Reinfried Herbst
gewinnt
Nachtslalom in
Schladming
Reinfried Herbst gewann vor 50.000
Zuschauern den Nacht-Slalom in Schladming vor seinem ÖSV-Teamkollegen
Manfred Pranger (+1,16 Sek.) und dem Kroaten Ivica Kostelic (+1,23).
Herbst erzielt dabei Laufbestzeit in beiden Durchgängen und holte sich
seinen fünften Sieg im Weltcup.
Bei der 13. Auflage feierten
Österreichs Herren den 8. Sieg beim Night Race. Nach Raich, Matt und
Pranger durfte sich nun auch Reinfried Herbst, der erstmals ein Rennen
auf österreichischen Boden gewann, in die Siegerliste eintragen.
Trotz starkem Schneefalls zeigte sich
Herbst, der schon nach dem ersten Lauf geführt hatte, völlig
unbeeindruckt von den schwierigen äußeren Bedingungen und den
fanatischen Fans, die während seiner Fahrt am Streckenrand bengalische
Feuer entzündeten. Am Ende hatte er einen Vorsprung von 1,16 Sekunden.
"Ich habe mir meinen Traum erfüllt und
ein Heimrennen gewonnen. Obwohl so viele ausgefallen sind, war ich mir
sicher, dass ich es runterbringe. Ich habe eine große Sicherheit
verspürt. Es gibt nichts Schöneres. Vor fünf Jahren war ich noch froh,
dass ich hier überhaupt mitfahren durfte und jetzt habe ich gewonnen",
war Herbst überglücklich.
Vom großen Abstand zu Pranger war der
30-Jährige selbst ein wenig überrascht: "Der Vorsprung ist einfach
passiert. Ich war nicht nervös, bin ruhig geblieben und habe mich auf
den zweiten Durchgang gefreut. Während der Fahrt habe ich schon gespürt,
dass etwas geht. Im Ziel war das eine große Erleichterung. Es ist
absolut mein schönster Sieg. Von dem träumt jeder."
Auch Manfred Pranger, der 2004/05
bereits als Sieger beim Nightrace ganz oben stand freute sich über
seinen 2. Rang: Unglaublich. Ich war so nervös. Die letzten Tage sind
nicht so super gelaufen für mich, müde bin ich auch schon. Der Reini war
heute nicht zu biegen, aber Zweiter ist unglaublich. Ein Ergebnis brauch
ich auch, damit ich unter die Top 7 der Startliste komme. Ich war schon
ziemlich angespannt die letzten Tage - ich wollte nicht, dass die Serie
reißt.
Bei aller Freude über den Doppelsieg
mußte man im ÖSV Lager im 2. Durchgang die Ausfälle von Mario Matt, der
als 4. in den Finallauf ging, sowie von Benjamin Raich verkraften. Mit
Alexander Koll (16.) und Andreas Omminger (20.) landeten dafür zwei
weitere ÖSV-Athleten in den Punkteränge.
"Ich bin selber ein wenig ratlos. Ich
muss in die Zukunft schauen, aber auch analysieren und trainieren. In
Kitzbühel und auch heute war ich nicht so locker. Ich hoffe, dass ich
die Form wieder finden werde. Das wäre sehr notwendig", war Raich über
den neuerlichen Ausfall schwer enttäuscht.
Der Schweizer Silvan Zurbriggen konnte
seinen Schwung vom Kombinationssieg in Kitzbühel mitnehmen und
verbesserte sich im zweiten Durchgang vom sechsten auf den fünften Rang.
Es ist sein zweitbestes Resultat im Slalom in dieser Saison, nachdem er
in Levi im November Vierter wurde. «Ich bin absolut glücklich und
zufrieden», sagte Zurbriggen nach dem Rennen, «trotz zwei kleinen
Fehlern im unteren Teil des zweiten Laufes Fünfter - das ist Wahnsinn.»
Für den DSV war es ein schwarzer Tag.
Felix Neureuther, Stefan Kogler und Fritz Dopfer schieden bereits im 1.
Durchgang aus.
Im Gesamt-Weltcup baut Kostelic mit
dem dritten Platz seine Führung gegenüber Raich auf 75 Punkte aus und im
Slalom Weltcup verkürzt der Kroate seinen Rückstand auf Jean-Baptiste
Grange, der im Finaldurchgang ebenso wie sein Landsmann und
Kitzbühel-Sieger Julien Lizeroux nach einem Torfehler ausschied und
liegt nur noch 28 Punkte hinter dem Franzosen. Reinfried Herbst liegt
auf Rang drei - 113 Punkte hinter Grange.
