Vor allem Kathrin Zettel macht sich
aus dem ÖSV Lager berechtigte Medaillenhoffnungen: „Gold ist schon weit
entfernt. 1,5 Sekunden Rückstand auf Lindsey ist schon zu viel. Da
müsste sie schon einen schweren Fehler haben. Die bessere Sicht war
sicherlich ein Vorteil. Es sind so viele Schläge drin, da ist es schon
besser, wenn man was sieht.“
Respekt auch vor der Leistung der
Deutschen Maria Riesch, die sich nach ihrem spektakulären Sturz beim
Abfahrtstraining überwinden konnte und sich zwischen den beiden
Österreicherinnen auf dem 5. Rang plazierte: „Es war zwar keine perfekte
Fahrt. Aber ich habe wieder rennmäßiger angreifen können. Der Rückstand
ist nicht weiter schlimm. Ich bin froh, dass ich nach der Abfahrt noch
dabei bin und Chancen im Slalom habe. Im Slalom werde ich voll
angreifen, meine Chancen auf das Podest stehen 50:50“
Für DSV-Cheftrainer Berthold hat
Riesch noch alle Chancen: "Wenn sie so fährt wie im Training, hat sie
alle Möglichkeiten."
Mitfavoritin Anja Pärson aus Schweden
verpasste ein Tor und schied ebenso wie die Österreicherin Michaela
Kirchgasser vorzeitig aus. "Das ist natürlich sehr schade, wenn man bei
der Medaillenentscheidung zuschauen muss. Jetzt kann ich nur nach vorne
schauen", lautete die erste Stellungnahme von Pärson.
Ski-WM, Super-Kombination Frauen,
Stand nach der Abfahrt: 1. Lindsey Vonn (USA) 1:30,49. 2. Lara Gut
(SUI) 0,14 zurück. 3. Elisabeth Görgl (AUT) 0,54. 4. Maria Riesch (GER)
1,43. 5. Kathrin Zettel (AUT) 1,48. 6. Marie Marchand-Arvier (FRA) 1,66.
7. Stacey Cook (USA) 1,88. 8. Marusa Ferk (SLO) 1,92. 9. Fabienne Suter
(SUI) 1,96. 10. Daniela Merighetti (ITA) 2,14.
LIVE: Freitag, 06.02.2009 - 10.15 Uhr
- SF 2
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Superkombination der Damen: Abfahrtslauf
LIVE: Freitag, 06.02.2009 - 10.20 Uhr
- ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Superkombination der Damen: Abfahrtslauf
LIVE: Freitag, 06.02.2009 - 10.50 Uhr
- ARD
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Superkombination der Damen: Abfahrtslauf
LIVE: Freitag, 06.02.2009 - 11.00 Uhr
- Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Superkombination der Damen: Abfahrtslauf
LIVE: Freitag, 06.02.2009 - 12.20 Uhr
- ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
2. Training zum Herren-Abfahrtslauf am Samstag
LIVE: Freitag, 06.02.2009 - 13.15 Uhr
- SF 2
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Superkombination der Damen: Slalom
LIVE: Freitag, 06.02.2009 - 13.30 Uhr
- ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Superkombination der Damen: Slalom
LIVE: Freitag, 06.02.2009 - 14.00 Uhr
- ARD
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Superkombination der Damen: Slalom
LIVE: Freitag, 06.02.2009 - 14.00 Uhr
- Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Superkombination der Damen: Slalom
LIVE: Freitag, 06.02.2009 - 18.05 Uhr
- ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Superkombination der Damen
Siegerehrung und Livestudio
Das letzte
Rennen - Kombination der Damen in Zauchensee
Vonn
triumphiert bei der Kombination in Zauchensee
Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn siegt
bei der Superkombination der Damen in Zauchensee nach Abfahrt und
Slalom-Durchgang mit einem Vorsprung von 30 Hundertstel Sekunden vor der
Österreicherin Kathrin Zettel und Anja Pärson (0,66) aus Schweden.
Für die 24-jährige Vonn war es der 16.
Weltcup-Sieg, der dritte in der WM-Saison.
