Die amerikanische Top-Favoritin
Lindsey Vonn ist Abfahrtsweltmeisterin 2009. Sie gewann ihr zweites Gold
nach dem Erfolg im Super-G und wiederholte damit das Double, das vor
zwei Jahren in Are der Schwedin Anja Pärson gelungen war. Vonn ist die
erste US-Abfahrtsweltmeisterin seit Hilary Lindh 1997.
Die 24-Jährige setzte sich auf der
extrem welligen Piste "Rhône-Alpes" in einer Zeit von 1:30,31 Minuten
klar vor der erst 17-jährige Schweizerin Lara Gut (0,52 Sekunden zurück)
die schon in der Super-Kombination Silber gewonnen hatte und der
Italienerin Nadia Fanchini (0,57) durch.
"Heute war das schwierigste Rennen.
Nach meinem Ausfall in der Superkombi war ich ein wenig traurig und habe
viel nachgedacht. Aber ich wollte unbedingt auch diese Goldmedaille
gewinnen. Eigentlich habe ich gedacht, dass Lara in der Abfahrt
unschlagbar ist, aber jetzt bin ich so glücklich", war Vonn nach ihrem
zweiten Triumph gerührt.
Die ÖSV-Damen gingen indes erstmals
bei dieser WM leer aus. Beste Österreicherin wurde Elisabeth Görgl auf
Rang vier (0,93). Andrea Fischbacher landet auf Rang sieben (1,57).
Renate Götschl kommt trotz Zwischenbestzeit mit mehr als vier Sekunden
Rückstand ins Ziel und wurde 24. Anna Fenninger schied aus.
"Ich habe bis zum Schluss auf eine
Medaille gehofft. Aber ich nehme das so in Kauf. Von der Linienführung
her habe ich es sehr gut erwischt. Aber es ist ein schmaler Grat
zwischen Gefühl und Stabilität", nahm Görgl "Blech" durch den
undankbaren vierten Platz im ORF-Interview gefasst zur Kenntnis.
Besonders hart ging Renate Götschl mit
sich selbst ins Gericht: "Das ist eine Riesenenttäuschung. Da kann man
nur mehr ein Loch graben und zuschütten. Ich kann wahrscheinlich doch
nicht mehr Ski fahren. Vier Sekunden ist eine Welt, das ist ja fast die
halbe Strecke", war Götschl fassungslos. "Ich kann nur mehr lachen, denn
eigentlich ist das zum Weinen."
Die Deutsche Maria Riesch belegte nach
Rang acht im Super-G und Rang vier in der Super-Kombination diesmal Rang
zehn. "Ich bin schon enttäuscht, es wäre mehr drin gewesen", sagte die
24 Jahre alte Partenkirchnerin mit Tränen in den Augen. "Wenn man um
eine Medaille mitfahren will, braucht man ein gutes Rennen, aber das
hatte ich nicht", sagte Riesch, die ihre letzte Medaillenchance nun beim
Slalom am 14. Januar hat.
Zu den Geschlagenen zählten auch die
übrigen Schweizerinnen. Fabienne Suter musste sich nach einer
fehlerhaften Fahrt mit einem Rang jenseits der Top 15 begnügen, Nadia
Styger und Dominique Gisin schieden aus. Die zweifache Saisonsiegerin
Gisin war bis zu ihrem Ausfall schnell unterwegs.
LIVE: Montag, 09.02.2009 - 12.00 Uhr -
ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Abfahrtslauf der Damen
LIVE: Montag, 09.02.2009 - 12.10 Uhr -
SF 2
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Abfahrtslauf der Damen
LIVE: Montag, 09.02.2009 - 12.45 Uhr -
Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Abfahrtslauf der Damen
LIVE: Montag, 09.02.2009 - 12.55 Uhr -
ARD
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Abfahrtslauf der Damen
LIVE: Montag, 09.02.2009 - 18.05 Uhr -
ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Superkombination der Herren - Abfahrtslauf der Damen
Siegerehrung und Livestudio
Damen-Abfahrt
auf Montag
verschoben
Die Damen-Abfahrt bei der alpinen
Ski-WM 2009 in Val d'Isere ist am Sonntag abgesagt und auf Montag
verschoben worden.
Wegen mehrerer Zentimeter Neuschnee
war die für 13.00 Uhr geplante Abfahrt zunächst um zwei Stunden auf
15.00 Uhr verschoben. Die Neuschnee-Massen auf der Piste ließen jedoch
kein Rennen zu.
