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Lindsey Vonn holt in der Abfahrt 2. WM Gold

Die amerikanische Top-Favoritin Lindsey Vonn ist Abfahrtsweltmeisterin 2009. Sie gewann ihr zweites Gold nach dem Erfolg im Super-G und wiederholte damit das Double, das vor zwei Jahren in Are der Schwedin Anja Pärson gelungen war. Vonn ist die erste US-Abfahrtsweltmeisterin seit Hilary Lindh 1997.

Die 24-Jährige setzte sich auf der extrem welligen Piste "Rhône-Alpes" in einer Zeit von 1:30,31 Minuten klar vor der erst 17-jährige Schweizerin Lara Gut (0,52 Sekunden zurück) die schon in der Super-Kombination Silber gewonnen hatte und der Italienerin Nadia Fanchini (0,57) durch.

"Heute war das schwierigste Rennen. Nach meinem Ausfall in der Superkombi war ich ein wenig traurig und habe viel nachgedacht. Aber ich wollte unbedingt auch diese Goldmedaille gewinnen. Eigentlich habe ich gedacht, dass Lara in der Abfahrt unschlagbar ist, aber jetzt bin ich so glücklich", war Vonn nach ihrem zweiten Triumph gerührt.

Die ÖSV-Damen gingen indes erstmals bei dieser WM leer aus. Beste Österreicherin wurde Elisabeth Görgl auf Rang vier (0,93). Andrea Fischbacher landet auf Rang sieben (1,57). Renate Götschl kommt trotz Zwischenbestzeit mit mehr als vier Sekunden Rückstand ins Ziel und wurde 24. Anna Fenninger schied aus.

"Ich habe bis zum Schluss auf eine Medaille gehofft. Aber ich nehme das so in Kauf. Von der Linienführung her habe ich es sehr gut erwischt. Aber es ist ein schmaler Grat zwischen Gefühl und Stabilität", nahm Görgl "Blech" durch den undankbaren vierten Platz im ORF-Interview gefasst zur Kenntnis.

Besonders hart ging Renate Götschl mit sich selbst ins Gericht: "Das ist eine Riesenenttäuschung. Da kann man nur mehr ein Loch graben und zuschütten. Ich kann wahrscheinlich doch nicht mehr Ski fahren. Vier Sekunden ist eine Welt, das ist ja fast die halbe Strecke", war Götschl fassungslos. "Ich kann nur mehr lachen, denn eigentlich ist das zum Weinen."

Die Deutsche Maria Riesch belegte nach Rang acht im Super-G und Rang vier in der Super-Kombination diesmal Rang zehn. "Ich bin schon enttäuscht, es wäre mehr drin gewesen", sagte die 24 Jahre alte Partenkirchnerin mit Tränen in den Augen. "Wenn man um eine Medaille mitfahren will, braucht man ein gutes Rennen, aber das hatte ich nicht", sagte Riesch, die ihre letzte Medaillenchance nun beim Slalom am 14. Januar hat.

Zu den Geschlagenen zählten auch die übrigen Schweizerinnen. Fabienne Suter musste sich nach einer fehlerhaften Fahrt mit einem Rang jenseits der Top 15 begnügen, Nadia Styger und Dominique Gisin schieden aus. Die zweifache Saisonsiegerin Gisin war bis zu ihrem Ausfall schnell unterwegs.

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1. Lindsey Vonn USA 1:30,31


2. Lara Gut SUI 1:30,83


3. Nadia Fanchini ITA 1:30,88


4. Elisabeth Görgl AUT 1:31,24


5. Marion Rolland FRA 1:31,45


6. Marie Marchand-Arvier FRA 1:31,51


7. Andrea Fischbacher AUT 1:31,88


8. Wendy Siorpaes ITA 1:32,31


9. Stacey Cook USA 1:32,37


10. Maria Riesch GER 1:32,42

Übertragungszeiten:

LIVE: Montag, 09.02.2009 - 12.00 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Abfahrtslauf der Damen

