Das erste Damenslalom Rennen der WM
Saison 2008/09 endete mit einer echten Sensation.
Speed-Spezialistin Lindsey Vonn
triumphierte in Levi und sicherte sich ihren ersten Slalom Weltcupsieg
(den 14. Weltcupsieg insgesamt). Dabei sah die US Amerikanerin
zwischenzeitlich wie die grosse Verliererin aus. Nach überragender
Zwischenzeit im zweiten Lauf überdrehte sie und kam beinahe zum
Stillstand. Dank des steilen Hanges und ihrer fahrerischen Klasse fand
sie den Schwung aber derart schnell wieder, dass sie trotz des Fehlers
auch im zweiten Durchgang die Laufbestzeit erreichte.
"Ich habe einen großen Fehler gemacht
und dachte eigentlich, dass ich alles verloren hätte", so Vonn nach
ihrem Husarenritt. "Unten wollte ich dann nur einen Platz unter den Top
Fünf retten. Ich bin wahnsinnig zufrieden, kann es aber noch nicht
wirklich glauben. Das ist ein wunderschöner Tag. Nach dem Sieg muss ich
mir jetzt wohl andere Ziele für die Slalomsaison setzen."
Das Podest komplettierten die junge
Schwedin Maria Pietilae-Holmner und die Deutsche Maria Riesch. Auch
Riesch, ist eher als Speed- denn als Slalomspezialistin bekannt. Riesch
stand zwar schon dreimal auf einem Slalom-Podest, aber erst einmal
ausserhalb Levi. „Ich komme immer wieder gerne nach Levi. Natürlich hat
man, wenn man hier schon gewonnen hat auch viel Selbstvertrauen. Und das
brauch man in so einem Lauf, wo man so attackieren muss. Es ist keine
ohne Fehler runtergekommen. Aber im Endeffekt war es eine gute Fahrt von
mir mit welcher ich sehr zufrieden sein kann.“
Das deutsche Team legte beim zweiten
Rennen nach dem Auftakt in Sölden vor drei Wochen ein gutes
Mannschaftsresultat hin. Monika Bergmann aus Lam war Zehnte, die
Partenkirchenerin Fanny Chmelar landete auf dem 16. Rang, die
Bischofswiesenerin Kathrin Hölzl auf dem 19. Platz. Maria Rieschs
Schwester Susanne Riesch schied im zweiten Durchgang aus. Katharina Dürr
(Germering), Carolin Fernsebner (Ramsau), Anja Blieninger (Altenau) und
Nina Perner (Karlsruhe) hatten den Finallauf verpasst.
Die Österreicherinnen, die vor einem
Jahr einen dreifachen Sieg gefeiert hatten, mussten sich mit Rang 4 von
Nicole Hosp als bestem Resultat begnügen. Hosp war natürlich mit ihrem
Ergebnis nicht ganz glücklich: "Ich weiß ganz genau, wo ich Zeit
verloren habe. Beim Übergang ins letzte Flachstück habe ich einen
Riesenfehler gehabt. Da bin ich fast gestanden. Im ersten Durchgang ist
mir ein guter Lauf gelungen, auch der zweite war nicht schlecht, bis zum
Patzer dann."
Sonst kam nur noch Michaela
Kirchgasser als 15. ins Klassement. Die nach dem 1. Durchgang auf Rang 5
plazierte Kathrin Zettel analysierte: "Mein Ausfall war ein wenig
unglücklich. Ich wollte nach meinem Fehler im Steilhang den Ski laufen
lassen, das ist aber leider schiefgegangen. Aber wenn man Rennen
gewinnen will, muss man eben riskieren. Es ist alles knapp beisammen.
Ich habe mich aber über einen Ausfall schon einmal mehr geärgert, denn
wir sind erst am Anfang der Saison."
Die Schweizerinnen boten eine sehr
gute Leistung, obwohl die Teamleaderin Sandra Gini ihre Erwartungen
nicht zu erfüllen vermochte. Als 27. im ersten Lauf schied sie im
zweiten Lauf aus. Dagegen verblüffte Denise Feierabend auch in ihrem 2.