Das für Sonntag angesetzte
Herren-Abfahrtstraining für die Super-Kombinierer war bereits zuvor
ebenfalls gestrichen worden.
Das Rennen soll nun am Montag um 13.00
Uhr (live in ORF1) nachgetragen werden. Für Montag ist in Val d'Isere
auch die Super-Kombi der Herren angesetzt, mögliche Startzeiten für
diesen Bewerb sind 10.00 und 17.00 Uhr (ebenfalls live in ORF1).
Das letzte
Rennen - Abfahrt der Damen in Cortina d'Ampezzo
Gisin gewinnt
Abfahrt in
Cortina
d’Ampezzo
Nach den heftigen Schneefällen der
letzten Tage musste der Start für die Damen Weltcupabfahrt in Cortina
d’Ampezzo um 160 Höhenmeter auf 2.160 m hinunterverlegt werden. Damit
wurde genau am Tofana-Schuss gestartet, was einer Verkürzung der
Streckenlänge von rund 500 Metern bzw. knapp 20 Fahrsekunden bedeutete.
Die leicht verkürzten Olympia-Strecke
von 1956 meisterte Dominique Gisin in einer Bestzeit von 1:16,98 und
feierte nach ihrem Erfolg bei der Abfahrt in Zauchensee ihren zweiten
Abfahrtssieg in Folge.
"Es war schon fantastisch, ein Rennen
zu gewinnen. Aber jetzt hier in Cortina, wo die Besten und Größten in
unserem Sport Triumphe gefeiert haben, den zweiten Sieg zu schaffen, das
ist unglaublich", sagte Gisin.
Rang zwei auf dem Podest und wichtige
Punkte um den Kampf um den Gesamtweltcup sicherte sich die US
Amerikanerin Lindesy Vonn vor der Schwedin Anja Pärson.
Während Pärson im Ziel Knieschmerzen
beklagte, ärgerte sich Vonn ein wenig, den Sieg auf der Tofana verpasst
zu haben. "Ich bin zwar nicht enttäuscht, aber natürlich wollte ich hier
unbedingt gewinnen", erklärte die Weltcup-Titelverteidigerin aus den
USA, die weiter die Gesamt- und Abfahrtswertung anführt.
Hinter der Viertplazierten Tina Maze
aus Slowenien sicherte sich Maria Riesch aus Garmisch Partenkirchen den
fünften Rang. "So toll war das nicht", lautete ihr Fazit. "Sie hat
einige kleine Fehler gemacht, das ist eben der Unterschied zwischen
Platz eins und fünf", analysierte Cheftrainer Mathias Berthold. Im
Gesamt-Weltcup ist ihr Rückstand auf Vonn mittlerweile auf 46 Punkte
angewachsen.
Als Zweitbeste Schweizerin reihte sich
Nadia Styger, hinter Wendy Siorpaes auf dem 7. Platz ein und realisierte
mit Rang sieben ihr mit Abstand bestes Saisonresultat in der Abfahrt.
Das hervorragende Schweizer Resultat rundete Monika Dumermuth auf Rang
elf ab. Insgesamt klassierten sich neun (!) Schweizerinnen in den
Punkterängen.
Die ÖSV-Damen fuhren auf der «Pista
Olympia delle Tofane» das schlechteste Ergebnis seit Dezember 1994 ein.
Keine einzige Österreicherin landete unter den Top Ten, die zehnfache
Cortina-Siegerin Renate Götschl schied dabei mit bester Zwischenzeit (32
Hundertstel vor Gisin) aus. Die Oberösterreicherin Ingrid Rumpfhuber
(0,67) war als Zwölfte unmittelbar vor Elisabeth Görgl (0,70) beste
Österreicherin.
Leider bringt es die FIS seit einigen
Jahren fertig, die Abfahrt mit jährlicher Regelmäßigkeit parallel zur
Mutter aller Herrenabfahrten in Kitzbühel zu terminisieren. Deshalb
bekommen die Damen für ihre spektakulärste Abfahrt nur
unterdurchschnittliche Aufmerksamkeit. Hier sollte einmal ein Umdenken
bei den „Terminplanern“ der FIS stattfinden.
Am Sonntag steigt noch ein
Riesentorlauf (9.15/12.15 Uhr) und am Montag (10 Uhr) wird nun doch ein
Super G ausgetragen. Zumindest dann genießen die Damen uneingeschränkte
Aufmerksamkeit.
Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn hat
am Donnerstag im zweiten Abfahrtstraining der Damen bei der
Weltmeisterschaft in Val d'Isere (Frankreich) die Bestzeit markiert.