Die Frage auf seine Chancen im
Gesamtweltcup beantwortete Kostelic voller Selbstvertrauen:
„Gesamtweltcup ist nicht unrealistisch. Ich muss gut fahren im Slalom
und hoffe auf gute Punkte im Riesentorlauf und Super-Kombi.“
Nach dem unglücklichen Heimspiel in
Kitzbühel meldeten sich die ÖSV Herren vor 50.000 Zuschauern beim
Nachtslalom in Schladming mit geballter Macht zurück.
Bei der 13. Auflage des Nightrace auf
der Planai führt nach dem 1. Durchgang der Salzburger Reinfried Herbst
in einer Zeit von 47.73 Sekunden vor seinem Landsmann Manfred Pranger (+
0,58) und dem Südtiroler Manfred Mölgg (+ 0,84).
"Im oberen Teil habe ich versucht, den
Rhythmus zu bekommen. Je länger der Lauf war, umso sicherer habe ich
mich gefühlt. Das war eine tadellose Fahrt. Das ist meine zweite große
Chance, und die will ich unbedingt nutzen", analysierte Herbst seinen
ersten Lauf.
Ganz sicher wird sich Herbst aber noch nicht fühlen, denn Pranger
verspricht für den zweiten Durchgang vollen Angriff: "Ich habe oben
einen super Lauf gehabt, dann aber ein bisschen zu viel riskiert. Ich
bin sehr zufrieden und werde versuchen, noch einmal gleich
herunterzufahren und gleich zu attackieren."
Auch der 4. Rang geht an Österreich.
Vorjahressieger Mario Matt hat noch alle Möglichkeiten seinen Erfolg des
letzten Jahres zu wiederholen, wenn auch sein Rückstand 86 Hundertstel
auf Herbst beträgt.
Hinter dem Gesamtweltcupführenden
Ivica Kostelic (+ 1,10) reihte sich der Hahnenkamm Kombinationssieger
Silvan Zurbriggen (+ 1,16) als bester Schweizer auf dem 6. Platz ein.
Der im Slalomweltcup Führende
Jean-Baptiste Grange liegt mit einem Zeitrückstand von 1,20 Sekunden vor
dem Schweden Johan Brolenius (+ 1,38) und dem Japaner Naoki Yuasa (+
1,41) auf dem 7. Rang.
Die Top Ten vervollständigt der
Italiener Giuliano Razzoli (+1,53) gefolgt vom Planai Seriensieger und
Mitfavoriten Benjamin Raich (+ 1,61).
Felix Neureuther fand auch heute nicht
in die richtige Spur und schied im dritten Rennen in Folge aus. Damit
kann er im fünften von insgesamt sieben Rennen erneut keine
Weltcuppunkte sammeln. Dabei war er zunächst sehr schnell unterwegs und
lag noch bei der zweiten Zwischenzeit auf der "Planai" nur 35
Hundertstelsekunden hinter dem Führenden. Die Fahrt von Stefan Kogler
aus Schliersee war bereits nach sieben Toren zu Ende. Und auch der
dritte DSV-Athlet, Fritz Dopfer (Garmisch), schied im ersten Durchgang
aus.
Aus Sicht des ÖSV ist alles für eine
Siegesfeier angerichtet. Die Chancen auf den achten ÖSV-Sieg im 13.
Flutlichtrennen auf der Planai stehen bestens. Für den Halbzeitführenden
Adelboden-Gewinner Herbst wäre es der erste Weltcup-Sieg auf heimischem
Boden. Über die Stimmung in Schladming gerät Herbst regelrecht ins
Schwärmen: "Es ist eine Ehre, hier in Schladming am Start stehen zu
dürfen. Die Atmosphäre hier ist unglaublich."
"Dieses Rennen ist Gänsehaut pur",
brachte Pranger die Stimmung auf den Punkt. Er stand bereits in der
Saison 2004/05 als Sieger beim Nightrace ganz oben auf dem Stockerl.
Die Stimmung in Schladming sei
elektrisierend. "Man kann die Energie dieser 50.000 Menschen richtig
spüren", so Raich der mit insgesamt vier Siegen (1999, 2001, 2004 und
2007) der wahre "Mr. Nightrace" ist. Besonders seinen Debütsieg von 1999
bezeichnet der Tiroler nach wie vor als "traumhaft".