Die Überraschungs-Führende nach der
Abfahrt Larisa Yurkiw (CAN) fiel im Slalom weit zurück und die
Halbzeitführende Maria Riesch aus Deutschland fädelte ein und fiel aus.
"Ich bin extrem enttäuscht. Es war
klar, dass irgendwann ein Ausscheider kommt, aber es ist schade, dass es
gerade im Slalom passiert", sagte Riesch. Nach rund 20 Fahrsekunden war
sie nach einem Fahrfehler eingefädelt: "Das kann immer mal passieren",
wusste sie. Für ihren Fehler aber musste sie doppelt büßen: Den Titel
als Weltcup-Siegerin in der Kombination muss sie nach dem zweiten von
drei Wettbewerben vorzeitig abgeben; beste Chancen auf die kleine
Kristallkugel hat nun Anja Pärson.
Mannschaftlich konnten die ÖSV-Damen
überzeugen. Denn mit Kirchgasser, der nach der Abfahrt sechstplatzierten
Görgl sowie der jungen Allrounderin Fenninger (die Salzburgerin stieß
von Platz 19 nach vorne) platzierten sich gleich drei weitere
Schützlinge von Damen-Coach Herbert Mandl auf den Plätzen vier, fünf und
sechs.
Kirchgasser sorgte mit
Slalom-Laufbestzeit für einen echten Lichtblick. "Dabei war ich oben gar
nicht zufrieden, so schlecht dürfte es aber nicht gewesen sein", meinte
Kirchgasser, die damit das WM-Ticket gelöst haben dürfte. "Ich habe
gesehen, dass ich's doch noch kann", atmete die Filzmooserin auf.
Beste Schweizerin war Fabienne Suter
als Elfte. Nur einen Rang dahinter klassierte sich Andrea Dettling. Die
beiden Schweizerinnen büssten bereits über zweieinhalb Sekunden auf die
Siegerin ein. Lara Gut hatte wegen Magenproblemen auf den Start
verzichtet.
Im Gesamtweltcup behauptete Riesch
trotz des Ausfalls die erste Position vor Vonn, Zettel ist nun Dritte.
Die 3. WM-Entscheidung fällt in der
Damen-Kombi.
Heißester ÖSV-Tipp auf eine Medaille ist Kathi Zettel.
Die anspruchsvolle "Piste Rhones-Alpes"
in Val d'Isere macht es möglich, dass erstmals seit langem eine
Super-Kombination nicht unbedingt nur über den Slalomdurchgang
entschieden wird. Nur wer die technische Abfahrt gut meistert, wird am
Ende eine Chance auf eine WM-Medaille haben. Dessen sind sich auch auch
Kathrin Zettel, Michaela Kirchgasser, Elisabeth Görgl und Anna Fenninger
bewusst, die am Freitag für Österreich am Start sein werden (11.00 Uhr
Abfahrt/14.00 Uhr Slalom/live auf oe24.at).
Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn ist
ob der Trainingsleistung in der Abfahrt die Top-Favoritin.
Titelverteidigerin Anja Pärson aus Schweden (kam im Abfahrtstraining
allerdings nicht zurecht) und die Deutsche Maria Riesch (nach dem
Trainingssturz am Mittwoch mit geschrumpften Erwartungen) darf man aber
wie die vorwiegend aus dem Technikbereich kommenden ÖSV-Läuferinnen
nicht unbeachtet lassen. "Auf dieser Strecke können unsere eine gute
Figur machen", sagte ÖSV-Damencheftrainer Herbert Mandl. Der Slalom wird
auf dem Schlusshang der Abfahrt ausgetragen und verspricht, ebenfalls
schwierig zu werden, was wiederum den Slalom-Spezialistinnen einen
Vorteil bringen sollte.
Die guten Abfahrts-Trainingsleistungen
von Zettel, die sich zur gefährlichen Außenseiterin gemausert hat, haben
Mandl nicht überrascht. "Ich habe mir gedacht, dass sie das auf Anhieb
im Griff haben wird. Die stark drehenden Passagen liegen ihr, sie kann
gut Kurven fahren. Was bei ihr dazukommt, ist, dass sie Mut hat und vor
nichts zurückschreckt. Das ist vor allem auf dieser Strecke wichtig,
sobald man hier zu passiv unterwegs ist, ist man nur noch Passagier."
