Ivica Kostelic gewann am Montag den
von Val d Isere nach Alta Badia im Hochabteital verlegten Weltcup-Slalom
auf der „Gran Risa“. Der Kroate knüpfte damit an seine Leistung vom
Vortag an, als er erstmals in seiner Karriere auf ein
Riesenslalom-Podest fuhr.
Kostelic, der schon nach dem 1.
Durchgang in Führung lag, setzte sich mit 1:39,83 Minuten vor dem
Franzosen Jean-Baptiste Grange (+0,20) und dem Pitztaler Benjamin Raich
(+0,80) durch und feierte seinen neunten Weltcupsieg.
Allerdings lag sein letzter Erfolg im
Slalomweltcup lange zurück, zuletzt hatte Kostelic am 15. Dezember 2003
ebenfalls in Italien gesiegt, nämlich in Madonna. "Das Gefühl, im Slalom
wieder ganz oben zu stehen, ist sehr schön, darauf musste ich lange
warten. Mein Ziel ist nicht die WM oder der Weltcup, sondern immer das
nächste Rennen", meinte der Slalom-Weltcupsieger von 2001/02
erleichtert.
Das große Ziel von Kostelic im Weltcup
ist es, Podestplätze in allen fünf Disziplinen zu erobern. Dazu fehlen
ihm allerdings noch die Speed-Disziplinen Abfahrt und Super G, in denen
er allerdings das Training stark forciert hat. "Ich habe immer zu
Routiniers wie Mader, Kjus oder Aamodt aufgesehen, solche Allrounder
sind für mich die wahren Skifahrer", so der 29-jährige.
Der erst 19 Jahre alte Salzburger
Marcel Hirscher zeigt mit Platz sieben (+1,66) erneut sein großes
Talent. Drittbester Österreicher war Patrick Bechter auf Rang 16.
Drei weitere ÖSV-Asse hatten dem
aggressiven Schnee hingegen bereits im ersten Durchgang Tribut zollen
müssen: Reinfried Herbst, Manfred Pranger ("Mir hat es den Ski
gefressen, ich hatte keine Chance mehr") und Mario Matt waren bereits
nach wenigen Toren ausgeschieden.
Enttäuschend verlief das Rennen aus
Schweizer Sicht. Silvan Zurbriggen fiel nach Platz acht im ersten Lauf
im zweiten Durchgang aus. Marc Berthod passierte dasselbe Missgeschick
bereits im ersten Lauf. Bester Swiss-Ski-Fahrer war damit Marc Gini auf
Rang 19. Daniel Albrecht und Sandro Viletta fuhren auf die Plätze 20 und
26.
Als bester Deutscher lag Stefan Kogler
auf Rang 18. Felix Neureuther erreichte dagegen erneut nicht den zweiten
Lauf. Dominik Stehle (Obermaiselstein/39.) und Fritz Dopfer
(Garmisch/45.) hatten das Finale der besten 30 Läufer verpasst.
Grange wahrte seine Führung in der
Disziplinwertung. Raich schob sich mit seinem dritten Platz im
Gesamtweltcup an die zweite Stelle und liegt nur noch 37 Punkte hinter
dem führenden Norweger Aksel Lund Svindal, der sich nicht für den
zweiten Durchgang qualifiziert hatte.
Der Zweite des
Riesenslaloms von Sonntag, Ivica Kostelic, stellte seine derzeitige
Topform auch beim Slalom in Alta Badia unter Beweis. Der Kroate führt in
einer Zeit von 49,26 Sekunden vor dem Slalomweltcupführenden und
Vorjahressieger Jean-Baptiste Grange (+0,53) aus Frankreich und dem
Österreicher Benjamin Raich (+0,57).
Noch hat Raich alle
Chancen im Finaldurchgang mit einer beherzten Fahrt, den 400.
österreichischen Weltcupsieg – den 80. im Slalom – einzufahren.
Allerdings hat der 30-jährige Pitztaler noch nie in Alta Badia gewonnen.
„Dadurch darf ich mich aber nicht verrückt machen lassen“, bleibt Raich
cool. „Ich mag den Slalomhang mit dem steilen Beginn und den zwei
Übergängen ins Flache hier. Er ist eigen, aber doch sehr schön.“ Seit
1997 (Christian Mayer) haben die Österreicher im Südtiroler
Traditionsort nicht gewonnen.