Wegen Windes im oberen Teil wurde vom
Reserve- und Kombinations-Start gefahren. 0,38 Sekunden Rückstand hatte
die Französin Marie Marchand-Arvier, 0,52 die Salzburgerin Andrea
Fischbacher.
Die Top Drei entsprachen damit exakt
dem Ergebnis im WM-Super-G. Elisabeth Görgl landete auf Rang fünf,
Nicole Schmidhofer auf zehn und Kathrin Zettel auf 13.
Die Schweizerin Lara Gut, die am
Mittwoch im ersten Training zur WM-Abfahrt von Sonntag die Bestzeit
aufgestellt hatte, reihte sich auch am Donnerstag in der Weltspitze ein.
Die 17-jährige Tessinerin fuhr mit 0,56 Sekunden Rückstand die
viertschnellste Zeit heraus.
Die Teamkolleginnen Andrea Dettling,
Dominique Gisin, Fabienne Suter und Nadia Styger belegten die Plätze 11,
17, 18 und 20. Kombiniererin Rabea Grand fuhr die 31. Zeit, Monika
Dumermuth wurde nach einem Torfehler disqualifiziert.
Somit stehen die gesetzten Gisin und
Styger sowie Gut als Starterinnen für die Abfahrt fest. Der vierte
Startplatz wird am Samstag im Abschlusstraining zwischen Dettling,
Dumermuth und Suter ausgefahren.
Maria Riesch war nach ihrem gestrigen
Sturz 2,65 Sekunden langsamer als die Schnellste Vonn, die auf die
Tücken der Rhones-Alpes-Strecke hinwies. «Wenn du einen Fehler machst,
kannst du schnell im Netz landen. Das ist auch für deinen Kopf
schwierig», sagte die 24-Jährige und freute sich über die sichere
Zieleinfahrt der Freundin. «Ich bin sehr glücklich, dass sie nicht
wieder gestürzt ist. Dass sie ins Ziel gekommen ist, ist wichtig für ihr
Selbstvertrauen.»
Riesch sagte nach dem Training, sie
habe "ein bisschen gebremst, vor allem an der Stelle, an der ich
gestürzt bin. Ich habe großen Respekt gehabt."
«Die Erwartungen sind schon ein bissel
geschrumpft. Ich hoffe, dass die Physiotherapeuten meinen Körper so weit
hinkriegen, dass das halbwegs funktinioniert», sagte die zehnmalige
Weltcup-Siegerin am Donnerstag und war bemüht, aus dem Malheur bei den
Ski- Weltmeisterschaften im französischen Val d'Isère das Beste zu
machen. «Vielleicht ist es auch gar nicht so schlecht, wenn die etwas
niedrigere Erwartungshaltung ein bisschen den Druck nimmt.»
Die US-Amerikanerin Lindesey Vonn geht
nun als Topfavoritin in der Super-Kombination an den Start. Die
24-Jährige könnte am Freitag ihren zweiten Titel nach dem Super-G
perfekt machen.
Zum Kreis der Titelaspirantinnen
gehören vor allem aber auch die schwedische Titelverteidigerin Anja
Pärson, die Österreicherinnen Kathrin Zettel und Elisabeth Görgl oder
Fabienne Suter aus der Schweiz.
Die Super-Kombination besteht aus
Abfahrt (Start: 11.00 Uhr) und Slalom (Start: 14.00 Uhr).
Update: Maria
Riesch, die beim ersten Abfahrtstraining am heutigen Mittwoch nach einem
Fahrfehler von der Piste abkam und im Fangzaun landete, hat sich keine
schwerwiegenden Verletzungen zugezogen. DSV-Mannschaftsarzt Dr. Wolfgang
Vogt diagnostizierte Prellungen der Wirbelsäule und eine leichte Zerrung
im linken Knie. Eine in Val d’Isère durchgeführte Röntgenuntersuchung
wies auf keine weiteren knöchernen Verletzungen hin. Maria Riesch wurde
noch am Nachmittag physiotherapeutisch behandelt und äußerte sich
positiv: „Mir geht es soweit gut. Ich werde sehen, wie ich mich morgen
fühle und dann entscheiden, ob ich das morgige Abfahrtstraining fahre.“
Niemand fuhr im ersten Training zur
WM-Abfahrt in Val d'Isère schneller als die 17-jährige Tessinerin Lara
Gut. Zahlreiche Fahrerinnen kamen auf der schwierigen Piste zu Fall oder
liessen ein Tor aus. Für die Schwedin Jessica Lindell-Vikarby ist die WM
vorbei.