Die Niederösterreicherin, zuletzt in
der Super-Kombi in Zauchensee Zweite, sprach von einem "irrsinnig
kräfteraubenden" Unterfangen. "Sie ist brutal schwer. Sprünge,
Schrägfahrten, eine 180-Grad-Kurve. Da wird einem alles abverlangt. Es
sind keine Gleitstücke drinnen, es ist also keine Zeit zum Ausrasten.
Ich tue mir teilweise schwer, weil ich keine Abfahrerin bin und wenig
Erfahrung in dem Bereich habe", sagte Zettel, die die Super-Kombi, die
erst zum zweiten Mal bei der WM stattfindet, durchaus reizvoll findet.
"Sie hat irgendwas, es macht wirklich einen sehr guten Skifahrer aus.
Wer das Schnelle und das Langsame fahren kann, ist der perfekte
Allrounder. Das ist eine gewisse Auszeichnung."
Eine gute Abfahrt sei bei der
Super-Kombi in Val d'Isere Grundvoraussetzung für einen Erfolg. "Man
muss im Training schauen, mit wieviel Risiko und Hirn man dann im Rennen
fahren muss. Bei mir hängt viel von der Abfahrt ab. Ich hoffe, dass ich
sie wie in Zauchensee erwische, dann ist was möglich. Es steht und fällt
mit der Abfahrt. Im Slalom kann man nie so gut fahren, dass man zwei,
drei Sekunden aufholt", weiß Zettel. Nicht mehr als ein oder eineinhalb
Sekunden dürfe sie deshalb in der Abfahrt auf die Topläuferinnen
verlieren.
Anna Fenninger, die im Super-G als
Vierte eine Medaille knapp verpasst hat, kommt am Freitag zu ihrem
zweiten WM-Einsatz. "Platzierungsmäßig habe ich keine Erwartungen, ich
versuche zwei gute Läufe zu haben, die du in der Kombi brauchst. Wenn
mir bei der WM eine Medaille vergönnt ist, ist sie mir vergönnt. Wenn
ich viermal Vierte werde, dann passt es auch", sagte die 19-jährige
Salzburgerin, die sich nicht unter Druck setzen will. Auch Görgl, die um
Super-G Sechste war, sieht die Abfahrt als Kriterium. "Aber wenn du
einen Fehler machst und dann weiterkämpfst, dann kannst du trotzdem noch
vorne mit dabeisein", sagte die gebürtige Steirerin.
"Ein Wörtchen mitreden" will
Kirchgasser, die von einer "untypischen Situation" sprach, denn dieses
Mal werde die Kombination nicht im Slalom, sondern in der Abfahrt
entschieden. "Die Abfahrt ist viel Arbeit, da musst du von oben weg
kämpfen und dich überwinden. Es ist die schwierigste Abfahrt, die ich
jemals gefahren bin, da ist alles drinnen. Und sie haben sie extra noch
ein bisserl schlagiger gemacht."
Ein Problem mit dieser Art der Abfahrt
habe sie nicht, für die Super-Kombi sieht sie das positiv: "Wenn so
schwierige Sachen dabei sind, ist die Super-Kombi schon sehr
interessant. Ich mag Abfahrten, bei denen es nicht vom Start weg in der
Hocke durchgeht. Ich finde es da herunter lässig", sprach die
Rennläuferin mit dem glitzernden Milka-Helm.
BLICK
ZURÜCK WM 2007 in Are:
Anja Pärson
Kombinationsweltmeisterin 2007
Anja Pärson beherrscht weiterhin die
Damenwettbewerbe der Ski WM 2007 nach belieben. Mit einem dosierten
Kombislalomlauf sicherte sich die 25jährige Schwedin nach ihrem Sieg im
Super-G auch den Titel in der Super- Kombination und somit ihren 6. WM
Titel.
"Dieser Lauf war der schwierigste meines Lebens. Der Schnee ist
so hart und brutal glatt, der Kurs war auch nicht für mich gesetzt. Es
war ein Traum von mir, eine Medaille zu gewinnen, jetzt habe ich zwei."
