Sandrine Aubert gewinnt, nach dem Sieg
in Ofterschwang auch den letzten Slalom der Saison in Are. Die Französin
verwies Fanny Chmelar (GER), die mit Laufbestzeit im 2. Durchgang,
erstmals am Podest steht, um 0,06 Sek. auf Rang zwei. Den 3. Platz auf
dem Stockerl teilten sich zeitgleich die Schwedin Therese Borssen und
Sarka Zahrobska aus der Tschechei mit 0,23 Sek. Rückstand.
"Ich frage mich auch, woher diese Form
jetzt kommt. Aber so ist das halt," so die französische Tagessiegerin,
die es nicht versäumen wollte einen Glückwunsch auszusprechen: "Ich
möchte Maria Riesch zum Gewinn der Slalom-Kugel gratulieren. Ob ich im
nächsten Jahr da auch mitmischen kann, weiß ich nicht. Ich habe erst
zwei Rennen gewonnen, und man braucht ein paar Jahre, um auf das Niveau
der Spitzenfahrerinnen zu kommen."
Die Slalomweltmeisterin und
Slalom-Weltcupsiegerin Maria Riesch fiel vom zweiten auf den fünften
Rang zurück. Die 24-Jährige, die sich bereits die Kristallkugel für den
Slalom-Weltcup gesichert hatte, zeigte sich dennoch zufrieden: "Ein
tolles Ergebnis für unsere Mannschaft, auch wenn ich es selbst gerne
aufs Podium geschafft hätte." Weniger zufrieden zeigte sich ihr
Schwester Susanne Riesch, nach dem 1. Durchgang noch Sechste, viel sie
nach einem Torfehler aus.
Kathrin Zettel verbesserte sich im
Finallauf vom 14. auf den 9. Rang und ihre Teamkollegin Nicole Hosp vom
16. auf den 13. Platz.
Aline Bonjour plazierte sich als beste
Schweizerin auf dem 12. Rang. Lara Gut verbesserte sich vom 19. Rang auf
Platz 14. Die junge Tessinerin bestritt in Are den ersten Weltcup-Slalom
in ihrer Karriere. Die weiteren Swiss-Ski-Fahrerinnen Sandra Gini und
Junioren-Weltmeisterin Denise Feierabend wurden 16., respektive 19.
Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn
verpatzte den Slalom für ihre Verhältnisse total und wurde nur 18.
(+3,04 Sekunden), angesichts der drei Kristallkugeln für den
Gesamtweltcup, den Super-G und die Abfahrt wird sie dieses Ergebnis aber
wohl verschmerzen können.
Nach dem 1. Slalom Durchgang der Damen
beim Weltcupfinale in Are führt die Tschechin Sarka Zahrobska in einer
Zeit von 51.80 Sekunden vor Slalomweltmeisterin Maria Riesch (+0,31) aus
Garmisch Partenkirchen und der Französin Sandrine Aubert (+0,47).
Die Gesamtweltcupgewinnerin Lindesy
Vonn (+0,75) aus den USA plazierte sich hinter der Schwedin Maria
Pietilae-Holmer (+0,62) auf dem 5. Rang.
Als zweitbeste Fahrerin des DSV reihte
sich Susanne Riesch (+0,80) vor Anja Pärson (+0,82) aus Schweden und der
Südtirolerin Manuela Mölgg (+0,95) auf Platz 6 ein.
Die Top 10 komplettierten die Schwedin
Therese Borssen (+0,97) als 9. und Ana Jelusic (+1,05) aus Kroatien als
Zehnte.
Als beste Schweizerin auf Rang 13 geht
Sandra Gini (+1,26) in den Finallauf.
Nicht zufrieden mit ihrem Abschneiden
nach dem 1. Lauf konnten die ÖSV Fahrerinnen Kathrin Zettel (+1,37) und
Nicole Hosp (+1,51) sein. Sie mußten sich mit den Plätzen 14 und 16
zufrieden geben.