Die Piste Solaise erwies sich wie
schon im Super-G als Knacknuss. Davon zeugten zahlreiche Stürze und
Ausfälle. Am schlimmsten erwischte es die Schwedin Jessica
Lindell-Vikarby, die mit einem Kreuzbandriss für den Rest der Saison
ausfällt. Maria Riesch (GER) klagte nach ihrem Sturz über Knie- und
Rückenschmerzen und hatte Schürfungen im Gesicht.
"Sie muss den Blick nach vorne
richten, das muss aus dem Kopf raus", sagte Alpin-Direktor Wolfgang
Maier, der erleichtert war, dass die Röntgenbilder keine
Knochenverletzungen zeigten. Riesch will sich vor weiteren Fahrten das
Knie tapen, laut Pressesprecher Ralph Eder schränkt sie dies nicht
sonderlich ein. Wie sich die Verletzung aber auswirkt, wird man erst im
Wettkampf sehen. Bis dahin wollen Physiotherapeut und Ärzte die
24-Jährige weiter behandeln.
Auch Nadia Styger und Dominique Gisin
kamen zu Fall, blieben aber unverletzt. Die meisten Fahrerinnen
bekundeten in der Kompression vor dem Schlussteil Probleme.
Super-G-Weltmeisterin Lindsey Vonn und Anja Pärson liessen ein Tor aus.
Lara Gut, die wie Nadia Styger fürs
Rennen gesetzt ist, musste ihre Zeit nur von der mit Nummer 46
gestarteten Aussenseiterin Chemmy Alcott aus Großbritanien unterbieten
lassen, die jedoch ein Tor ausgelassen hatte und nachträglich
disqualifiziert wurde. Nadia Fanchini verlor als Dritte 0,30 Sekunden.
Gut richtete sich nach dem letzten
Sprung auf und kurvte locker dem Ziel entgegen. «Ich bin viel gedriftet
und hätte nicht gedacht, dass ich schnell bin», zeigte sich Gut
überrascht von der Platzierung.
BLICK
ZURÜCK SKI WM 2007: Anja Pärson Abfahrtsweltmeisterin
2007
Anja Pärson hat bei den alpinen Ski-
Weltmeisterschaften in ihrem Heimatland Schweden nach dem Super-G und
der Super-Kombination auch die Abfahrt gewonnen. "Ich habe alles
riskiert und dabei auch Fehler gemacht. Aber meistens ist das ein
Zeichen dafür, dass man schnell ist", meinte die Weltmeisterin in einer
ersten Reaktion. Auf die Frage, ob sie schön müde sei, antwortete Pärson
nur: "Jetzt habe ich viel Kraft!" Damit hat Anja Pärson das Kunststück
vollbracht, in allen fünf Disziplinen mindestens einmal Weltmeisterin zu
werden. Und die traditionellen Lieblingsdisziplinen Pärson kommen erst
noch. Im Weltcup entschied sie bislang 18 Slaloms und elf Riesenslaloms
für sich.
Zum Vergleich: In der Abfahrt triumphierte sie bislang erst
dreimal. Die 25-Jährige verwies am Sonntag Lindsey Kildow aus den USA
auf den zweiten Platz. Nicole Hosp bewahrte mit Bronze das ÖSV-Team vor
einem totalen Abfahrtsdebakel, nachdem die Herren zuvor eine schwere
Niederlage kassiert hatten. "Ich bin überglücklich und kann es gar nicht
richtig glauben. Am Ende dachte ich, dass es schon wieder nur Platz vier
wird", meinte die glückliche Tirolerin.
Eine starke Teamleistung zeigten
die Schweizerinnen. Nadia Styger wurde Vierte, Dominique Gisin Fünfte.
Beide verloren rund fünf Zehntel auf die Zweite und die Dritte. «Es ist
hart, bei einer WM Vierte zu werden», bilanzierte Styger. «Aber wenn der
Rückstand so gross ist, trauert man immerhin nicht den Hundertsteln
nach.» Pärsons Teamkollegin Niki Bent konnte sich neben der
3.Goldmedaille für das schwedische Team über einen starken 6. Platz
freuen.
Grosse Geschlagene des Tages war Österreichs „Speed Queen“
Renate Götschl (Ö), die sich mit Rang 7 begnügen mußte und dem
entsprechend enttäuscht war: "Ich habe einige Fehler gemacht, war
unsicher und habe eine wichtige Kurve total verhaut", war die
Mitfavoritin niedergeschlagen.