LIVE: Montag, 09.02.2009 - 12.10 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Abfahrtslauf der Damen

LIVE: Montag, 09.02.2009 - 12.45 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Abfahrtslauf der Damen

LIVE: Montag, 09.02.2009 - 12.55 Uhr - ARD
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Abfahrtslauf der Damen

LIVE: Montag, 09.02.2009 - 18.05 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Superkombination der Herren - Abfahrtslauf der Damen
Siegerehrung und Livestudio

Damen-Abfahrt auf Montag verschoben

Die Damen-Abfahrt bei der alpinen Ski-WM 2009 in Val d'Isere ist am Sonntag abgesagt und auf Montag verschoben worden.

Wegen mehrerer Zentimeter Neuschnee war die für 13.00 Uhr geplante Abfahrt zunächst um zwei Stunden auf 15.00 Uhr verschoben. Die Neuschnee-Massen auf der Piste ließen jedoch kein Rennen zu.

Das für Sonntag angesetzte Herren-Abfahrtstraining für die Super-Kombinierer war bereits zuvor ebenfalls gestrichen worden.

Das Rennen soll nun am Montag um 13.00 Uhr (live in ORF1) nachgetragen werden. Für Montag ist in Val d'Isere auch die Super-Kombi der Herren angesetzt, mögliche Startzeiten für diesen Bewerb sind 10.00 und 17.00 Uhr (ebenfalls live in ORF1).

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Startliste zur WM Abfahrt der Damen in Val d'Isere - bitte hier klicken

Das letzte Rennen - Abfahrt der Damen in Cortina d'Ampezzo
Gisin gewinnt Abfahrt in Cortina d’Ampezzo

Nach den heftigen Schneefällen der letzten Tage musste der Start für die Damen Weltcupabfahrt in Cortina d’Ampezzo um 160 Höhenmeter auf 2.160 m hinunterverlegt werden. Damit wurde genau am Tofana-Schuss gestartet, was einer Verkürzung der Streckenlänge von rund 500 Metern bzw. knapp 20 Fahrsekunden bedeutete.

Die leicht verkürzten Olympia-Strecke von 1956 meisterte Dominique Gisin in einer Bestzeit von 1:16,98 und feierte nach ihrem Erfolg bei der Abfahrt in Zauchensee ihren zweiten Abfahrtssieg in Folge.

"Es war schon fantastisch, ein Rennen zu gewinnen. Aber jetzt hier in Cortina, wo die Besten und Größten in unserem Sport Triumphe gefeiert haben, den zweiten Sieg zu schaffen, das ist unglaublich", sagte Gisin.

Rang zwei auf dem Podest und wichtige Punkte um den Kampf um den Gesamtweltcup sicherte sich die US Amerikanerin Lindesy Vonn vor der Schwedin Anja Pärson.

Während Pärson im Ziel Knieschmerzen beklagte, ärgerte sich Vonn ein wenig, den Sieg auf der Tofana verpasst zu haben. "Ich bin zwar nicht enttäuscht, aber natürlich wollte ich hier unbedingt gewinnen", erklärte die Weltcup-Titelverteidigerin aus den USA, die weiter die Gesamt- und Abfahrtswertung anführt.

Hinter der Viertplazierten Tina Maze aus Slowenien sicherte sich Maria Riesch aus Garmisch Partenkirchen den fünften Rang. "So toll war das nicht", lautete ihr Fazit. "Sie hat einige kleine Fehler gemacht, das ist eben der Unterschied zwischen Platz eins und fünf", analysierte Cheftrainer Mathias Berthold. Im Gesamt-Weltcup ist ihr Rückstand auf Vonn mittlerweile auf 46 Punkte angewachsen.

Als Zweitbeste Schweizerin reihte sich Nadia Styger, hinter Wendy Siorpaes auf dem 7. Platz ein und realisierte mit Rang sieben ihr mit Abstand bestes Saisonresultat in der Abfahrt. Das hervorragende Schweizer Resultat rundete Monika Dumermuth auf Rang elf ab. Insgesamt klassierten sich neun (!) Schweizerinnen in den Punkterängen.