Mit einem Sieg
könnte Raich auch die Führung im Gesamtweltcup übernehmen, da sich der
Norweger Axel Lund Svindal nicht für den Finallauf qualifizieren konnte.
Als zweitbester
Franzose folgt auf Rang 4 Julien Lizeroux (+0,64) vor den beiden
Italienern Giorgio Rocca (+1,08) und dem Slalomweltcupsieger des
Vorjahres Manfred Mölgg (+1,16).
Mit Startnummer 20
qualifizierte sich der Slowene Mitja Dragsic (+1,29) als Siebter für den
Finallauf noch vor dem besten Schweizer Silvan Zurbriggen (+1,34) und
dem US Amerikaner Ted Ligety (1,54).
Das zweite heiße
Eisen für den ÖSV folgt mit dem jungen Marcel Hirscher auf dem 10. Rang.
Die unruhige
Gran-Risa-Slalompiste, die als vermeintlich leichteste Slalomstrecke im
Skiweltcup gilt forderte viele „Favoritenopfer“. Reinfried Herbst, Mario
Matt, Manfred Pranger (alle Österreich), Felix Neureuther (Deutschland),
Bernard Vajdic (Slowenien), Bode Miller, Jimmy Cochran (USA), Marc
Berthod (SUI) und Johan Brolenius (SWE) schieden aus dem Feld der Top 30
Läufer aus.
Für eine positive
Überraschung aus Sicht des DSV sorgte Stefan Kogler. Nach dem er schon
in Levi mit Rang 16 aufhorchen lies schaffte der sympathische 27-jährige
aus Hausham auch in Alta Badia die Qualifikation für den Finallauf der
um 13.00 Uhr gestartet wird.
LIVE: Montag, 22.12.2008 - 09.50 Uhr -
ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Alta Badia (ITA) / Ersatz für Val
d'Isère (FRA)
2. Slalom der Herren: 1. Durchgang
LIVE: Montag, 22.12.2008 - 09.55 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Alta Badia (ITA) / Ersatz für Val
d'Isère (FRA)
2. Slalom der Herren: 1. Durchgang
LIVE: Montag, 22.12.2008 - 10.00 Uhr -
Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Alta Badia (ITA) / Ersatz für Val
d'Isère (FRA)
2. Slalom der Herren: 1. Durchgang
LIVE: Montag, 22.12.2008 - 12.45 Uhr -
ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Alta Badia (ITA) / Ersatz für Val
d'Isère (FRA)
2. Slalom der Herren: 2. Durchgang
LIVE: Montag, 22.12.2008 - 12.55 Uhr -
SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Alta Badia (ITA) / Ersatz für Val
d'Isère (FRA)
2. Slalom der Herren: 2. Durchgang
LIVE: Montag, 22.12.2008 - 13.00 Uhr -
Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Alta Badia (ITA) / Ersatz für Val
d'Isère (FRA)
2. Slalom der Herren: 2. Durchgang
Das letzte
Rennen - Slalom der Herren in Levi
Sieg für Grange in Levi!
Jean-Baptiste Grange siegt mit einer
Machtdemonstration in Levi! In einer Gesamtzeit von 1:44,49 und 0,79
Sekunden Vorsprung auf einen kaum wieder zu erkennenden Bode Miller,
legt Grange zu Beginn der neuen Saison die Slalomlatte für die
Konkurrenz sehr hoch. Grange: „Ich habe über den Sommer sehr hart
gearbeitet, habe auch am Material viel gearbeitet. Und es hat sich
ausgezahlt. … Der große Vorsprung ist eine große Überraschung, weil ich
im oberen Teil einen schweren Fehler hatte.“
Bode Miller überrascht mit einem
„intelligenten“ Ritt auf dem vom Vater Kostelic schwierig gesetzten
Kurs, der viele Ausfälle fordert. Doch Miller verspricht noch mehr: „Es
fühlt sich für mich nicht an wie eine Explosion. Es waren einige Fehler
dabei, vor allem im ersten Durchgang. Wenn ich mein bestes Skifahren
zeige, dann geht es noch besser. Der Druck ist noch unterhalb der Tore,
nicht oberhalb. Da ist noch einiges drin und das ist positiv für mich.“
Nach den frühen Ausfällen von Benjamin
Raich und Reinfried Herbst liegt es an Mario Matt, die Ehre der
Österreicher mit Platz 3 (+ 0,93) aufrecht zu halten. Einigermaßen
zufrieden meint er nach dem Rennen: „Das Tor oben war schon ein bisserl
eigenartig. Ich hab mir das auch etwas leichter vorgestellt. Gott sei
Dank ist es bei mir gut ausgegangen. Ich war schon im Training sehr
schnell, hatte aber im ersten Durchgang auf den eisigen Stellen einige
Probleme.“
Ein Traumcomeback feiert der einzige
Schweizer des zweiten Durchganges. Silvan Zurbriggen. Er geht mit Platz
21 aus dem ersten Lauf ins Rennen und katapultiert sich mit Laufbestzeit
im zweiten Durchgang auf Platz 4 – nur 13 Hundertstel fehlen ihm auf das
Stockerl!