Egal, wer gewinnt - in Schladming wird
heute die ganze Nacht gefeiert. Aber sicher würde ein ÖSV Sieg für die
schon jetzt sensationelle Stimmung der 50.000 Zuseher nicht von Nachteil
sein.
Das letzte
Rennen - Slalom der Herren in Kitzbühel Julien Lizeroux gewinnt Slalom in
Kitzbühel
Zum Abschluß der 79. Hahnenkamm-Rennen
in Kitzbühel auf dem traditionellen Ganslernhang gab es für Österreich
kein Happyend. Nach Benjamin Raich (Einfädler im 1. Lauf) scheiden im
zweiten Durchgang auch Mario Matt, Manfred Pranger (beide Einfädler) und
Halbzeit-Leader Reinfried Herbst (Innenskifehler) aus.
Damit wurde der Weg frei für einen
Französischen Doppelsieg. Julien Lizeroux, setzte sich vor seinem
Landsmann Jean-Baptiste Grange (+ 0,08 Sekunden) durch und feierte
seinen 1. Slalom Weltcup-Sieg.
Lizeroux konnte sein Glück kaum
fassen: "Es ist unglaublich. Es ist großartig in Kitzbühel zu gewinnen,
für jeden Fahrer. Letztes Jahr war es Jean-Baptiste Grange, heute ich.
Ich bin der glücklichste Mensch der Welt. Im ersten Lauf hatte ich einen
großen Fehler, im zweiten habe ich einfach nicht nachgedacht und alles
riskiert."
Vorjahressieger Grange freute sich für
seinen Teamkollegen: "Ich war zuerst enttäuscht, dass ich nicht ganz
vorne bin. Aber dass Julien gewonnen hat, ist ein toller Moment. Der
erste Sieg und das in Kitzbühel, dass ist fantastisch."
Auch den Dritten, Patrick Thaler (ITA)
hatte nicht viele Experten auf ihrer Rechnung.
Der beste im ÖSV-Team war Marcel
Hirscher, der sich mit einem fulminanten 2. Durchgang vom 21. auf den 4.
Rang verbesserte.
Felix Neureuther war wieder einmal vom
Pech verfolgt. Der Deutsche war nach dem ersten Lauf in seiner
Spezialdisziplin noch auf dem neunten Platz gelegen. Im zweiten
Durchgang war er schnell unterwegs, fädelte jedoch ein und schied aus.
Stefan Kogler war im ersten Durchgangn ausgeschieden, Fritz Dopfer hatte
den Sprung unter die besten 30 verpasst.
Aus Schweizer Sicht sorgte Silvan
Zurbriggen für das Highlight. Der Walliser entschied die Kombination,
die nach traditioneller Art gefahren wurde, für sich. Zurbriggen, der in
der Abfahrt den 16. Rang belegt hatte, belegte im Slalom den guten
elften Rang.
Nach dem ersten Lauf sah es noch
danach aus, dass Ivica Kostelic die Kombination gewinnen könnte. Der
Kroate fuhr jedoch im Finale zu verhalten und verlor insgesamt 49
Hundertstel auf Zurbriggen. Er profitierte zudem von den Ausfällen
Benjamin Raichs sowie Bode Millers im ersten Lauf. Carlo Janka belegte
hinter dem Kroaten Natko Zrnčić-Dim den vierten Kombi-Rang.
Raich war nach seinem sprichwörtlichen
"Einfädler" und der Tatsache, 200 Punkte verschenkt zu haben,
enttäuscht: "Der Frust ist da, aber es hilft nichts, es geht weiter."
Romed Baumann wurde als bester Österreicher Achter.
Wenn rund 50.000 Zuschauer die
Schladminger Planai in einen Hexenkessel verwandeln, dann ist wieder
Nightrace-Zeit. Die bereits 13. Auflage des Herren-Nachtslaloms wird am
Dienstag wieder für einen Massenansturm der Fans sorgen. Die
vermeintliche Lachnummer einiger "Deppen" wurde schon längst zu einem
echten Hit.
Der Weltcup-Nachtslalom in Schladming
erlebt am Dienstagabend (18.00 und 20.45 Uhr, jeweils live in ORF1)
seine 13. Auflage. Einst nur milde belächelt, hat sich das
Flutlichtrennen mittlerweile zu einem beeindruckenden Skifest mit knapp
50.000 Zuschauern entwickelt.
Nightrace-Chef Hans Grogl erinnert
sich noch sehr gut an die Anfänge. "Viele Leute haben gemeint, dass wir
Deppen und nicht ganz richtig im Kopf sind. Sie waren sicher, dass wir
alleine im Stadion stehen werden."