Die ÖSV-Damen fuhren auf der «Pista Olympia delle Tofane» das schlechteste Ergebnis seit Dezember 1994 ein. Keine einzige Österreicherin landete unter den Top Ten, die zehnfache Cortina-Siegerin Renate Götschl schied dabei mit bester Zwischenzeit (32 Hundertstel vor Gisin) aus. Die Oberösterreicherin Ingrid Rumpfhuber (0,67) war als Zwölfte unmittelbar vor Elisabeth Görgl (0,70) beste Österreicherin.

Leider bringt es die FIS seit einigen Jahren fertig, die Abfahrt mit jährlicher Regelmäßigkeit parallel zur Mutter aller Herrenabfahrten in Kitzbühel zu terminisieren. Deshalb bekommen die Damen für ihre spektakulärste Abfahrt nur unterdurchschnittliche Aufmerksamkeit. Hier sollte einmal ein Umdenken bei den „Terminplanern“ der FIS stattfinden.

Am Sonntag steigt noch ein Riesentorlauf (9.15/12.15 Uhr) und am Montag (10 Uhr) wird nun doch ein Super G ausgetragen. Zumindest dann genießen die Damen uneingeschränkte Aufmerksamkeit.

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1. Dominique Gisin SUI 1:16,98


2. Lindsey Vonn USA 1:17,13


3. Anja Pärson SWE 1:17,15


4. Tina Maze SLO 1:17,26


5. Maria Riesch GER 1:17,29


6. Wendy Siorpaes ITA 1:17,32


7. Carolina Ruiz Castillo ESP 1:17,41


. Nadia Styger SUI 1:17,41


9. Kelly Vanderbeek CAN 1:17,52


10. Daniela Merighetti ITA 1:17,60

 Vonn mit Bestzeit im 2. Abfahrtstraining

Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn hat am Donnerstag im zweiten Abfahrtstraining der Damen bei der Weltmeisterschaft in Val d'Isere (Frankreich) die Bestzeit markiert.

Wegen Windes im oberen Teil wurde vom Reserve- und Kombinations-Start gefahren. 0,38 Sekunden Rückstand hatte die Französin Marie Marchand-Arvier, 0,52 die Salzburgerin Andrea Fischbacher.

Die Top Drei entsprachen damit exakt dem Ergebnis im WM-Super-G. Elisabeth Görgl landete auf Rang fünf, Nicole Schmidhofer auf zehn und Kathrin Zettel auf 13.

Die Schweizerin Lara Gut, die am Mittwoch im ersten Training zur WM-Abfahrt von Sonntag die Bestzeit aufgestellt hatte, reihte sich auch am Donnerstag in der Weltspitze ein. Die 17-jährige Tessinerin fuhr mit 0,56 Sekunden Rückstand die viertschnellste Zeit heraus.

Die Teamkolleginnen Andrea Dettling, Dominique Gisin, Fabienne Suter und Nadia Styger belegten die Plätze 11, 17, 18 und 20. Kombiniererin Rabea Grand fuhr die 31. Zeit, Monika Dumermuth wurde nach einem Torfehler disqualifiziert.

Somit stehen die gesetzten Gisin und Styger sowie Gut als Starterinnen für die Abfahrt fest. Der vierte Startplatz wird am Samstag im Abschlusstraining zwischen Dettling, Dumermuth und Suter ausgefahren.

Maria Riesch war nach ihrem gestrigen Sturz 2,65 Sekunden langsamer als die Schnellste Vonn, die auf die Tücken der Rhones-Alpes-Strecke hinwies. «Wenn du einen Fehler machst, kannst du schnell im Netz landen. Das ist auch für deinen Kopf schwierig», sagte die 24-Jährige und freute sich über die sichere Zieleinfahrt der Freundin. «Ich bin sehr glücklich, dass sie nicht wieder gestürzt ist. Dass sie ins Ziel gekommen ist, ist wichtig für ihr Selbstvertrauen.»