Ivica Kostelic (CRO, +1,08) schafft
die vorgenommene Aufholjagd auf dem Kurs seines Trainervaters nicht und
muss sich mit dem guten 5. Rang begnügen. Hinter ihm endlich wieder 2
Schweden in den Top Ten: auf den Plätzen 6 und 7 Andre Myhrer (+1,10)
und Mattias Hargin (+1,32).
Steve Missillier (+1,33) wird als
zweitbester Franzose 8., während Landsmann Julien Lizeroux nach
durchwachsener Fahrt auf Platz 15 zurück rutscht – Rückstand 2,03
Sekunden.
Als 22. nach dem ersten Durchgang
schafft Mitja Dragsic den Sprung in die Top Ten und wird mit 1,67
Sekunden Rückstand 9.
Die besten 10 komplettiert der
Vorarlberger Patrick Bechter (+1,46). Er musste in der Vorwoche im
starken österreichischen Slalomteam noch interne Qualifikation fahren,
um überhaupt nach Levi mitgenommen zu werden. Trotz den schmerzhafen
Ausfällen von Raich und Herbst, dürfen die Österreicher auf ein gutes
Mannschaftsergebnis mit Manfred Pranger auf Platz 11 und Wolfgang Hörl
auf Platz 13 blicken. Natürlich hätte man gerade von Leuten wie Raich
und Herbst, aber auch vom jungen Marcel Hirscher, der die Qualifikation
für den zweiten Durchgang nicht geschafft hat, mehr erwartet. Doch der
heutige Lauf und vor allem die extrem knappen Zeitabstände nach dem
ersten Durchgang verlangten heute vollen Angriff. Nicht nur um einen
Spitzenplatz zu ergattern – vor allem auch, um nicht nach hinten
durchgereicht zu werden. Alles oder nichts hieß das Prinzip und dies
ging für viele Läufer nicht auf, wie die hohe Ausfallquote beweist.
Schon fast kurios: wir finden keinen Italiener im Endclassement!
Höchst erfreulich jedoch das Ergebnis
aus deutscher Sicht: hatte man nach dem ersten Durchgang noch den quasi
Ausfall von Felix Neureuther (hatte nach einem Steher keine Chance mehr
auf den zweiten Durchgang) zu betrauern, darf man sich über den guten
16. Platz von Stefan Kogler und den 19. Platz von Dominik Stehle freuen.
Hoffentlich 2 Versprechen für die Zukunft – die WM in Garmisch 2011
naht!
Nun übersiedelt der Weltcuptross nach
Amerika, wo uns sicher wieder spannende Rennen erwarten!
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: C.
Egger
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
1. Jean-Baptiste Grange FRA 1:44,49
2. Bode Miller USA 1:45,28
3. Mario Matt AUT 1:45,42
4. Silvan Zurbriggen SUI 1:45,55
5. Ivica Kostelic CRO 1:45,57
6. Andre Myhrer SWE 1:45,59
7. Mattias Hargin SWE 1:45,81
8. Steve Missilier FRA 1:45,82
9. Mitja Valencic SLO 1:45,83
10. Patrick Bechter AUT 1:45,95
Historisches Debakel
Vor zwei Jahren gab es im Slalom das schlimmste ÖSV-Debakel seit 1986.