Doch Grogl und seine Crew waren (inspiriert durch die
Fußball-Champions-League) von ihrer Vision felsenfest überzeugt, dass
eine Abendveranstaltung - auch im Skiweltcup und unter der Woche - zum
Tophit werden kann.
"Unsere Philosophie war an die Champions League angelehnt, und das
Rennen hat sich dann von Jahr zu Jahr entwickelt. Mittlerweile sind wir
die größte Eintagesveranstaltung des Weltcups", sagte Grogl, der auch
maßgeblich an der erfolgreichen Bewerbung der Schladminger für die
Austragung der alpinen Ski-WM 2013 beteiligt war.
Die Piste in Schladming befindet sich laut Grogl für Dienstag in
perfektem Zustand. "Hart und kompakt" beschrieb Grogl die Planai. Die
Temperaturen am Rennabend sollen im Bereich von null Grad liegen. Im
Vergleich zu vergangenen Jahren wird es für die Zehntausenden Zuschauer
also angenehm "warm" werden.
In den vergangenen vier Jahren war die Zuschauerzahl jeweils bei rund
50.000 gelegen, in diesem Größenbereich wird es sich auch diesmal
bewegen.
"Aber unser Ziel sind nicht neue Zuschauerrekorde. Wir wollen, dass sich
jeder Gast wohl fühlt", stellte Grogl klar. Die jüngsten Slalomerfolge
der ÖSV-Herren in Adelboden und Wengen haben auf jeden Fall den
Vorverkauf noch einmal kräftig belebt.
"Vor allem die Fanclubs von Pranger und Herbst werden zahlreich
vertreten sein", so Grogl, der die Infrastruktur durch das neue Parkhaus
und neue Zugänge noch einmal "wesentlich verbessert" sieht.
Schriftlich besiegelt wurde das Nightrace Ende Jänner 1995 durch einen
Kooperationsvertrag zwischen ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel und
WSV-Schladming-Obmann Grogl.
Auch Schröcksnadel ist von der Entwicklung des Rennens angetan. "Das
Nightrace mutierte nicht nur zum sportlichen, sondern auch zum
gesellschaftlichen Topevent", meinte der ÖSV-Boss.
Die Premiere ging am 30. Jänner 1997 über die Bühne. Dass die Idee
massentauglich war, bewiesen gleich beim ersten Anlauf 25.000
begeisterte Zuschauer. Passend zum Spektakel war Showman Alberto Tomba,
der Sieger der ersten beiden Rennen.
Rekordsieger unter steirischem Flutlicht ist aber nicht Tomba, sondern
Benjamin Raich. Der Tiroler feierte 1999 in Schladming seinen
Premierensieg im Weltcup und gewann dieses Rennen seitdem drei weitere
Male (2001, 2004 und 2007). Für die drei weiteren bisherigen
ÖSV-Triumphe beim Nachtslalom sorgten Mario Matt (2000, 2008) und
Manfred Pranger (2005).
BLICK
ZURÜCK SAISON 2007/08 Matt gewinnt Nacht-Slalom in
Schladming
Der Österreicher Mario Matt krönte sich beim
Nacht-Slalom von Schladming zum König der Planai und feierte seinen
zweiten Triumph nach 2000 beim "Nightrace". Insgesamt war es der den
zehnte Weltcupsieg seiner Karriere, den neunten im Slalom und zweite der
Zweite oberste Stockerlplatz in diesem Winter. "Es ist so schön, wie
beim ersten Mal. Ich war schon in Kitzbühel super in Form - habe aber
dann Fehler gemacht. Ich habe gewusst: Wenn ich zwei Läufe wie im
Training runter bringen, dann fahr ich um den Sieg mit. Im 2. Lauf hab
ich oben ein bisserl verloren - aber unten dann super gezogen. Die
Stimmung hab ich mitbekommen - hab mich aber gut konzentrieren können."
Der Arlberger stoppte vor 50'000 Zuschauer den
französischen Seriensieger Jean-Baptiste Grange, der sich über Rang 2
freuen durfte und feierte den 700. Weltcup-Erfolg für Österreich. Der
Italiener Manfred Mölgg, de nach dem ersten Durchgang knapp vor Matt
geführt hatte, belegte Rang drei und konnte sich nicht so recht über den
Podestplatz freuen: "Sicher war im Ziel Enttäuschung da. Ich hab einen
großen Fehler gemacht. Es war wieder eine gute Kulisse da - schade um
den Sieg. Ich hab oben schon gehört, dass Mario vorne ist. Ich wollte
voll angreifen. Wenn ich keine Fehler mache, ist ganz vorne möglich." Im
Gegensatz zu Mölgg fuhr Matt jenen Ski ohne Loch in der Schaufel.