Weltcup-Slalom. Vom 19. Platz vor einem Jahr in Zagreb steigerte sie
sich, mit der Startnummer 43, auf Rang 13. Und auch Rabea Grand war noch
nie so gut klassiert. In 20 Weltcup-Slaloms war sie dreimal in den
Zwanziger-Ränge gefahren. Jetzt fehlten nur acht Hundertstel zu einer
Top-Ten-Klassierung. Zehnte war Rabea Grand schon einmal in einer
Superkombination gewesen.
Vonn führt überraschend beim
Slalomauftakt in Levi
Ohne Marlies
Schild, die
Slalomkönigin
der letzen
Jahre, starteten
die Damen im
finnischen Levi
in die
Slalomsaison
2008/09.
Nach dem 1.
Durchgang führt
völlig
überraschend die
US Amerikanische
Gesamtweltcupsiegerin
Lindsey Vonn in
einer Zeit von
53,61 vor der
Österreicherin
Nicole Hosp
(+0,22 Sekunden)
und der Schwedin
Maria
Pietilae-Hollmer
(+0,38 Sekunden)
Diese
Zwischenführung
überraschte auch
Lindsey Vonn:
„Ich weiß nicht
was heute
passiert ist. Im
Vorjahr war ich
im Slalom nie
unter den besten
Zehn. Ich habe
im Sommer viel
Slalom trainiert
und mein Ski,
hat im Steilhang
viel Grip
gehabt. Aber
noch ist nichts
gewonnen auch
wenn ich sehr
zufrieden bin.“
Im steilen Teil
sei es sehr
schwierig zu
fahren, meinte
Nicole Hosp über
die Strecke. Sie
habe oben etwas
Zeit verloren.
Kathrin Zettel
sah ihren Lauf
ähnlich: "Im
Großen und
Ganzen war der
Lauf in Ordnung.
Ein paar kleine
Fehler habe ich
eingebaut. Es
ist hier sehr
schwierig zu
dosieren, denn
man darf nicht
zu viel bremsen,
aber den Ski
auch nicht zu
viel gehen
lassen."
Hinter diesen
beiden klafft,
aus
österreichischer
Sicht, jedoch
ein großes Loch,
schaffte doch
außer Michaela
Kirchgasser
(22.) keine
ÖSV-Läuferin den
Sprung ins
Finale.
Mit einer
starken
Vorstellung
plazierte sich
die Deutsche
Maria Riesch
(+0,47) auf dem
4. Rang, gefolgt
von Kathrin
Zettel (+0,68)
aus Österreich,
die sich nach
ihrem Sieg beim
Riesenslalomauftakt
in Sölden, auch
heute Hoffnungen
auf einen
Stockerlplatz
machen kann.
Diese Hoffnung
lebt auch noch
bei den weiteren
Läuferinnen in
den Top Ten. Der
Sprung auf das
Podest ist, mit
einer beherzten
Finalfahrt auch
für Frida
Hansdotter
(Platz 6 - +0,76
Sekunden) aus
Schweden, den
beiden
zeitgleichen
Sarka Zahrobska
aus der
Tschechei und
Tanja Poutiainen
aus Finnland (
beide 7. -
+0,91) sowie
Veronika
Zuzulova (9. –
+0,98) aus der
Slowakei und der
Schwedin Therese
Borssen (10. -
+1,01) möglich.
Auf Rang elf
folgt als
zweitbeste der
neun deutschen
Starterinnen
Monika Bergmann
(Lam). Fanny
Chmelar
(Partenkirchen)
auf Rang 14,
Susanne Riesch
(Partenkirchen)
auf Rang 21 und
Kathrin Hölzl
(Bischofswiesen)
auf Rang 28
qualifizierten
sich ebenfalls
für das Finale
der besten 30.