Nur Aushängeschild Raich hatte vor
zwei Jahren als Dritter die
Qualifikation für den zweiten Durchgang geschafft. Der Pitztaler war auf
dem Weg zum Podest, fädelte jedoch im Schlussabschnitt ein - die totale
Pleite des "Power-Teams" war perfekt. Auch wenn damals zum Unvermögen
sehr viel Pech hinzugekommen ist, gelernt haben die Österreicher aus
diesem Tag auf jeden Fall. Denn Chefcoach Giger hatte nach dem Debakel
auch eventuelle Fehler bei der Vorbereitung eingestanden, nämlich, dass
seine Truppe "vielleicht zu viel bei sehr guten Verhältnissen" trainiert
hätte. Und das hat sich seitdem geändert.
Auch in der letzten Saison schaffte
nur Reinfried Herbst als Vierter den Sprung in die Top 10. Im ersten
Durchgang scheiterten bereits Favorit Benjamin Raich. Die Österreicher
Mario Matt und Manfred Pranger schieden auf dem Weg zu möglichen
Top-10-Plätzen im 2. Durchgang aus.
Den Slalom in Alta Badia gibt es erst seit 2006 als Nachfolger für das
Flutlichtrennen von Madonna. Der Start erfolgt im Schlussteil des
Steilhangs, dann geht es relativ flach Richtung Ziel dahin. "Das ist ein
Slalom, bei dem man voll attackieren muss", so Höflehner. Allzu sehr
gewöhnen müssen sich die Läufer aber an den Slalom nicht, denn in der
kommenden Saison wird das Rennen nicht mehr auf dem Programm stehen.
Dominik Stehle: "Ich schaue immer von
Rennen zu Rennen"
Skiweltcup.info:
Hallo
Dominik, beim letzten Weltcup Slalom in Levi hast Du Alle mit Platz 19
überrascht. Wie sind deine Erwartungen für den Slalom in Val d’Isere ?
Dominik Stehle: Das Rennen in
Levi hat mich selbst auch ein wenig überrascht. Natürlich habe ich
gewusst dass ich schnell Skifahren kann. Aber bei einem solchen Rennen
muss einfach alles passen - vor allem im ersten Durchgang. Denn mit
Startnummer 68 hat man nicht immer die Möglichkeit sich unter die ersten
30 zu fahren. Die Pistenverhältnisse in Levi waren sensationell. Hält
die Piste hier in Val d'Isere genauso gut, dann ist mit einem guten Lauf
wieder alles drin.
Skiweltcup.info:
Hier in Val
d’Isere steht in ein paar Wochen die Ski Weltmeisterschaft 2009 auf dem
Programm. Hat dich das WM Fieber schon gepackt ? Wie siehst Du deine
Chancen dabei zusein ?
Dominik Stehle: Nein, das WM
Fieber hat mich noch nicht gepackt, denn ich schaue immer von Rennen zu
Rennen. Bis dahin sind noch viele wichtige Wettkämpfe. Aber es wäre
natürlich ein Traum bei der WM starten zu dürfen. Wenn die Leistung
stimmt, stehen die Chancen gut. Aber das liegt jetzt an mir.
Skiweltcup.info:
Wie schaut
dein Programm für die nächsten Wochen aus ? Stehen neben den
Weltcupslaloms auch Europacuprennen auf dem Programm ?
Dominik Stehle: Wir fahren
direkt nach dem Slalom in Val d'Isere heim. Montag und Dienstag steht
ein Konditionstraining auf dem Programm. Danach werden wir uns am
Oberjoch auf die kommenden Europacup Slaloms vorbereiten. In Obereggen &
Pozza di Fassa gilt es dann Europacup Punkte zu sammeln.
Skiweltcup.info:
Dein Vater
Peter Stehle war WM Teilnehmer 1978 in Garmisch Partenkirchen.33 Jahre
später findet 2011 wieder eine WM in Garmisch Partenkirchen statt. Du
bist dann 25 Jahre und im besten Alter für einen Slalomfahrer. Sind die
langfristigen Planungen bereits auf dieses Fernziel ausgerichtet ?