Felix Neureuther landete nach mehreren kleinen
Fahrfehlern im Finallauf, hinter dem US Amerikaner Ted Ligety auf dem
fünften Platz. "Ich bin hier in Schladming noch nie durchgekommen. Vor
so einer Kulisse wollte ich unbedingt ins Ziel", zeigte sich der
23-jährige Partenkirchener zufrieden. In den vergangenen drei Jahren war
Neureuther in Schladming stets im ersten Durchgang gescheitert.
Benjamin Raich, der in Schladming bereits viermal
gewonnen hatte, wurde als zweitbester Österreicher Achter und kann den
Vorsprung im Gesamtweltcup etwas auspassen. Hauptkonkurrent beim Kampf
um die große Kristallkugel, Bode Miller aus den USA schied bereits im 1.
Durchgang aus und liegt nun 61 Punkte zurück. Ein echter
"Befreiungsschlag" aus Raich-Sicht war dieser Slalom aber nicht.
Marc Berthod (11.) blieb es vorbehalten, die
Schweizer Ehre zu retten. Er hatte im 1. Lauf zwar schon 3,61 Sekunden
verloren, fuhr aber im 2. Lauf überragende Bestzeit und verbesserte sich
damit um 13. Ränge nahe an die Top Ten. Sein Teamkollege Marc Gini, der
nach dem 1. Durchgang zeitgleich mit Raich auf dem 5. Platz rangierte
fädelte im Finallauf, auf dem Weg zu einem Spitzenrang, ein und schied
aus.
Weiter geht es am Samstag mit der Abfahrt der
Herren im französischem Chamonix.
1. Mario Matt AUT 1:42,84
2. Jean-Baptiste Grange FRA 1:43,48
3. Manfred Mölgg ITA 1:43,49
4. Ted Ligety USA 1:43,54
5. Felix Neureuther GER 1:44,00
6. Julien Lizeroux FRA 1:44,15
7. Markus Larsson SWE 1:44,39
8. Benjamin Raich AUT 1:44,47
9. Ivica Kostelic CRO 1:44,57
10. Akira Sasaki JPN 1:44,60
Blick Zurück - Saison 2006/07 Raich gewinnt Planai-Nachtslalom
Benjamin Raich hievt sich mit seinem 26.
Weltcupsieg und dem vierten Erfolg beim Nachtslalom in Schladming vor
50.000 begeisterten Zuschauern in die WM-Favoritenrolle. Der Pitztaler,
im Gesamtweltcup nun auf Platz zwei, setzt sich auf der Planai vor dem
erneut starken Schweden Jens Byggmark (0,38) durch, der am Wochenende
beide Slaloms in Kitzbühel gewonnen hatte. "Es war extrem schwierig,
aber ich bin gut ans Limit herangekommen. Und die Stimmung war einmal
mehr sensationell. Da geht alles noch ein bisschen leichter",
analysierte Raich, der zuvor bereits 1999, 2001 und 2004 in Schladming
triumphiert hatte. Der nach dem ersten Lauf führende Österreicher Mario
Matt wurde Dritter und zeigte sich mit seinem „Stockerlplatz“ zufrieden:
„Ich habe alles versucht, habe mich aber sehr schwer getan. Jetzt war
ich fünf Mal in Folge auf dem Stockerl, was will man mehr", freute sich
der Ex-Weltmeister aus Flirsch. Manfred Pranger komplettierte den
ÖSV-Erfolg mit Rang neun, Reinfried Herbst überrascht im dritten Rennen
nach seinem Comeback mit dem tollen 11. Platz. Der Olympiazweite Herbst
hat damit so gut wie fix das fünfte ÖSV-Ticket für den WM-Slalom am 17.
Februar gelöst. Zu einem beachtlichen Erfolg kam Marc Berthod. Der
Schweizer steigerte sich im 2. Lauf und verbesserte sich von Rang 7 auf
den 4. Platz. Neben Berthod gelangte nur noch Daniel Albrecht als 19.
ins Ziel. Alle anderen Schweizer schieden aus. Auch die deutschen
Slalomläufer Alois Vogl (Zwiesel), Felix Neureuther (Partenkirchen) und
Stefan Kogler (Schliersee) verabschiedeten sich nach zum Teil schweren
Patzern bereits nach dem ersten Lauf. "Ich hatte bis jetzt eine so gute
Saison. Ausgerechnet hier und beim letzten Rennen vor der WM muss mir so
etwas passieren", ärgerte sich Neureuther im Zielraum. Der Norweger
Aksel Lund Svindal verteidigte als 13. seine Gesamt-Weltcup-Führung.