Beste Deutsche war auch heute wieder
Maria Riesch, die den neunten Rang erreicht - Petra Haltmayr landet
abgeschlagen auf dem 28. Platz, Gina Stechert die das Rennen eröffnete
schied nach einem Torfehler aus.
1. Anja Pärson SWE 1:26,89
2. Lindsey C. Kildow USA 1:27,29
3. Nicole Hosp AUT 1:27,37
4. Nadia Styger SUI 1:27,82
5. Dominique Gisin SUI 1:27,88
6. Nike Bent SWE 1:27,93
7. Renate Götschl AUT 1:27,94
WM 2005 -
Abfahrtslauf der Damen
Janica Kostelic
Abfahrtsweltmeisterin 2005
Janica
Kostelic aus Kroatien holt sich in Santa Catarina, nach dem Gewinn der
Goldmedaille im Super G, auch den Titel der Abfahrtsweltmeisterin 2005.
Für Kostelic ist es ihr bereits siebentes Gold insgesamt. Vier bei
Weltmeisterschaft, drei bei Olympia. "Ich kann meine Leistung nicht
wirklich einordnen. Es war extrem schwierig. Ich hätte mir nicht gedacht,
dass irgendwer noch Fanchini schlagen kann. Sie hat einen fantastischen
Job gemacht."
Die Silbermedaille geht überraschend an die
Italienerin Elena Fanchini. Die erst 18-Jährige feiert ihren größten
Erfolg. Im Weltcup war ihr bestes Ergebnis bisher Rang 17. Fanchini, der
26 Hundertstel zur kompletten Sensation fehlten, ist die erste Italienerin
seit Carla Marchelli im Jahr 1958, die in einer WM-Abfahrt eine Medaille
holt.
Wie schon bei den Männern erlitten die Österreicherinnen eine
schwere Niederlage. Michaela Dorfmeister und Katja Wirth schieden aus. Die
Salzburgerin Alexandra Meissnitzer (+2,96) musste sich unter 28
Teilnehmerinnen nur mit Rang 22 begnügen. Die Ehre rettete die
Speed-Queen Renate Götschl, die sich mit 39 Hundertstelsekunden
Rückstand Bronze erkämpfte und sich im Ziel freute: "Die
Bronzemedaille entschädigt schon sehr. Ich hab gestern noch eine Schicht
eingelegt. Ich hab noch einiges probiert, weil hier noch nichts gepasst
hat. Aber die Janica ist da einfach nur schwer zu schlagen. Ich hab die
letzte Kurve nicht richtig erwischt. Aber ich bin glücklich über die
Medaille, das freut mich. Wenn man nur negative Sachen hört, wächst das
bei mir uns schlägt sich ins Positive um! Sicher ist auch irgendwo die
Wut im Bauch mit gefahren. Da runter hab ich nichts zu verlieren gehabt,
ich hab voll riskiert."
Hilde Gerg hat die erhoffte Abfahrts-Medaille
für Deutschland verpasst. Die 29-Jährige aus Lenggries wurde in 1:41,32
Minuten nur Achte. Petra Haltmayr (Rettenberg) fuhr auf Platz 18.
Die
Schweizerinnen schnitten im Rahmen der Erwartungen ab. Die Ränge 9, 13
und 15 von Nadia Styger, Sylviane Berthod und Fränzi Aufdenblatten
entsprechen dem Spiegelbild dieser Saison. Titelverteidigerin Melanie
Turgeon war wegen Rückenproblemen nicht am Start.
Die Top 10
Rennläuferinnen der WM Abfahrt der Damen in Santa Catarina: 1. Janica
Kostelic (CRO) 1:39,90. 2. Elena Fanchini (ITA) 0,26 zurück. 3. Renate
Götschl (AUT) 0,39. 4. Lindsey Kildow (USA) 0,62. 5. Ingrid Jacquemod
(Fr) 0,96. 6. Jessica Lindell-Vikarby (Sd) 1,08. 7. Anja Pärson (Sd)
1,17. 8. Hilde Gerg (De) 1,42. 9. Nadia Styger (Sz) 1,47. 10. Isolde
Kostner (It) 1,68.
WM 2003 -
Abfahrtslauf der Damen
Turgeon
Abfahrtsweltmeisterin 2003 !