Dominik Stehle: Eine
Weltmeisterschaft im eigenen Land ist etwas ganz besonderes. Die WM in
Garmisch motiviert mich außerordentlich. Ich werde alles daran setzen,
dort dabei zu sein. Langfristige Planungen sind auf jeden Fall auf
dieses Ziel ausgerichtet.
Skiweltcup.info:
Wie ist der
Zusammenhalt im neuen deutschen Slalomteam. Unternehmt ihr in euerer
Freizeit auch mal was gemeinsam (Felix Neureuther, Stefan Kogler und Du)
?
Dominik Stehle: Wir wohnen etwas weit voneinander weg. In der
Trainings- und Rennfreien Phase ist jeder Zuhause und versucht sich zu
entspannen. Bei uns im Team ist aber eine super Stimmung, wir verstehen
uns alle sehr gut. Wenn wir unterwegs sind haben wir neben dem Training
viel Spaß. Das gehört dazu & hilft uns abzuschalten, damit wir beim
Training & bei den Rennen immer wieder mit voller Konzentration bei der
Sache sind. Skifahren ist zwar ein Einzelsport, aber eine gute Stimmung
untereinander hilft jedem.
Skiweltcup.info:
Wie
verbringst Du ansonsten deine Freizeit – welche Hobbys hast Du und wie
kannst Du am besten entspannen ?
Dominik Stehle: Ich bin in
meiner Freizeit bei mir daheim im Allgäu. Im Winter ist die Freizeit
eher knapp. Aber am besten entspannen kann ich daheim bei meiner
Familie, meiner Freundin & meinen Freunden. Neben dem Sport habe ich im
März ein Studium an der Fachhochschule Ansbach aufgenommen. Das
bezeichne ich zwar nicht als mein Hobby, aber es verkürzt mir natürlich
die Freizeit
BLICK
ZURÜCK SAISON 2007/08 Grange gewinnt Slalom in Alta Badia
Premieren-Sieg beim Slalom von Alta Badia: Der
Franzose Jean-Baptiste Grange feierte mit Laufbestzeit in beiden
Durchgängen seinen ersten Erfolg im Weltcup und übernahm auch die
Slalom-Weltcupführung. "Ich bin sehr glücklich. Es war das erste Mal,
dass ich nach einem ersten Durchgang geführt habe. Ich war natürlich ein
bisschen nervös, dass ist normal." Groß war auch die Freude beim
Deutschen Felix Neureuther der sich durch zwei starke Läufe den zweiten
Rang sichern konnte. Beim dritten Podiumsplatz seiner Karriere fehlten
Neureuther 0,74 Sekunden zu seinem ersten Weltcup-Sieg. Dritter wurde
der Amerikaner Ted Ligety. Reinfried Herbst landete als bester
Österreicher auf Rang vier und fuhr somit sein bestes Saisonergebnis
ein. Der Jungvater verhinderte damit ein ähnliches ÖSV-Debakel wie beim
Totalausfall im Vorjahr. Die Österreicher Mario Matt und Manfred Pranger
schieden auf dem Weg zu möglichen Top-10-Plätzen im 2. Durchgang aus.
Alexander Koll verbesserte sich im zweiten Durchgang von Platz 29 auf
den 16. Rang. Als bester Schweizer plazierte sich Marc Gini auf Rang 7.
Gini, der nach dem ersten Lauf als bester Eidgenosse lediglich Rang 17.
belegte, profitierte von etlichen Ausfällen. So schieden unter anderen
auch die topklassierten Schweden Markus Larsson und Andre Myhrer im 2.
Lauf aus. Im ersten Durchgang scheiterten bereits Favorit Benjamin Raich
oder Marc Berthod.
Saison 2005/06:
- Slalom in Alta Badia
Markus Larsson gewinnt Slalom in
Alta Badia
Der Schwede Markus Larsson feiert beim 3.