Aus Sicht der
Schweizer bot
Denise
Feierabend eine
starke Leistung,
die mit der
Nummer 43 den
19. Rang belegt.
Sandra Gini, die
einzige
Schweizer
Gruppe-1-Fahrerin,
vermochte sich
dagegen mit
Platz 26 nur
knapp für den
zweiten
Durchgang zu
qualifizieren.
Für den zweiten
Durchgang haben
sich auch die
Südtirolerinnen
Nicole Gius
(13./+1,22),
Manuela Mölgg
(15./+1,50) und
Denise Karbon
(18./+1,67)
qualifiziert.
Mit der
Trentinerin
Chiara Costazza
steht eine
vierte „Azzurra“
im zweiten Lauf
am Start. Sie
wurde mit 1,64
Sekunden
Rückstand 16.
Das letzte
Rennen - Slalom Weltcupfinale der Damen in Bormio
Spiel, Satz und Sieg im Slalom für
Schild
Marlies Schild holt sich mit einem knappen Sieg im
heutigen Abschlussslalom in souveräner Manier die Weltcupkugel im
Slalom. Sie rettet damit die Ehre der Erfolgsverwöhnten ÖSV-Mädels, die
im letzten Winter noch alle Kugeln mit nach Hause nehmen durften, sich
heuer jedoch mit dieser einen zufrieden geben müssen.
Nur 7 Hundertstel hinter Schild fähr Veronika
Zuzulova auf Platz 2 und somit auch noch unter die besten drei im Slalom
Weltcup. Sarka Zahrobksa scheitert einmal mehr an ihrem Unternehmen
„erster Weltcupsieg“ und muss sich mit Platz 3 zufrieden geben.
Nicole Hosp scheitert nach etlichen kleineren
Fehlern am Podest und mit Platz 4 kann sie Teamkollegin Schild die
kleine Kugel nicht mehr streitig machen. Chiara Costazza ist diejenige,
die den Lauf im zweiten Durchgang nach Ausgangsplatz 9 erstmal so
richtig anzündet und sie kann sich noch auf den 5. Gesamtrang
vorschieben.
Therese Borssen beschließt die Saison mit einem
guten 6. Platz und auch für Monika Bergmann dürfte der Winter mit Platz
7 einen versöhnlichen Ausklang gefunden haben.
Tanja Poutiainen verliert mit Platz 8 etliche
Punkte im Slalomweltcup und muss sogar noch das Podest in der
Disziplinenwertung räumen. Maria Pietlilae-Holmner verteidigt mit Platz
9 ihren Top Ten Platz.
Erfreulich auch noch aus österreichischer Sicht das
Lebenszeichen von Michaela Kirchgasser, die es noch auf Platz 10 schafft
und wäre nicht dieser schwere Fehler gewesen, hätte ein noch viel
besseres Resultat gewunken. Ebenso für Kathrin Zettel, die mit sehr
guter Zwischenzeit knapp vor dem Ziel ausscheidet.
Endgültig gratulieren darf man Lindsay Vonn zum
Gesamtweltcup. Nicht (nur) weil Maria Riesch leider im zweiten Durchgang
– wie so viele andere – ausscheidet, sondern weil Vonn eine bestechende
Leistung im Slalom zeigt und noch auf Platz 11 vor fährt. Eine
vollendete Schifahrerin und würdige Gesamtweltcupsiegerin.
Vorerst gratulieren wir aber der alten und neuen
Slalomweltcupsiegerin Marlies Schild auf das Herzlichste und lenken nun
wie diese unsere Aufmerksamkeit auf die Entscheidung beim RTL der
Herren.