Melanie Turgeon
aus Kanada ist die neue Abfahrts-Weltmeisterin 2003. Silber geht an
Corinne Rey Bellet aus der Schweiz und Alexandra Meissnitzer aus
Österreich die zeitgleich das Rennen beendeten. Auf den Rängen 4
bis 10 folgten: Brigitte Obermoser (AUT), Renate Götschl (AUT),
Jonna Mendes (USA), Carole Montillet (FRA), Christine Sponring (AUT),
Isolde Kostner (ITA) undeMonika Dumermuth (SUI).
Titelverteidigerin Michaela Dorfmeister musste sich mit Rang
12 begnügen. Die Läuferinnen des DSV enttäuschten auch bei der
zweiten Speeddisziplin und konnten sich nicht unter den TOP 10
qualifizieren. Beste deutsche Läuferin Hilde Gerg auf Rang 14,
gefolgt von Regina Häusl (16.), Maria Riesch (17.) und Isabelle
Huber (25.).
Stimmen der
Siegerinnen !
Melanie Turgeon
(CAN): „Ich
habe gesehen, dass die WM-Medaillen hier grösser sind als bei den
Junioren. Da hab ich gedacht: So eine Medaille will ich auch. Ich
war früher ein paar Mal nahe dran, gewann aber nie Edelmetall. Ich
habe einige Fehler gemacht. Unser Team motiviert mich, der
Zusammenhalt ist gut.“
Alexandra Meissnitzer (AUT): "Ich bin glücklich über diese
Silbermedaille. Ich habe jetzt Medaillenluft geschnuppert und will
im Riesenslalom noch einmal voll attackieren.“
Corinne Rey-Bellet (SUI): „Nach den nicht optimalen Trainings
diese Woche ist die Erleichterung umso grösser. Ich bin happy, eine
WM-Medaille vor eigenem Publikum gewonnen zu haben. Hatte Mühe
damit, dass ich so hart kritisiert wurde. Heute hab ich gemerkt,
dass das Publikum hinter mir stand. Ich war sehr erleichtert, als
die 1 aufleuchtete. Meine Linie war nicht immer optimal, vor allem
im steilen. Mir war klar, dass ich einfach angreifen musste. Am
Start war ich nervös – das braucht es. Ich konnte ohne
Knieschmerzen einfahren und spürte auch im Rennen nichts.“
Abfahrtsweltmeisterin 2003
Melanie Turgeon
Silber: Corinne Rey Bellet
Silber: Alexandra Meissnitzer
Platz 4: Brigitte Obermoser
Platz 5: Renate Götschl
WM 2001 -
Abfahrtslauf der Damen
Michaela Dorfmeister ist
Weltmeisterin
Endlich ist das erster Gold für Österreich eingefahren. Michaela
Dorfmeister gewinnt den Abfahrtslauf der Damen mit einem Vorsprung von
14 Hundertstel Sekunden vor ihren Teamkolleginnen Petra Götschl und
Selina Heregger ( Rückstand 17 Hundertstel Sekunden ). Auf Rang 4
folgt Corinne Rey Bellet (Schweiz) vor der großen Mitfavoritin Islode
Kostner (5). Beste Deutsche wurde Hilde Gerg auf Rang 6. Petra Haltmayer
(24.) und Sybille Brauner (26.) konnten leider nicht überzeugen.
Michaela Dorfmeister: Ich bin sehr glücklich, dass es so ausgegangen ist. Mit meinem Lauf war
ich nicht so zufrieden, ich bin einige Male in den weichen Schnee
gekommen. Das Material war im Gegensatz zum Training in Ordnung. Der
Neuschnee hat bestimmt dazu beigetragen. St. Anton war bis jetzt ein
guter Boden für mich. Es gibt noch andere Dinge an die wir in diesen
Tagen denken, aber Schicksalsschläge passieren.
Renate Götschl: Ich denke, Michaela ist ein super Rennen gefahren und hat es verdient.
Wir sind im Training unter dem Wert geschlagen worden. Ich freue mich
über Silber, ich habe alles gegeben. Ich habe nicht allzu viel gesehen.
Das Material war in Ordnung, ich habe auch keine großen Fehler gemacht.
Selina Heregger: Am schlimmsten ist das warten im Ziel. Ich habe gesehen, dass Kostner
ziemlich weit hinter mir ist und begonnen zu hoffen. Ich kann es noch
nicht wirklich glauben, dass ich eine Medaille gewonnen habe – es ist
unbeschreiblich. Die Piste ist sehr unterschiedlich. Es ist brutal
wellig. Ich habe versucht, mein Bestes zu geben. Einige Kurven habe ich
nicht ideal erwischt.