Weltcupslalom der Saison 2006/07 in Alta Badia den 2. Weltcup-Sieg
seiner Karriere und konnte sein Glück kaum fassen: "Ich bin wirklich
glücklich. Ich versuche nicht zu viel vor den Rennen nachzudenken. Für
mich ist es wichtig das ich einfach gut Ski fahren. Wir haben sehr gute
Trainer und haben uns auch sehr gut auf die Saison vorbereitet. In
unserem schwedischen Team haben wie viele Talente die uns auch unter
Druck setzen. Aber zu Zeit läuft einfach alles super." Die Plätze auf
dem Podest teilte dich der Schwede mit dem Zweitplazierten US-Amerikaner
Ted Ligety und dem Kroaten Ivica Kostelic auf Rang 3. Der
Halbzeitführende Franzose Stephane Tissot schied nach einem Sturz im
Finallauf aus. Nicht zufrieden waren auch die Verantwortlichen des Swiss
Ski Team. Als Einziger tauchte Silvan Zurbriggen auf Position 18 im
Klassement auf. Marc Gini schied als 16. des ersten Laufes aus, die
übrigen Swiss-Ski-Athleten hatten es nicht in den zweiten Durchgang
geschafft. Die deutsche Hoffnung Felix Neureuther, im Slalom zuvor in
Beaver Creek Dritter, fiel nach Rang sechs im ersten Durchgang nach
einem Fahrfehler im zweiten Lauf auf Rang 18 zurück (1:45,98). Alois
Vogl und Stefan Kogler waren im 1. Durchgang ausgeschieden. Mit einer
historischen ÖSV-Pleite schlittert das Herren-Team immer weiter in die
Krise. Erstmals seit 1986 schaffte es in einem Weltcup-Slalom kein
Österreicher in die Punkteränge. Benjamin Raich qualifiziert sich als 3.
als einziger ÖSV-Läufer für den 2.Durchgang, wo er aber mit
Zwischenbestzeit kurz vor dem Ziel einfädelt. „Das schaut nicht gut aus
und ist auch blöd. Ich bin natürlich enttäuscht aber das ist Ski fahren.
Man muss das wegstecken. Wenn man nicht Gas gibt kann man auch nichts
gewinnen. Es war nicht schlecht im zweiten Lauf, dann aber kam der blöde
Einfädler“ rechtfertigte sich ein doch sehr enttäuschter Raich im ORF
Interview.
1. Markus Larsson SWE 1:44,51
2. Ted Ligety USA 1:44,70
3. Ivica Kostelic CRO 1:44,99
4. Girogio Rocca ITA 1:45,13
5. Kalle Palander FIN 1:45,14
6. Julien Lizeroux FRA 1:45,18
7. Akira Sasaki JPN 1:45,22
Saison 2005/06:
- in Madonna di Campiglio Rocca gewinnt Slalom von Madonna di
Campiglio
Giorgio Rocca gewinnt nach dem Slalom von Beaver
Creek auch das Nightrace von Madonna di Campiglio. Er sorgte damit genau
zehn Jahre nach dem letzten von insgesamt drei Alberto-Tomba-Erfolgen
wieder für einen Heimsieg. Für Rocca, der im unteren Teil des zweiten
Durchgangs ganz groß auftrumpfte, war es der achte Weltcup-Erfolg, der
achte im Slalom. Gleichzeitig liegt der Mann aus Livigno in der Nähe
Bormios mit zwei Siegen in zwei Saison-Slaloms und dem Maximum von 200
Punkten souverän an der Spitze des Slalom-Weltcups. Benny Raich, der zur
Halbzeit noch in Führung lag musste sich mit einem zweiten Rang begnügen.
Raich im Ziel: "Es war heute nicht so schlecht, speziell im oberen Teil
bin ich gut gefahren, unten habe ich ein bisserl nachgelassen, ich habe
den Steilhang nicht so gut erwischt. Aber es war schon okay, ich bin
zufrieden." Den 3. Platz sicherte sich der Finne Kalle Palander vor dem
Kanadier Thomas Grandi und dem Franzosen Jean-Pierre Vidal. Auf den Rängen
6 bis 10 folgen Ted Ligety (USA), Ivica Kostelic (Kroatien), der
Überraschungs-Achte Reinfried Herbst (Österreich), Patrick Thaler aus
Italien und der zehnt Platzierte Markus Larsson aus Schweden. Von den
anderen Österreichern konnte sich nur noch Rainer Schönfelder, der mit
Abstimmungsproblemen zu kämpfen hatte, als 16. in den Punkterängen
platzieren. Topfavoriten wie Manfred Pranger und Mario Matt schieden
bereits in Lauf eins aus. Bode Miller (USA) folgte im zweiten Durchgang,
der US-Amerikaner fädelte ein. Silvan Zurbriggen platzierte sich als
einziger Schweizer, der den 800 km langen Weg von Val d'Isère unter die
Räder genommen hatte, im Klassement - als 18. Dabei hatten - dank dem 22.