Das letzte
Rennen - Slalom der Damen in Ofterschwang
Aubert gewinnt Slalom in
Ofterschwang
Sandrine Aubert gewann völlig
überraschen den Slalom der Damen auf dem Ofterschwanger Horn und konnte
sich über den ersten Weltcupsieg in ihrer Karriere freuen. Die Französin
war zuvor noch nie auf einem Weltcup Siegespodest gestanden.
Eine Premiere auf dem Stockerl feierte
auch die zweitplazierte Frida Hansdotter (+0,43) aus Schweden. Dritte
wurde die Österreicherin Nicole Hosp die im Finaldurchgang vom 10
Zwischenrang noch auf das „Stockerl“ fuhr und sich so nach ihrer
schweren Verletzung in Zagreb eindrucksvoll im Skiweltcup
zurückgemeldet..
Da die zur Halbzeit in Führung
liegende US Amerikanerin Lindsey Vonn. mit dem Sieg vor Augen ausschied,
sicherte sich Maria Riesch, die das Rennen auf Rang 5 beendete,
vorzeitig die Slalom Weltcupkugel. Vor 33 Jahren hatte Rosi Mittermaier
letztmals die Disziplinenkugel im Torlauf nach Deutschlang geholt.
Das gleiche Schicksal wie Vonn ereilte
auch Kathrin Zettel, die nach dem 1. Durchgang auf Rang zwei lag, dann
jedoch nach einem Torfehler im Finale ausschied.
Mit Alexandra Daum zeigt eine junge
Österreicherin auf. Die 22-Jährige fuhr im Finale Laufbestzeit und
erreichte als Elfte ihr bestes Karriere-Ergebnis.
Der Deutsche Skiverband (DSV)
überzeugte beim Slalom durch eine überragende Mannschaftsleistung.
Sieben Läuferinnen erreichten den zweiten Durchgang und damit die
Punkteränge. Zweitbeste Starterin war Susanne Riesch als Sechste einen
Rang hinter ihrer Schwester.
Die weiteren Platzierungen: Fanny
Chmelar vom SC Partenkirchen wurde Zehnte, Nina Perner feierte mit Platz
14 das beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere. Riesenslalom-Weltmeisterin
Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) wurde 16., Monika Bergmann 18. und Talent
Christina Geiger aus Oberstdorf kam als 22. an. Katharina Dürr (3,34
Sekunden zurück), Barbara Wirth (3,78) und Marianne Mair (4,11)
verpassten dagegen einen Top 30-Platz.
Denise Feierabend belegte als beste
Schweizerin den 15. Platz. Die WM-Sechste von Val d'Isère und
frischgebackene Junioren-Weltmeisterin war zuvor im Weltcup erst einmal,
im letzten November als 13. in Levi, besser klassiert. Auch Sandra Gini
(24.) und Rabea Grand (25.) holten Weltcup-Punkte.
In der Weltcup-Gesamtwertung hat
Riesch 4 Rennen vor Saisonende einen Rückstand von 369 Punkten auf Vonn.
Durch den Ausfall vergab die US Amerikanerin heute die Chance, sich den
Gesamtweltcup bereits vorzeitig zu sichern.
Weltmeisterin Riesch holte sich am
Samstag in Ofterschwang mit ihrem vierten Saisonsieg die kleine Kugel im
Slalom vorzeitig. Um Platz zwei kämpfen noch Vonn, Sarka Zahrobska (CZE)
und Poutiainen.