Silber holte sich mit einem Vorsprung von 4 Hundertstel Sekunden die US
Amerikanerin Julia Mancuso, Bronze ging an die Österreicherin Marlies
Schild.
Auch Schild freute sich über ihre unerhoffte Medaille: "Ich
hatte mit einer Medaille schon abgeschlossen, ich hatte auch großes
Glück mit dem Ausfall einiger Läuferinnen. Aber eine WM-Medaille ist
immer schön und das war ein guter Auftakt für mich." Ganz zufrieden war
Schild, trotz Laufbestzeit, mit ihrer Slalomfahrt jedoch nicht: "Oben
war die Fahrt ganz okay, aber am letzten Hang war ich zu verhalten, weil
normal müsste ich unten noch was gutmachen auf Mancuso. Aber
Laufbestzeit stimmt mich zuversichtlich."
Mit dem undankbaren 4. Platz
mußte sich die Tschechin Sarka Zahrobska abfinden. Für Kathrin Zettel
aus Österreich reichte es nach einer durchschnittlichen Abfahrtsleistung
für Rang 5, ihre Teamkollegin Nicole Hosp mußte sich nach einem groben
Fehler im oberen Slalomhang mit Platz 6 begnügen.
Beste Deutsche war
Maria Riesch aus Partenkirchen auf Rang sieben. Die Schweizerinnen
konnten wie erwartet nicht in die Entscheidung eingreiffen. Einen
Achtungserfolg gelang Nachwuchsfahrerin Rabea Grand aus dem Swiss Team.
Von Rang 30 arbeitete sie sich auf Platz 13 nach vorne.
1. Anja Pärson SWE 1:57,69
2. Julia Mancuso USA 1:58,50
3. Marlies Schild AUT 1:58,54
4. Sarka Zahrobska CZE 1:58,74
5. Kathrin Zettel AUT 1:59,60
6. Nicole Hosp AUT 1:59,91
7. Maria Riesch GER 2:00,02
BLICK ZURÜCK - SKI WM 2005
Janica Kostelic ist
Kombinations-Weltmeisterin
Titelverteidigerin
Janica Kostelic hat die Nerven behalten und Gold in der Kombination bei
der Ski-WM in Bormio gewonnen. "Ich hab meinen Titel verteidigt - ich
bin überglücklich. Der erste Lauf war für mich schwierig, Anja ist
super gefahren." Die Kroatin war als Führende in den zweiten
Slalom-Durchgang gegangen und baute ihren Vorsprung auf die Zweite Anja
Pärson aus Schweden noch auf 1:45 Sekunden aus. Marlies Schild holte
Österreichs erste Damen-Medaille bei der Ski-WM in Bormio. Die
23-jährige Salzburgerin gewinnt Bronze mit 2,70 Sek. Rückstand.
"Die Medaille bedeutet sehr viel für mich. Es war ein langer Tag und
mental war es nach der Abfahrt nicht so leicht. Die Kombination hat große
Bedeutung, weil man sich schnell umstellen muss und lange unterwegs ist.
Natürlich hat es mich gefreut, dass der Benni gewonnen hat. Und ich hab
mir gedacht: Das kann ich auch." Die DSV Läuferin Martina Ertl kam
auf Platz sieben, Monika Bergmann- Schmuderer wurde 15. Beste Schweizerin
war Marlies Oester auf dem 14. Rang mit knapp sechs Sekunden Rückstand.
Die Top 10 Rennläuferinnen bei der WM Kombination der Damen 2005 in
Bormio: 1. Janica Kostelic (CRO) 2:53,70. 2. Anja Pärson (SWE) 1,45
zurück. 3. Marlies Schild (AUT) 2,70. 4. Lindsey Kildow (USA) 2,90 5.
Sarka Zahrobska (CZE) 3,19. 6. Kathrin Zettel (AUT) 3,74. 7. Martina Ertl
(GER) 3,78. 8. Elisabeth Görgl (AUT) 3,83. 9. Julia Mancuso (USA) 3,92.
10. Tina Maze (SLO) 4,11.
BLICK ZURÜCK - SKI WM 2003
Janica Kostelic
Kombinations-Weltmeisterin 2003 !