Rang von Marc Gini in Beaver Creek - die Schweizer erstmals wieder vier
Startplätze. Gini missglückte die Bestätigung (46. nach einem groben
Fehler), Marc Berthod schied - nach wenigen Toren - ein weiteres Mal aus,
und Daniel Albrecht verpasste als 33. die Qualifikation für den zweiten
Lauf um 17 Hundertstel. Die beiden deutschen Starter in der
Technik-Diziplin, Alois Vogl und Felix Neureuther, in Beaver Creek noch
Elfter, scheiterten bereits nach dem ersten Durchgang.
Der
Blick zurück - Saison 2004/05
jedoch in Sestriere
Miller schreibt auch in
Sestrière Geschichte
Eindrucksvoller Sieg vor Zurbriggen und Palander
Bode Miller schreibt
Geschichte! Der US Amerikaner ist zur Zeit das Maß aller Dinge, und
triumphiert auch beim Slalom von Sestrière. Er gewinnt in dieser Saison
bereits zum sechsten Mal ein Weltcuprennen und als erst zweiter Läufer
nach Marc Giradelli in allen vier Disziplinen - Slalom, RTL, Super-G und
Abfahrt ! Damit liegt er im Gesamtweltcup klar vorn. Die Kugel scheint ihm
schon vor Weihnachten keiner mehr nehmen zukönnen. Bode Miller: "Im
ersten Lauf hab ich mit meiner Startnummer ein bisschen leichter getan. Im
zweiten Lauf wollte ich aggressiver fahren, hab nur kleine Fehler gemacht.
Wenn ich so fahre, dann gewinne ich den Gesamtweltcup. Für mich keine
Überraschung, ich bemühe mich schon seit sieben Jahren um die große
Kristallkugel." Der 27-Jährige US Boy gewann in Sestrière vor dem
Schweizer Silvan Zurbriggen und Kalle Palander aus Finnland. Zurbriggen
fuhr mit Laufbestzeit vom 10. auf den fantastischen 2. Platz vor und
sicherte sich seinen ersten Podestplatz im Weltcup. Beaver-Creek- Sieger
Benjamin Raich, der das "Rote Trikot" erfolgreich verteidigte,
belegte als bester Österreicher Platz vier, Manfred Pranger wurde
Siebenter, Slalom-Weltcup- Sieger Rainer Schönfelder Neunter. Raich, der
2,31 Sekunden auf Miller einbüßte, betrachtete den Slalom mit gemischten
Gefühlen. "Mit der Platzierung bin ich zufrieden, die Leistung war
aber schlecht. Ich konnte den Ski nicht richtig gehen lassen",
betonte Raich, der die selben Probleme wie seine Teamkollegen hatte. Der
große Rückstand macht dem 26-Jährigen aber keine Sorgen: "Wir
haben noch viel Reserven." Bester Deutscher in Sestriere war Alois
Vogl auf Rang zwölf. Neureuther, der nach dem 1.Lauf noch auf Platz vier
lag, fiel nach einem schweren Fahrfehler auf den 25. Platz zurück. Der
Herren-Weltcup setzt seine italienische Woche am Freitag (Abfahrt) und
Samstag (Super-G) in Gröden bzw. am Sonntag (Riesentorlauf) in Alta Badia
fort. Die Plätze 1 bis 10 verteilten sich wie folgt: 1. Bode Miller
(USA) 1:39,03. 2. Silvan Zurbriggen (SUI) 1,27 zurück. 3. Kalle Palander
(FIN) 1,41. 4. Benjamin Raich (AUT) 2,31. 5. Akira Sasaki (JAP) 2,32. 6.
Tom Rothrock (USA) 2,50. 7. Manfred Pranger (AUT) 2,53. 8. Manfred Mölgg
(ITA) 2,64. 9. Rainer Schönfelder (AUT) 2,75. 10. Johan Brolenius (SWE)
2,80.