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
1. Marlies Schild AUT 1:52,78
2. Veronika Zuzulova SVK 1:52,85
3. Sarka Zahrobska CZE 1:53,02
4. Nicole Hosp AUT 1:53,08
5. Chiara Costazza ITA 1:53,12
6. Therese Borssen SWE 1:53,57
7. Monika Bergmann GER 1:53,85
8. Tanja Poutiainen FIN 1:53,97
9. Maria Pietilä-Holmner SWE 1:54,09
10. Michaela Kirchgasser AUT 1:54,92
Slalomauftakt
der Damen in
Levi
Das
ÖSV-Damen-Aufgebot
wird von Nicole
Hosp, 2007/08
Zweite im
Slalom-Weltcup,
und
Sölden-Siegerin
Kathrin Zettel
angeführt. Dazu
sind noch
Michaela
Kirchgasser,
Elisabeth Görgl,
Kathrin Triendl
und Simone
Streng beim
ersten Slalom
der Saison am
Start.
Bei den Damen
fehlt mit der
verletzten
Marlies Schild
die
Top-Favoritin.
Pum: „Wir
jammern nicht,
mit Kathrin
Zettel und Niki
Hosp haben wir
zwei heiße Eisen
am Start.“
Bahn frei in
Finnland also
für all jene,
die sich in den
vergangenen
Wintern meist
der
Ausnahmekönnerin
aus Salzburg
geschlagen geben
mussten. Die
zweifache
Slalom-Vizeweltmeisterin,
die 18 ihrer 20
Weltcupsiege in
ihrer
Spezialdisziplin
gefeiert hat,
wird sich die
Rennen trotz
aller seelischen
und körperlichen
Schmerzen im TV
ansehen.
"Weh tut mir
zwar was
anderes, aber
sicher fällt mir
das Zusehen
nicht leicht.
Denn ich weiß,
dass ich in Levi
mit vorne dabei
gewesen wäre",
blickt Schild
dem Rennen
tapfer entgegen.
"Mitzufahren
macht nun einmal
mehr Spaß als
daheim zu
sitzen. Aber ich
kann es nicht
ändern", meinte
die 27-jährige
Skirennläuferin
zu Hause in
Österreich,
während sich
ihre Kolleginnen
in Finnland
vorbereiteten.
Tipps, wer ihre
Nachfolge
antritt, will
sie nicht
abgeben: "Dazu
habe ich die
anderen nicht
oft genug
gesehen. Aber
eines glaub' ich
schon: dass die
Slowakin
Veronika
Zuzulova heuer
ihr erstes
Rennen gewinnen
wird.“
Die Finnin Tanja
Poutiainen und
die Slowakin
Veronika
Zuzulova sind
auch bei bwin
die
Top-Favoritinnen
am Samstag. Hosp
wird von den
Buchmachern vor
der Tschechin
Sarka Zahrobska
und Zettel auf
Platz drei
gereiht.
Michaela
Kirchgasser
werden
Außenseiterchancen
eingeräumt.
Das deutsche
Aufgebot für den
Damen-Slalom
umfasst
insgesamt neun
Athletinnen –
Monika Bergmann
(SV Lam), Anja
Blieninger (TSV
Altenau), Fanny
Chmelar (SC
Partenkirchen)
Katharina Dürr
(SV Germering),
Carolin
Fernsebner (SK
Ramsau), Kathrin
Hölzl (WSV
Bischofswiesen),
Nina Perner
(Rheinbrüder
Karlsruhe),
Maria Riesch (SC
Partenkirchen),
Susanne Riesch
(SC
Partenkirchen) -
damit stellt der
Deutsche
Skiverband (DSV)
im
internationalen
Vergleich die
zahlenmäßig
stärkste
Mannschaft.
Neben Maria
Riesch besitzt
Monika Bergmann
die besten
Chancen auf ein
gutes Ergebnis.
Auch Kathrin
Hölzl, die im
Riesenslalom zur
Weltspitze
gehört, hat im
Slalom schon
starke
Leistungen
gezeigt. Mit
einigem
Herzklopfen
dürfte Anja
Blieninger (27)
in Levi an den
Start gehen. Es
ist ihr Comeback
nach zwei
schweren
Verletzungen.
Das letzte
Rennen hatte sie
im Februar 2006
bestritten.