Riesch sagte nach dem Training, sie habe "ein bisschen gebremst, vor allem an der Stelle, an der ich gestürzt bin. Ich habe großen Respekt gehabt."

«Die Erwartungen sind schon ein bissel geschrumpft. Ich hoffe, dass die Physiotherapeuten meinen Körper so weit hinkriegen, dass das halbwegs funktinioniert», sagte die zehnmalige Weltcup-Siegerin am Donnerstag und war bemüht, aus dem Malheur bei den Ski- Weltmeisterschaften im französischen Val d'Isère das Beste zu machen. «Vielleicht ist es auch gar nicht so schlecht, wenn die etwas niedrigere Erwartungshaltung ein bisschen den Druck nimmt.»

Die US-Amerikanerin Lindesey Vonn geht nun als Topfavoritin in der Super-Kombination an den Start. Die 24-Jährige könnte am Freitag ihren zweiten Titel nach dem Super-G perfekt machen.

Zum Kreis der Titelaspirantinnen gehören vor allem aber auch die schwedische Titelverteidigerin Anja Pärson, die Österreicherinnen Kathrin Zettel und Elisabeth Görgl oder Fabienne Suter aus der Schweiz.

Die Super-Kombination besteht aus Abfahrt (Start: 11.00 Uhr) und Slalom (Start: 14.00 Uhr).

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Lara Gut Schnellste im 1. Damen Abfahrtstraining

Update: Maria Riesch, die beim ersten Abfahrtstraining am heutigen Mittwoch nach einem Fahrfehler von der Piste abkam und im Fangzaun landete, hat sich keine schwerwiegenden Verletzungen zugezogen. DSV-Mannschaftsarzt Dr. Wolfgang Vogt diagnostizierte Prellungen der Wirbelsäule und eine leichte Zerrung im linken Knie. Eine in Val d’Isère durchgeführte Röntgenuntersuchung wies auf keine weiteren knöchernen Verletzungen hin. Maria Riesch wurde noch am Nachmittag physiotherapeutisch behandelt und äußerte sich positiv: „Mir geht es soweit gut. Ich werde sehen, wie ich mich morgen fühle und dann entscheiden, ob ich das morgige Abfahrtstraining fahre.“

Niemand fuhr im ersten Training zur WM-Abfahrt in Val d'Isère schneller als die 17-jährige Tessinerin Lara Gut. Zahlreiche Fahrerinnen kamen auf der schwierigen Piste zu Fall oder liessen ein Tor aus. Für die Schwedin Jessica Lindell-Vikarby ist die WM vorbei.

Die Piste Solaise erwies sich wie schon im Super-G als Knacknuss. Davon zeugten zahlreiche Stürze und Ausfälle. Am schlimmsten erwischte es die Schwedin Jessica Lindell-Vikarby, die mit einem Kreuzbandriss für den Rest der Saison ausfällt. Maria Riesch (GER) klagte nach ihrem Sturz über Knie- und Rückenschmerzen und hatte Schürfungen im Gesicht.

"Sie muss den Blick nach vorne richten, das muss aus dem Kopf raus", sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier, der erleichtert war, dass die Röntgenbilder keine Knochenverletzungen zeigten. Riesch will sich vor weiteren Fahrten das Knie tapen, laut Pressesprecher Ralph Eder schränkt sie dies nicht sonderlich ein. Wie sich die Verletzung aber auswirkt, wird man erst im Wettkampf sehen. Bis dahin wollen Physiotherapeut und Ärzte die 24-Jährige weiter behandeln.

Auch Nadia Styger und Dominique Gisin kamen zu Fall, blieben aber unverletzt. Die meisten Fahrerinnen bekundeten in der Kompression vor dem Schlussteil Probleme. Super-G-Weltmeisterin Lindsey Vonn und Anja Pärson liessen ein Tor aus.