1.Platz: Bode Miller
2. Platz: Silvan Zurbriggen
3. Platz: Kalle Palander
4. Platz: Benjamin Raich
Der
Blick zurück - Saison 2003/04 - in Madonna di Campiglio Kostelic feiert
Slalomsieg in Madonna di Campiglio
Felix Neureuther sensationeller Achter !
Sieger in Madonna di Campiglio
Ivica Kostelic (CRO)
Ivica Kostelic feierte
im italienischen Madonna di Campiglio seinen 7. Slalom Weltcupsieg. Trotz
des Sieges wollte im Lager des Kroaten keine rechte Freude aufkommen.
Kostelic hatte sich eine Knieverletzung zugezogen und musste noch im
Zielraum behandelt werden. Nähere Informationen zu der Verletzung liegen
noch nicht vor. Denn zweiten Platz auf dem Stockerl sicherte sich der
Italiener Giorgio Rocca vor dem Österreicher Manfred Pranger der nach dem
1. Durchgang noch in Führung lag. Auf den Rängen 4 bis 10 folgten:
Benjamin Raich (AUT - 4.Platz), Manfred Moelgg (ITA - 5.), Rainer
Schönfelder (AUT - 6.), Kilian Albrecht (AUT - 7.), Felix Neureuther (GER
- 8.), Mitja Valencic (SLO - 9.) und Chip Knight (USA - 10.). Besonders
erfreulich und schon fast sensationell ist das Abschneiden der DSV Fahrer
zusehen. Der mit Startnummer 44 ins Rennen gegangene Felix Neureuther
platzierte sich auf Rang 8, Alois Vogel konnte sich über einen 16. Rang
freuen.
Platz 2: Giorgio
Rocca
Platz 3: Manfred
Pranger
Platz 4: Benjamin
Raich
Platz 8: Felix
Neureuther
Der
Blick zurück - Saison 2002/03 - KO-Slalomrennen in Sestriére
Ivica Kostelic gewinnt
1. KO Slalom der Männer in Sestriere
Der Kroate Ivica
Kostelic gewann den ersten KO Slalom in der Geschichte des Herren Weltcups
im italienischen Sestriere. Er verwies den Italiener Georgio Rocca und den
Norweger Truls Ove Karlsen auf die Plätze 2 und 3. Auf den Rängen 4 bis
9 folgten: Hans-Petter Buraas (NOR), Jean-Pierre Vidal (FRA), Chip Knight
(USA), Harald Christian Strand Nilsen (NOR), Heinz Schilchegger (AUT) und
der im Finale ausgeschiedene Kevin Page (FRA). Der einzige DSV Starter im
Finale Markus Eberle scheiterte im 1. Zwischenlauf am Norweger Andreas
Nielsen und belegte den 25. Platz.
Finale
Rocca
Kostelic
Karlsen
1.
Ivica
Kostelic (CRO)
34,32
2.
Georgio Rocca
(ITA)
34,33
3.
Truls Ove
Karlsen (NOR)
34,57
4.
Hans-Petter
Buraas (NOR)
34,69
5.
Jean-Pierre
Vidal (FRA)
34,72
6.
Chip Knight
(USA)
34,89
7.
Harald
Christian Strand Nilsen (NOR)
34,94
8.
Heinz
Schilchegger (AUT)
35,02
ausgeschieden: Kevin Page (FRA)
Der
Blick zurück - Saison 2001/02
in Madonna di Campiglio
Madonna di Campiglio,
10.12.2001
Bode Miller gewinnt in Madonna di Campiglio
Vogel überrascht mit Platz 18
Bode Miller`s erster
Slalomsieg
Bode Miller gewinnt
den 3. Weltcup Slalom der Saison 2001/02. Nach seinem gestrigen Sieg im
Riesenslalom von Val d'Isere gewinnt der US Amerikaner seinen ersten
Weltcup Slalom überhaupt. Auf Rang 2 konnte sich der Italiener Giorgio
Rocca vor Tom Stiansen aus Norwegen platzieren. Besonders erfreulich das
Abschneiden von Alois Vogel. Mit Startnummer 68 fuhr er im ersten
Durchgang auf Platz 21 und konnte sich im Finaldurchgang bis auf Rang 18
vorschieben.