1. Benjamin Raich AUT 1:42,55
2. Jens Byggmark SWE 1:42,93
3. Mario Matt AUT 1:43,15
4. Marc Berthod SUI 1:44,48
5. Giorgio Rocca ITA 1:44,52
6. Manfred Mölgg ITA 1:44,58
7. Andre Myhrer SWE 1:44,60
BLICK
ZURÜCK SAISON 2005/06
Palander feierte 1. Saisonsieg bei
der Slalomparty in Schladming
Der Finne Kalle Palander ließ sich den Sieg im
Nachtslalom nicht mehr nehmen. Palander, der schon zur Pause führte,
sicherte sich mit zweitbester Zeit im 2. Lauf und einer Gesamtzeit von
1:42,34 den Sieg vor rund 50 000 begeisterten Skifans. „Ungalublich! Es
ist so lange her seit meinem letzten Sieg. Ich kann mich nicht erinnern,
wann ich mich so gut gefühlt habe nach einem Sieg. Es ist nicht so leicht,
die anderen zu schlagen. Es waren kleine Dinge, die immer gefehlt haben.
Und jetzt ist der Sieg wieder da!“ 2. wurde Akira Sasaki (+0,79), einer
der wieder erstarkten Japaner, die jedoch weiterhin auf den ersten
japanischen Slalomweltcupsieg warten müssen. Der 2. Lauf war wesentlich
schneller, direkter gesteckt und das lag auch Benjamin Raich (+0,81), der
doch wieder bester Österreicher wurde und sich mit Laufbestzeit im 2. Lauf
vom 10. auf den 3. Platz katapultierte. „Der erste Lauf war natürlich
nicht gut. Im zweiten Lauf habe ich mich gut überwinden können, habe aber
unten etwas Glück gehabt. Aber es war ein schönes Rennen. Wenn man das vom
ersten weg denkt, dann hätte es sicher noch besser ausgeschaut. Aber es
passt schon. Ich schau nicht viel auf den Gesamtweltcup. Ich tu Rennen
fahren und am Ende dann zusammen zählen.“ Hinter Benjamin Raich, der mit
seinem 3. Platz die Führung im Gesamtweltcup weiter ausbaute, reihte sich
der Schwede Andre Myhrer (+1,05) auf dem 4. Platz ein. Stephane Tissot (FRA
+1,41) erreichte heute mit dem 5. Platz wieder ein Spitzenergebnis. 6.
wurde der zweite Japaner Kentaro Minagawa (+1,47). Bester Italiener wurde
nach dem Ausfall von Giorgio Rocca Patrick Thaler (ITA +1,50), der mit
viertbester Laufzeit auf sich aufmerksam machte und Platz 7 erreichte.
Martin Hansson (SWE +1,88), der schon im Herbst gute Ergebnisse erzielte,
kam drei Wochen nach seiner Blinddarmoperation auf Rang 8. Manfred Pranger
(AUT +2,06), der Sieger des Schladminger Nightraces 2005 freute sich, dass
er mit zwei Sicherheitsläufen Platz 9 einfahren konnte. Die Topten
vervollständigte Hannes Paul Schmid (ITA +2,12). Girogio Rocca (ITA)
hatte, wie schon erwähnt, auch diesmal in Schladming kein Glück, er
fädelte knapp vor dem Ziel ein und schied aus. Bernard Vajdic (SLO) konnte
das Rennen ebenfalls nicht beenden. Die nächsten Weltcuprennen der Herren
finden kommendes Wochenende in Garmisch Partenkirchen statt.
Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M.