Kombinations-Weltmeisterin 2003
Janica Kostelic
Die Kroatin Janica
Kostelic sichert sich in einem spannenden Finale ihren ersten
WM-Titel - und holt damit die erste WM-Medaille für ihr Land.
Nicole Hosp aus Österreich musste sich nur um sechs Hundertstel
Sekunden geschlagen geben, könnte sich jedoch über die
Silbermedaille freuen. Bronze geht an die Schweizerin Marlies Öster
die Marlies Schild aus Österreich auf den undankbaren 4. Platz
verwies. Die Damen des DSV blieben auch bei der Kombination ohne
Medaille und mussten sich mit den Rängen 5 - Maria Riesch und 6 -
Martina Ertl begnügen.
Stimmen der
Siegerinnen !
Janica Kostelic
(CRO): „Der zweite Lauf war ein harter Kampf. Es ist eine grosse
Genugtuung, diese Medaille zu gewinnen. Jetzt kann niemand mehr
sagen, diese fehle mir noch. Mein Knie schmerzt extrem, obwohl es
eine kleine Verletzung ist. Ich versuche, einfach nicht mehr daran
zu denken. Ich glaube nicht, dass ich so ein weiteres Rennen
gewinnen kann.“
Nicole Hosp (AUT):
“Ich bin sprachlos, finde keine Worte für diese Gefühle. Es ist ein
Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Ich hatte noch keine Zeit darüber
nachzudenken. Ich war relativ ruhig vor dem letzten Lauf.
Grundsätzlich war es ein super Lauf.“
Marlies Öster
(SUI): "Es ist genial, genau das, was ich mir immer erhofft
hatte. Endlich habe ich das Glück auf meiner Seite. Als ich als
Erste ins Ziel kam, wusste ich: das ist es. Ich wusste, dass es
reichen kann, wenn ich in beiden Disziplinen gut fahre. Das ist ein
Entgeld für diese Saison.“
Gold: Janica Kostelic
Silber: Nicole Hosp
Bronze: Marlies Östers
4.Platz: Marlies Schild
5. Platz: Maria Riesch
6. Platz: Martina Ertl
BLICK ZURÜCK - SKI WM 2003
Martina Ertl holt Kombi Gold
Renate Götschl ausgeschieden
Wunder gibt es immer wieder - Wie Phönix aus der
Asche - immer wieder hörte man im Zielraum solche oder ähnliche
Aussagen. Was war geschehen ?
Da kommt eine Martina Ertl, lange verletzt und angeblich auch
noch nicht 100% fit. Martina will die Kombination als Test für
die technischen Rennen in der nächsten Woche nutzen. An eine
Medaille möchte Sie gar nicht denken - und dann ? ! ?
Nach dem Ausscheiden von Janica Kostelic im ersten
Slalomdurchgang
und Platz 3 mußte sich auch Martina Ertl mit dem Thema Medaillen
beschäftigen. Und ihre Einstellung stimmte. Sie legte einen furiosen
Lauf auf die Sonnenwiese in St. Anton. Aggressiv und angriffslustig wie
in alten Zeiten. Als Sie die Ziellinie überquerte war sich auch Martina
Ertl sicher dass sie einen tollen 2.Durchgang aus dem Hut zauberte.
Für Caroline Lalive und Renate Götschl hieß es nun
volles Risiko zugehen.
Diese Risiko zahlte sich aber nicht aus. Beide schieden im 2. Durchgang
mit
Torfehler aus. Besonders tragisch für die sympathische Österreicherin
Renate Götschl die bereits im SUPER G mit Bestzeit ausgeschieden war.
Nun bleibt für Sie nur noch der Abfahrtslauf am Sonntag bei dem ihr
eine Medaille aus ganzem Herzen vergönnt sei.
Vom Ausscheiden der beiden profitierten die
17jährige Tirolerin Christine
Sponrig (Silber) und Karen Putzer (Bronze) aus Südtirol.