Bei den Frauen
werden am
Samstag Sandra
Gini, Aline
Bonjour, Aita
Camastral, Rabea
Grand, Denise
Feierabend und
Marianne
Abderhalden im
Schweizerdress
versuchen, die
Slalomtore so
schnell wie
möglich zu
durchfahren.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2006/07:
Schild führt österreichischen 3fach
Sieg an
Die Österreicherin Marlies Schild gewann am Samstag
den Damen-Slalom in Levi mit Laufbestzeit in beiden Durchgängen
überlegen vor ihren Teamkolleginnen Nicole Hosp und Kathrin Zettel.
Michaela Kirchgasser komplettierte als Siebente das tolle
Mannschaftsergebnis der Österreicherinnen.
Marlies Schild nach dem
Rennen im Zielraum: "Ich war auch im zweiten Lauf nicht ganz locker und
war auch ein bisschen nervös. Aber mit dem Sieg wird sich das sicher
legen. Ich bin sehr gut in Form, habe heute aber noch nicht alles
gezeigt. Aber wenn man gewinnt, darf man sich nicht beklagen."
Mit Ana Jelusic aus Kroatien auf Platz 4 und vor allem Susanne Riesch aus
Deutschland machten zwei jung Rennläuferinnen auf sich aufmerksam. Die
18 Jahre alte Partenkirchenerin erreichte bei ihrem zweiten
Weltcup-Start im Slalom den fünften Platz. Im Ziel hatte die kleinere
Schwester von Maria Riesch 1,64 Sekunden Rückstand auf Siegerin Marlies
Schild.
Monika Bergmann- Schmuderer aus Lam belegte Rang sechs. Das
starke DSV Ergebniss rundete Annemaria Gerg aus Lenggries als Elfte ab.
Maria Riesch landete bei ihrem Comeback auf Platz 22.
Eine Enttäuschung
setzte es hingegen für die Skandinavierinnen. Die als grosse Favoritin
für den Gesamtweltcup gehandelte Anja Pärson musste sich mit Rang 12 als
drittbeste Schwedin bescheiden.
Noch schlechter erging es Tanja Poutiainen: Die Einheimische fuhr vor den Augen tausender finnischer
Fans nur auf Rang 14. Poutianinen war allerdings grippegeschwächt ins
Rennen gegangen.
Die drei gestarteten Schweizerinnen seien gut drauf,
meinte Technik-Trainer Hans-Ueli Bösch. Das Rennen war für Rabea Grand,
Sandra Gini und Jessica Puenchera allerdings bereits nach wenigen
Fahrsekunden vorbei. Grand und Gini schieden kurz vor oder nach der
Zwischenzeit aus, Puenchera absolvierte nur gerade ein paar Tore.
Auch
für die Südtiroler Läuferinnen begann die Weltcupsaison enttäuschend.
Nicole Gius wurde 23., Manuela Mölgg kam auf Platz 24. Denise Karbon aus
Kastelruth schied im ersten Lauf nach guter Zwischenzeit aus. Beste „Azzurra“
war Annalisa Ceresa auf Platz 19.
1. Marlies
Schild AUT 1:45,66
2. Nicole Hosp AUT 1:46,46
3. Kathrin Zettel AUT 1:46,83
4. Ana Jelusic CRO 1:46,92
5. Susanne Riesch GER 1:47,30
6. Monika Bergmann-Schmuderer GER 1:47,44
7. Michaela Kirchgasser AUT 1:47,52
BLICK
ZURÜCK SAISON 2005/06:
Kostelic
gewinnt Nachtslalom im finnischen Levi
Wenn es noch eines Beweises an der
Slalom-Überlegenheit der vierfachen Olympiasiegerin bedurft hätte,
Kostelic hätte diesen in Levi erbracht.
Bei Schneetreiben legte die
24-Jährige zwei Laufbestzeiten hin und siegte mit dem größten Vorsprung
seit über drei Jahren. Die Kroatin setzte sich in 1:37,52 Minuten vor der
Schwedin Anja Pärson durch, die 1,47 Sekunden mehr benötigte.