Riedler
Der
Blick zurück - Saison 2004/05 Pranger gewinnt
Nachtslalom
Der
Österreicher Manfred Pranger hat vor 45 000 begeisterten Zuschauern den
Weltcup-Nachtslalom im österreichischen Schladming vor seinem Landsmann
Benjamin Raich gewonnen. Der Tiroler ist der Mann der Stunde. Er gewinnt
nach Kitzbühel auch den zweiten Klassiker in Österreicher. Und das an
seinem 27. Geburtstag! Bei der Slalom-Show auf der Planai überzeugt das
ÖSV-Team mit drei unter den Top 4. Knapp hinter Pranger steht Raich
neuerlich am Podest - und darf sich als "heimlicher" Sieger
fühlen. Im Schatten der Österreicher ist ein Fahrer aus Schweden der
Sensationsmann. Myhrer verbessert sich mit Laufbestzeit von Rang 22 auf
Rang 3 und kann sich über die beste Platzierung in seiner Karriere
freuen! Rainer Schönfelder belegte hinter dem Schweden wie schon in
Kitzbühel Rang vier. Ein Erlebnis der besonderen Art hatte der Kärntner
schon beim Einfahren wo er von drei nackten Fans begrüßt wurde.
"Leider männlich. Sie haben vor mir die Hosen runter gelassen, und
ein vierter hat uns dann fotografiert. So was ist mir noch nie
passiert." Hatte er also vor Rennbeginn mehr gesehen, als er wollte,
fehlte dem Kontaktlinsenträger dann der Durchblick. "Es ist dunkler
als sonst, das Licht ist nicht so gut. Bei der Zwischenzeit war ich noch
dabei. Wenn man mich um drei in der Nacht aufweckt und sagt, ich soll
nochmal fahren, würde ich besser fahren. Ich kann mich an keinen
Trainingslauf erinnern, an dem ich zwanzig Tore so schlecht gefahren
bin." Der Führende Giorgio Rocca (ITA) musste seine Siegeshoffnungen
nach einem schweren Fehler im zweiten Lauf aufgeben, fiel weit zurück und
belegte nur Rang 21. Silvan Zurbriggen war wieder einmal der einzige
Schweizer im zweiten Lauf und musste sich am Ende mit Rang 20 zufrieden
geben. Die Ausrede, nicht fit ins Rennen gegangen zu sein, wollte
Zurbriggen nicht gelten lassen. "Den Rücken habe ich beim Fahren
sicher gespürt. Aber im ersten Lauf bin ich auch schlecht gefahren",
sagte der Walliser. Die weiteren Starter der Schweizer, Daniel Albrecht,
der bei der Zwischenzeit nur eine halbe Sekunde hinter der Bestzeit Roccas
zurücklag, schied wie Michael Weyermann und Marc Gini aus. Auch die DSV
Rennläufer Alois Vogl (Zwiesel), Felix Neureuther (Partenkirchen) und
Stefan Kogler (Schliersee) schieden bereits im ersten Lauf aus. Im
Gesamtweltcup sorgt Benni Raich für Spannung! Der Pitztaler macht als
Zweiter heute 80 Punkte - und rückt Miller, der zwischenzeitlich schon
mit über 400 Punkten geführt hat, auf 95 Punkte nahe! Spannung nach der
WM ist also garantiert! Der Ski-Zirkus übersiedelt nun nach Bormio, wo ab
Samstag die WM auf dem Programm steht. Los geht es am Samstag um 11:45 Uhr
mit dem Super G der Herren. Die Top 10 Rennläufer beim Nachtslalom von
Schladming: 1. Manfred Pranger (AUT) 1:47,13. 2. Benjamin Raich (AUT) 0,04
zurück. 3. Andre Myhrer (SWE) 0,24. 4. Rainer Schönfelder (AUT) 0,31. 5.
Jean-Pierre Vidal (FRA) 0,44. 6. Johan Brolenius (SWE) 0,51. 7. Manfred
Mölgg (ITA) 0,66. 8. Thomas Grandi (CAN) 0,68. 9. Michael Janyk (CAN)
0,70. 10. Kilian Albrecht (AUT) 1,02.
1. Manfred Pranger
2. Benjamin Raich
3. Andre Myhrer
4. Rainer Schönfelder
5. Jean-Pierre Vidal
6. Johan Brolenius
7. Manfred Mölgg
8. Thomas Grandi
Der
Blick zurück - Saison 2003/04
Raich krönt das
Schifest in Schladming
Schination was wünscht
du mehr? Der Österreicher Benjamin Raich katapultiert sich im zweiten
Durchgang des Slaloms von Schladming von Platz 3 auf das Siegerpodest.
Hinter ihm der junge Italiener Manfred Mölgg (0,57) auf Platz 2 und der
Kitzbühelsieger Kalle Palander (FIN + 0,58) auf Platz 3. Großes Pech
für die Führenden nach dem ersten Durchgang: Bode Miller (USA) schien
mit seinem Vorsprung von knapp 1 Sekunde bereits als Sieger festzustehen.