BLICK
ZURÜCK WM 2007 in Are: Slarka Zahrobska Slalom
Weltmeisterin 2007
Sarka Zahrobska hat in Are WM-Gold im Slalom geholt
und verwies Marlies Schild und Anja Pärson knapp auf die Plätze zwei und
drei. Den Grundstein für die
Goldmedaille legte Zahrobska bereits im 1. Durchgang. Die 22jährige
schreibt damit zum zweiten Mal in Folge WM-Geschichte. Bei der WM 2005 holte
sie als erste Tschechin überhaupt eine WM-Medaille, in Are sorgte sie
nun für Tschechiens erstes WM-Gold! "Weltmeisterin, das ist ein super
Gefühl. Ich war in guter Form und bereits in den letzten beiden Rennen
am Podest. Ich habe mir hier eine Medaille als Ziel gesetzt, nicht
unbedingt Gold, aber Dritte wollte ich schon werden. Jetzt bin selbst
etwas überrascht das ich den Titel geholt habe aber das ist ein sehr
schönes Gefühl.“ Die österreichische Slalomkönigin Marlies Schild zeigte
einen starken 2. Lauf, halbierte den Rückstand auf die
Goldmedaillengewinnerin und verbesserte sich damit vom 4. Rang auf den
Silbermedaillenplatz. "Ich freu mich schon über die Silbermedaille. Aber
es war ein großer Traum von mir, da heute Gold zu machen. Ich hab mein
bestes versucht, aber es war nicht mehr drinnen. Ich habe sofort nach
meinem Lauf gemerkt, dass es nicht so gut war. Gott sei Dank ist es noch
Silber geworden." Auch für Anja Pärson erfüllte sich der Traum vom
vierten WM Gold in Are nicht. Der Schwedin fehlten am Ende 16
Hundertstel Sekunden und sie mußte sich mit der Bronzemedaille begnügen.
"Ein bisschen schade, vielleicht hätte es auch mehr sein können. Ich
hatte im zweiten Durchgang unten einen kleinen Fehler gemacht. Es ist
alles so eng zusammen in der Weltspitze. Aber ich bin wieder zurück im
Slalom und kann wieder mitkämpfen." Die Österreicherin Kathrin Zettel
(0,82) wurde, hinter der Kroatin Ana Jelusic (+0,50) Fünfte, Michaela Kirchgasser Neunte (1,62), während Riesenslalom-Weltmeisterin Nicole
Hosp nach einem verhauten ersten Lauf in der Endabrechnung nicht über
Rang 17 (2,78) hinauskam. Die ÖSV-Damen holten damit in jedem der fünf
Damen-WM-Bewerbe in Aare eine Medaille (ein Mal Gold, ein Mal Silber,
drei Mal Bronze). Die deutsche Monika Bergmann-Schmuderer bestätigte ihr
Resultat aus Durchgang eins und wurde Sechste mit einem Rückstand von
0,74 Sekunden auf Bronze. Einen starken zweiten Durchgang zeigte auch
die Schweizerin Sandra Gini, die sich vom 20. auf den 15. Platz
vorarbeitete. Besser war sie im Weltcup noch nie klassiert.
1. Sarka Zahrobska CZE 1:43,91
2. Marlies Schild AUT 1:44,02
3. Anja Pärson SWE 1:44,07
4. Ana Jelusic CRO 1:44,41
5. Kathrin Zettel AUT 1:44,73
6. Monika Bergmann-Schmuderer GER 1:44,81
7. Therese Borssen SWE 1:44,82
BLICK ZURÜCK - SAISOM 2005/06 - Slalom Saisonfinale in Are
Kostelic gewinnt Slalom von Aare
und ist Slalom Weltcupsiegerin 2005/06
Janica Kostelic aus Kroatien gewann auch den letzten
Damen-Slalom der Saison 2005/06 in Aare (SWE) vor der Österreicherin
Marlies Schild (0,87). "Kostelic macht einfach keine Fehler, fährt
konstant", meint die 24-Jährige. Die Salzburgerin verwies immerhin die
Slalom Olympiasiegerin Anja Pärson nach starkem zweiten Durchgang auf
Platz drei (1,06). Resi Stiegler (USA) überrascht mit Rang vier (1,56).
Die Nummer eins des Slalom-Weltcups stand mit Janica Kostelic bereits vor
dem letzten Rennen fest. Marlies Schild (550) belegte vor Anja Pärson
(485) den zweiten Rang.