Lara Gut, die wie Nadia Styger fürs Rennen gesetzt ist, musste ihre Zeit nur von der mit Nummer 46 gestarteten Aussenseiterin Chemmy Alcott aus Großbritanien unterbieten lassen, die jedoch ein Tor ausgelassen hatte und nachträglich disqualifiziert wurde. Nadia Fanchini verlor als Dritte 0,30 Sekunden.

Gut richtete sich nach dem letzten Sprung auf und kurvte locker dem Ziel entgegen. «Ich bin viel gedriftet und hätte nicht gedacht, dass ich schnell bin», zeigte sich Gut überrascht von der Platzierung.

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BLICK ZURÜCK SKI WM 2007:
Anja Pärson Abfahrtsweltmeisterin 2007

Anja Pärson hat bei den alpinen Ski- Weltmeisterschaften in ihrem Heimatland Schweden nach dem Super-G und der Super-Kombination auch die Abfahrt gewonnen. "Ich habe alles riskiert und dabei auch Fehler gemacht. Aber meistens ist das ein Zeichen dafür, dass man schnell ist", meinte die Weltmeisterin in einer ersten Reaktion. Auf die Frage, ob sie schön müde sei, antwortete Pärson nur: "Jetzt habe ich viel Kraft!" Damit hat Anja Pärson das Kunststück vollbracht, in allen fünf Disziplinen mindestens einmal Weltmeisterin zu werden. Und die traditionellen Lieblingsdisziplinen Pärson kommen erst noch. Im Weltcup entschied sie bislang 18 Slaloms und elf Riesenslaloms für sich.

Zum Vergleich: In der Abfahrt triumphierte sie bislang erst dreimal. Die 25-Jährige verwies am Sonntag Lindsey Kildow aus den USA auf den zweiten Platz. Nicole Hosp bewahrte mit Bronze das ÖSV-Team vor einem totalen Abfahrtsdebakel, nachdem die Herren zuvor eine schwere Niederlage kassiert hatten. "Ich bin überglücklich und kann es gar nicht richtig glauben. Am Ende dachte ich, dass es schon wieder nur Platz vier wird", meinte die glückliche Tirolerin.

Eine starke Teamleistung zeigten die Schweizerinnen. Nadia Styger wurde Vierte, Dominique Gisin Fünfte. Beide verloren rund fünf Zehntel auf die Zweite und die Dritte. «Es ist hart, bei einer WM Vierte zu werden», bilanzierte Styger. «Aber wenn der Rückstand so gross ist, trauert man immerhin nicht den Hundertsteln nach.» Pärsons Teamkollegin Niki Bent konnte sich neben der 3.Goldmedaille für das schwedische Team über einen starken 6. Platz freuen.

Grosse Geschlagene des Tages war Österreichs „Speed Queen“ Renate Götschl (Ö), die sich mit Rang 7 begnügen mußte und dem entsprechend enttäuscht war: "Ich habe einige Fehler gemacht, war unsicher und habe eine wichtige Kurve total verhaut", war die Mitfavoritin niedergeschlagen.

Beste Deutsche war auch heute wieder Maria Riesch, die den neunten Rang erreicht - Petra Haltmayr landet abgeschlagen auf dem 28. Platz, Gina Stechert die das Rennen eröffnete schied nach einem Torfehler aus.


1. Anja Pärson SWE 1:26,89


2. Lindsey C. Kildow USA 1:27,29


3. Nicole Hosp AUT 1:27,37


4. Nadia Styger SUI 1:27,82


5. Dominique Gisin SUI 1:27,88


6. Nike Bent SWE 1:27,93


7. Renate Götschl AUT 1:27,94

WM 2005 - Abfahrtslauf der Damen
Janica Kostelic Abfahrtsweltmeisterin 2005

Janica Kostelic aus Kroatien holt sich in Santa Catarina, nach dem Gewinn der Goldmedaille im Super G, auch den Titel der Abfahrtsweltmeisterin 2005. Für Kostelic ist es ihr bereits siebentes Gold insgesamt. Vier bei Weltmeisterschaft, drei bei Olympia. "Ich kann meine Leistung nicht wirklich einordnen. Es war extrem schwierig. Ich hätte mir nicht gedacht, dass irgendwer noch Fanchini schlagen kann. Sie hat einen fantastischen Job gemacht."