Doch wegen eines schlimmen Sturzes des vor ihm gestarteten Kroaten Ivica
Kostelic mußte das Rennen für ca. 15 Minuten unterbrochen werden -
leider wird erneut eine Knie- und eine Schulterverletzung befürchtet und
es scheint, als sei für Kostelic die Saison vorbei. Nach der langen
Wartezeit hatte Miller einige kleine Probleme im zweiten Lauf - er gab
sich im Ziel jedoch sportlich fair und meinte, seine Fahrt von Platz 1 auf
Platz 4 (+0,70) hätte nichts mit der Warterei zu tun und die vor ihm
Platzierten seien einfach besser gewesen. Dahinter auf den weiteren
Rängen: 5. Rainer Schönfelder (AUT +0,75), hervorragend 17 auf 6 Alois
Vogl (GER +0,85), 7. Manfred Pranger (AUT +0,96), 8. Giancarlo Bergamelli
(ITA +0,98), 9. Tom Rothrock (USA +1,44), 10. Johan Brolenius (SWE +1,54).
Pech hatte leider der junge Felix Neureuther - er verpatzte den zweiten
Durchgang völlig und fiel auf Platz 23 zurück. Der heutige Sieger
Benjamin Raich übernimmt somit sowohl die Führung in der
Weltcupgesamtwertung, als auch im Slalomweltcup!
Aus dem Austria
Infopoint: C. Egger
SAISON
2002/03 - Rennen Palander gewinnt
Nachtslalom in Schladming !
Der Sieger des
Schladminger "Night Race" heißt Kalle Palander. Nach seinem
Sieg am Kitzbüheler Ganslernhang sicherte sich der Finne binnen 3 Tage
seinen 2. Weltcupsieg in seiner Laufbahn. Mit einem Vorsprung von 1,31
Sekunden führte er die Siegerliste unangefochten vor Benjamin Raich aus
Österreich und dem Norweger Hans Petter Buraas an. Von den ersten Sechs
des ersten Durchganges fielen vier aus: Rainer Schönfelder (2.), Giorgio
Rocca (3.), Jean-Pierre Vidal (5.) und Bode Miller (6.). Auf den Rängen 4
bis 10 folgten: Ivica Kostelic (CRO), Manfred Pranger (AUT), Martin
Marinac (AUT), Giancarlo Bergamelli (ITA), Akira Sasaki (JPN), Johan
Brolenius (SWE) und Drago Grubelnik (SLO). Die Österreicher Mario Matt
und Heinz Schilchegger (AUT) sowie der US Amerikaner und
Gesamtweltcupzweite Bode Miller schieden im Finaldurchgang aus. Die grössten
Sprünge nach vorn machten Ivica Kostelic vom 10. auf den 4. Platz und
Martin Marinac vom 27. auf den 6. Platz. Von den Läufern des DSV konnte
sich niemand für den 2. Durchgang qualifizieren.
SAISON
2001/02 - Rennen Schladming, 22.01.2002
Bode Miller gewinnt Slalom in Schladming
Markus Eberle auf Rang 17.
Bode Miller -
Die Nummer 1
Vidal (2.) -
Kostelic (3.)
Der US Amerikaner
Bode Miller gewinnt den Nachslalom in Schladming. Den zweiten Rang könnte
sich der Franzose Jean-Pierre Vidal sichern. Platz 3 geht an Ivica
Kostelic aus Kroatien. Auf den Rängen 4 bis 6 folgen Rainer Schönfelder
(AUT), Mitja Kunc (SLO) und Drago Grubelnik (SLO). Markus Eberle, einziger
DSV Rennläufer im Finale, musste sich mit Rang 17 zufrieden geben.
Ein Erlebnis für sich:
Der Nachtslalom von Schladming
SAISON
2000/01 - Rennen
23.01.2001 Benjamin Reich triumphiert auf der PlanaiBenjamin
Reich ist der große Favorit auf den Slalom WM Titel
der Herren in St. Anton. Auch in Schladming war der Österreicher
der große Triumphator des Abends und baute seinen Vorsprung
im Slalom Weltcup weiter aus. Auf Rang zwei folgt der Norweger
Buraas mit einem Rückstand von 59 Hundertstel Sekunden. Er hatte
wie bereits in Kitzbühel den ersten Durchgang verschlafen und zeigt
erst im zweiten Lauf was in ihm steckt. Rang 3 belegt der Slowene
Mitja Kunc mit einem Rückstand von 87 Hundertstel Sekunden.
Markus Eberl plazierte sich auf Rang 17.Platz.