Karin Putzer:
Im 2. Lauf habe ich sehr viel riskiert; doch ein bißchen Risiko gehört
dazu. Auch Götschl hat viel riskiert. Ich habe aber mehr Glück gehabt
und freue mich über diesen Erfolg. Mein Ziel war es, unter die ersten
fünf zu fahren. Aufgrund meines Rückstandes im ersten Durchgang kam die
Medaille sehr überraschend. Ich glaube, daß ich die Medaille im zweiten
Lauf durch meine aggressive Fahrweise gewonnen habe. Als Polizistin
widme ich diese Medaille der Polizei und danke meinen Eltern.
Sabine Sponring:
Ich bin 17 Jahre alt und komme aus Weerberg in
Tirol. Warum ich gewonnen habe kann ich nicht genau sagen. Ich bin 3
normale Läufe gefahren, die ganz gut waren. Entscheidend war sicher,
dass ich in der Abfahrt nicht so weit hinten war, nur 1,3 Sekunden. Der
Hang ist mir sehr entgegen gekommen, und ich bin ja Slalom-Spezialistin.
Meine Hobbies sind Tennis, Schwimmen und auch Singen, wenn ich Zeit
finde. Meine Familie ist auch sehr skibegeistert. Mit 3 Jahren habe ich
begonnen, Ski zu fahren und durch meine Schwester – die auch Rennen
gefahren ist – kam ich zum Rennsport. Dies ist meine erste Weltcupsaison
und ich bin jetzt ca. 5 oder 6 Rennen im Weltcup mitgefahren. Ich weiß
noch nicht wie es weitergeht, doch meine beste Disziplin ist Slalom und
wir werden sehen was herauskommt. Bei der Junioren WM im letzten Jahr
wurde ich dritte in der Abfahrt. In St. Anton am Arlberg werde ich noch
den Spezial-Slalom bestreiten und dann in die Schweiz zur
Juniorenweltmeisterschaft reisen, wo ich ebenfalls den Slalom fahren
werde.
Nach dem 9. Platz in der Flachau wurde die WM erstmals ein Thema für
mich und ich dachte, es könnte sein, dass ich mitfahren kann und jetzt
bin ich eben hier. Wir haben in der Gruppe guten Kontakt. Von Kolleginen
habe ich eigentlich keine Ratschläge erhalten. Ich habe aber auch nicht
danach gefragt. Auf einem Fan-Plakat ist eine Biene abgebildet und so
ist mein Glücksbringer die flotte Biene.
Martina Ertl: Als ich mich verletzt habe, Innenbandeinries und Haarfaserries im
Schienbein, habe ich mir gedacht, daß ich nicht wirklich die
glücklichste bin. Ich bin aber ein sehr optimistischer Mensch und so
habe ich fleißig trainiert, aber nur Slalom und Riesentorlauf. Ich habe
mich recht gut gefühlt als ich hierher kam, und habe nachgedacht, wer
eigentlich in der Kombination starten wird. Eigentlich gibt es nicht
viele Läuferinnen die sowohl in der Abfahrt und im Slalom gut sind, da
habe ich meinen Trainern gegenüber den Wunsch geäußert, die Kombination
zu fahren, was ihnen nicht so gut gefallen hat. Die Trainer waren
skeptisch und meinten, daß mir die Kombination zu viel Kraft kosten
würde. Als ich das Abfahrtstraining gemacht habe, war ich zu Beginn
schon weit hinten. Auch hat mein Knie dann weh getan und ist etwas
dicker geworden. Deshalb habe ich gestern keinen Slalom trainiert. Als
Janica Kostelic im ersten Durchgang ausgeschieden ist, habe ich gewußt,
daß ich Dritte bin und Medaillenchancen habe. Ich bin aber trotzdem
unbekümmert in den zweiten Durchgang gestartet und habe mir selbst keine
Druck gemacht. Als ich durch das Ziel kam und die 1 sah, wußte ich, daß
ich eine Medaille habe. Dann ist zuerst Lalive ausgefallen und dann auch
noch Renate. Ich habe jetzt eine Goldmedaille und habe nichts mehr zu
verlieren. Ich kann jetzt voll riskieren, egal was rauskommt. Ich werde
morgen blau machen und dann nach Garmisch fahren, um dort Riesentorlauf
zu trainieren.