Die Silbermedaille geht überraschend an die Italienerin Elena Fanchini. Die erst 18-Jährige feiert ihren größten Erfolg. Im Weltcup war ihr bestes Ergebnis bisher Rang 17. Fanchini, der 26 Hundertstel zur kompletten Sensation fehlten, ist die erste Italienerin seit Carla Marchelli im Jahr 1958, die in einer WM-Abfahrt eine Medaille holt.

Wie schon bei den Männern erlitten die Österreicherinnen eine schwere Niederlage. Michaela Dorfmeister und Katja Wirth schieden aus. Die Salzburgerin Alexandra Meissnitzer (+2,96) musste sich unter 28 Teilnehmerinnen nur mit Rang 22 begnügen. Die Ehre rettete die Speed-Queen Renate Götschl, die sich mit 39 Hundertstelsekunden Rückstand Bronze erkämpfte und sich im Ziel freute: "Die Bronzemedaille entschädigt schon sehr. Ich hab gestern noch eine Schicht eingelegt. Ich hab noch einiges probiert, weil hier noch nichts gepasst hat. Aber die Janica ist da einfach nur schwer zu schlagen. Ich hab die letzte Kurve nicht richtig erwischt. Aber ich bin glücklich über die Medaille, das freut mich. Wenn man nur negative Sachen hört, wächst das bei mir uns schlägt sich ins Positive um! Sicher ist auch irgendwo die Wut im Bauch mit gefahren. Da runter hab ich nichts zu verlieren gehabt, ich hab voll riskiert."

Hilde Gerg hat die erhoffte Abfahrts-Medaille für Deutschland verpasst. Die 29-Jährige aus Lenggries wurde in 1:41,32 Minuten nur Achte. Petra Haltmayr (Rettenberg) fuhr auf Platz 18.

Die Schweizerinnen schnitten im Rahmen der Erwartungen ab. Die Ränge 9, 13 und 15 von Nadia Styger, Sylviane Berthod und Fränzi Aufdenblatten entsprechen dem Spiegelbild dieser Saison. Titelverteidigerin Melanie Turgeon war wegen Rückenproblemen nicht am Start.

Die Top 10 Rennläuferinnen der WM Abfahrt der Damen in Santa Catarina: 1. Janica Kostelic (CRO) 1:39,90. 2. Elena Fanchini (ITA) 0,26 zurück. 3. Renate Götschl (AUT) 0,39. 4. Lindsey Kildow (USA) 0,62. 5. Ingrid Jacquemod (Fr) 0,96. 6. Jessica Lindell-Vikarby (Sd) 1,08. 7. Anja Pärson (Sd) 1,17. 8. Hilde Gerg (De) 1,42. 9. Nadia Styger (Sz) 1,47. 10. Isolde Kostner (It) 1,68.

WM 2003 - Abfahrtslauf der Damen

Turgeon Abfahrtsweltmeisterin 2003 !

Melanie Turgeon aus Kanada ist die neue Abfahrts-Weltmeisterin 2003. Silber geht an Corinne Rey Bellet aus der Schweiz und Alexandra Meissnitzer aus Österreich die zeitgleich das Rennen beendeten. Auf den Rängen 4 bis 10 folgten: Brigitte Obermoser (AUT), Renate Götschl (AUT), Jonna Mendes (USA), Carole Montillet (FRA), Christine Sponring (AUT), Isolde Kostner (ITA) undeMonika Dumermuth (SUI). Titelverteidigerin  Michaela Dorfmeister musste sich mit Rang 12 begnügen. Die Läuferinnen des DSV enttäuschten auch bei der zweiten Speeddisziplin und konnten sich nicht unter den TOP 10 qualifizieren. Beste deutsche Läuferin Hilde Gerg auf Rang 14, gefolgt von Regina Häusl (16.), Maria Riesch (17.) und Isabelle Huber (25.).