Dritte des
Weltcup-Rennens wurde die Österreicherin Kathrin Zettel. "Ich habe nicht
mehr mit einem Stockerlplatz gerechnet. Ich hatte einen großen Fehler im
Steilhang. Dass sich das noch ausgegangen ist, ist ein Wahnsinn". Zettel
kam als einzige Österreicherin in die Wertung, die übrigen ÖSV-Läuferinnen
schieden aus. Nicole Hosp und Elisabeth Görgl im ersten Durchgang,
Michaela Kirchgasser und Marlies Schild im zweiten.
Mit ihrem 28.
Weltcup-Sieg dürfte Kostelic der Sieg im Slalom-Weltcup nicht mehr zu
nehmen sein. Marlies Schild, die im zweiten Durchgang ausgeschieden ist,
hat nur mehr theoretische Chancen. Die Kombinations-Olympiasiegerin von
Turin baute damit aber auch ihren Vorsprung im Gesamtweltcup auf die
Zweitplatzierte Anja Pärson aus Schweden vor den letzten fünf Rennen auf
274 Punkte aus.
Die einzige Schweizer Starterin Rabea Grand, die im ersten
Lauf mit der Startnummer 50 auf den 23. Platz vorgestossen war,
verteidigte zwar diese Position im zweiten Durchgang trotz eines groben
Fehlers, dennoch waren ihr die ersten Weltcuppunkte nicht gegönnt. Sie
fiel der Klausel zum Opfer, wonach es bei Rückständen von mehr als 8
Prozent auf die Siegerzeit keine Punkte mehr gibt.
Als beste Deutsche kam
Monika Bergmann-Schmuderer aus Lam auf den zehnten Platz.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2003/04:
Sensationssieg von Maria
Riesch im hohen Norden
Platz 1 und erster Slalomsieg
Maria Riesch (GER)
Ein heißes Rennen trotz
der eisigen Temperaturen in Finland: die Siegerin von gestern, Tanja
Poutianinen, zündet als 8. nach dem ersten Lauf den zweiten Durchgang so
richtig an und legt eine tolle Bestzeit vor, an der bereits die nach ihr
gestartete junge Italienerin Ceresa scheitert. Aber Monika Bergman (6.
nach DG 1) kann mit einem Traumlauf im oberen Teil kontern und setzt sich
an die Spitze. Gleich nach ihr startet jedoch die Österreicherin Görgl
und pulverisiert Bergmann´s Zeit. Nachdem Pärson voll auf Angriff geht
und erstmal in dieser Saison im Slalom ausscheidet und auch Koznick und
Ertl nicht an ihre Zeit herankommen, darf Görgl schon mit dem heiß
ersehnten ersten Sieg ihrer Karriere spekulieren. Doch der Younstar Maria
Riesch behält die Nerven und läßt sich auch durch einen schweren Fehler
und "beinahe Ausfall" in der Einfahrt Steilhang nicht aus der
Ruhe bringen. Sie gewinnt sensationell ihren ersten Slalom mit einem
Vorsprung von -0,32 Sek und führt so ein traumhaftes Gesamtergebnis aus
deutscher Sicht an:
Pärson´s
überraschender Ausfall bringt doch noch einen kleinen Hoffnungschimmer
für die Weltcupzweite Renate Götschl: sie hatte sich mit
Spezialslalomtraining auf Finland vorbereitet und ihr erklärtes Ziel war
es, sich wenigstens einmal für den zweiten Durchgang zu qualifizieren.
Nachdem sie dieses gestern klar verfehlte und heute bereits im ersten
Durchgang ausgeschieden war, schien der Zug "Gesamtweltcupsieg"
endgültig abgefahren zu sein. Doch nun lebt wieder ein kleines
Hoffnungsfünkchen ...
Die Damen machen
nächstes Wochenende Pause und die endgültigen Entscheidungen um die
kleinen Kugeln in den Speeddisziplinen und um die große Kugel werden erst
beim Finale in Sestriere fallen.