Stimmen der Siegerinnen !

Melanie Turgeon (CAN): „Ich habe gesehen, dass die WM-Medaillen hier grösser sind als bei den Junioren. Da hab ich gedacht: So eine Medaille will ich auch. Ich war früher ein paar Mal nahe dran, gewann aber nie Edelmetall. Ich habe einige Fehler gemacht. Unser Team motiviert mich, der Zusammenhalt ist gut.“

Alexandra Meissnitzer (AUT): "Ich bin glücklich über diese Silbermedaille. Ich habe jetzt Medaillenluft geschnuppert und will im Riesenslalom noch einmal voll attackieren.“

Corinne Rey-Bellet (SUI): „Nach den nicht optimalen Trainings diese Woche ist die Erleichterung umso grösser. Ich bin happy, eine WM-Medaille vor eigenem Publikum gewonnen zu haben. Hatte Mühe damit, dass ich so hart kritisiert wurde. Heute hab ich gemerkt, dass das Publikum hinter mir stand. Ich war sehr erleichtert, als die 1 aufleuchtete. Meine Linie war nicht immer optimal, vor allem im steilen. Mir war klar, dass ich einfach angreifen musste. Am Start war ich nervös – das braucht es. Ich konnte ohne Knieschmerzen einfahren und spürte auch im Rennen nichts.“


Abfahrtsweltmeisterin 2003

Melanie Turgeon

Silber: Corinne Rey Bellet

Silber: Alexandra Meissnitzer

Platz 4: Brigitte Obermoser

Platz 5: Renate Götschl

WM 2001 - Abfahrtslauf der Damen

Michaela Dorfmeister ist Weltmeisterin

E
ndlich ist das erster Gold für Österreich eingefahren. Michaela Dorfmeister gewinnt den Abfahrtslauf der Damen mit einem Vorsprung von 14 Hundertstel Sekunden vor ihren Teamkolleginnen Petra Götschl und Selina Heregger ( Rückstand 17 Hundertstel Sekunden ). Auf Rang 4 folgt Corinne Rey Bellet (Schweiz) vor der großen Mitfavoritin Islode Kostner (5). Beste Deutsche wurde Hilde Gerg auf Rang 6. Petra Haltmayer (24.) und Sybille Brauner (26.) konnten leider nicht überzeugen.

Michaela Dorfmeister:
Ich bin sehr glücklich, dass es so ausgegangen ist. Mit meinem Lauf war ich nicht so zufrieden, ich bin einige Male in den weichen Schnee gekommen. Das Material war im Gegensatz zum Training in Ordnung. Der Neuschnee hat bestimmt dazu beigetragen. St. Anton war bis jetzt ein guter Boden für mich. Es gibt noch andere Dinge an die wir in diesen Tagen denken, aber Schicksalsschläge passieren.

Renate Götschl:
Ich denke, Michaela ist ein super Rennen gefahren und hat es verdient. Wir sind im Training unter dem Wert geschlagen worden. Ich freue mich über Silber, ich habe alles gegeben. Ich habe nicht allzu viel gesehen. Das Material war in Ordnung, ich habe auch keine großen Fehler gemacht.

Selina Heregger:
Am schlimmsten ist das warten im Ziel. Ich habe gesehen, dass Kostner ziemlich weit hinter mir ist und begonnen zu hoffen. Ich kann es noch nicht wirklich glauben, dass ich eine Medaille gewonnen habe – es ist unbeschreiblich. Die Piste ist sehr unterschiedlich. Es ist brutal wellig. Ich habe versucht, mein Bestes zu geben. Einige Kurven habe ich nicht ideal erwischt.


 

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