Werner Heel nutzt die Gunst der Stunde
und seine niedrige Startnummer und fährt mit einer Zeit von 1:35,04 auf
das oberste Podest. Mit einem Rückstand von 0,43 Sekunden ist Didier
Defago (SUI) der einzige aus der Top-Gruppe, der einen Spitzenplatz
schafft. Auf Platz 3 der „Oldie“ aus Schweden, Patrik Järbyn, Rückstand
0,43 Sek.
Stark präsentiert sich wieder das
Schweizer Team: Platz 2 für Defago, Platz 4 für Ambrosi Hoffmann, der
die niedrige Nummer nutzen kann und als 10. noch Didier Cuche. Cuche war
wie alle Top-Läufer von den Bedingungen her benachteiligt. Wind und
schlechte Sicht erschwerten seine Fahrt. Eine weitere Talentprobe gibt
Youngstar Carlo Janka ab, in dem er wieder einmal mit hoher Nummer (50),
in die vorderen Plätze rast. Er wird ex aequo mit dem Österreicher Klaus
Kröll 11.
Nicht Bode Miller, sondern Marco
Sullivan ist auf Platz 5 der beste Amerikaner (+0,52 Sek). Erst an 6.
Stelle finden wir mit Stephan Görgl den besten Österreicher (+0,61). Nur
Platz 9 für den Mann im roten Trikot – Hermann Maier. Maier hatte sich
für den heutigen Super-G viel vorgenommen und die Kurssetzung des
österreichischen Trainers Kriechbaum, wäre wohl auch das seine Gewesen.
Aber auch er verlor den Kampf gegen Wind und Wetter.
Ebenso abgeschlagen ein weiterer
Sieg-Anwärter für heute: Erik Guay (CAN +0,78 Sek) nur auf Platz 7.
Beachtlich der 8. Platz des Italieners Patrick Staudacher. Bei ihm kommt
teilweise wieder leicht die Sonne hervor und mit einer tollen Fahrt kann
er die Bedingungen zu einem Top-Ten-Platz nutzen.
Prominente Opfer der Wetterlotterie
von Gröden sind unter anderem die Weltcupleader Aksel Lund Svindal und
Benni Raich. Raich liegt mit 2 Hundertstel Vorsprung auf Svindal auf
Platz 26. Bode Miller belegt Platz 15.
Morgen folgt in Gröden die Abfahrt und
man kann davon ausgehen, dass große Namen wie Walchhofer (heute 38.!),
Cuche, Miller oder auch Büchel (heute 33.) auf Revanche sinnen!
Das letzte
Rennen - SUPER G der Herren in Beaver Creek
Sieg für Svindal im Speed-Super-G
von Beaver Creek
Das Wintermärchen geht weiter. Schrieb
Aksel Lund Svindal schon gestern Schigeschichte und auch Hermann Maier
(zum wiederholten Mal) letzte Woche beim Super-G in Lake Louise – heute
schreiben die zwei Superstars gemeinsam weiter:
Aksel Lund Svindal (NOR) gewinnt nach
der gestrigen Abfahrt auch den heutigen Super-G in einer Fahrzeit von
1.13,05 Minuten. Mit etwas Respektabstand von 0,45 Sekunden hinter ihm
Hermann Maier. Und Österreich darf mit Michael Walchhofer (AUT +0,58)
als dritten noch über einen zweiten Podesplatz jubeln. Benjamin Raich
(+0,85) auf Platz 7, Hannes Reichelt (+0,93) als 10. und Georg
Streitberger als 11. runden ein gutes Mannschaftsergebnis aus
rot-weiß-roter Sicht ab.
Weiterhin stark präsentiert sich der
junge Südtiroler Christof Innerhofer. Obwohl er gesundheitlich
angeschlagen ist, schrammt er nur knapp aum Podest vorbei und wir mit 11
Hundertstel Rückstand Vierter. Nur 2 Hundertstel hinter ihm auf Platz 5
der beste Schweizer Didier Defago.
John Kucera (CAN +0,75) ist der
einzige, der die Kurssetzung des kanadischen Trainers zu seinen Gunsten
nutzen kann – Platz 6.
Sensationell auf den siebten Platz vor
fährt der Technikspezialist Ted Ligety (USA +0,85). Er muss sich den
Platz mit Benni Raich teilen. Platz 9 für den Slovenen Ales Gorza mit
0,92 Rückstand. 10. wird Hannes Reichelt (AUT +0,93), der in den letzten
beiden Jahren den Super-G in Beaver Creek gewonnen hat.
Bode Miller riskiert wieder viel und
wird mit groben Schnitzern und 1,24 Sekunden Rückstand 14. Daniel
Albrecht scheidet ebenso wie Didier Cuche aus.
Somit ist Aksel Lund Svindal exakt 1
Jahr nach seinem Horrorsturz nun der alleinige Leader im Gesamtweltcup.
Sein Wunschtraum war, in der gleichen Form wie letztes Jahr in den
Schiweltcup zurückzukehren und er selber hat es geschafft, sich diesen
Traum zu erfüllen
DSV Youngstar Peter Strodl sammelt
weiterhin Weltcuppunkte und wird 19.
Stimmen zum Rennen:
Svindal: „Wenn man gut fährt, ins Ziel kommt und die Zeit ist schlecht,
dann ist das sch... Aber so macht es natürlich viel Spaß. Ein bisschen
fehlt mir vielleicht noch, aber diese Woche war schon wieder stark. In
diesem Jahr werde ich sicher weniger an den Gesamtweltcup denken, als
vor zwei Jahren“
Maier: „Ich hab schon einiges mehr
erreicht, als ich mir vorgenommen habe. Schauen wir mal, was jetzt noch
kommt. Ich hab in dieser Saison einfach wieder mehr Vertrauen und hab
auch das richtige Material gefunden.“
Raich: „Unten hab ich den Kurs falsch
eingeschätzt. Ich hab geglaubt, dass der Kurs mehr dreht und hab da zu
viel ausgeholt. Das war letztlich die Zeit. Beim Super G muss man halt
beim ersten Mal alles richtig treffen. Wichtig ist, dass man gesehen
hat: Ich bin dabei, ich kann mit dem Speed mithalten.“
Zur Kurssetzung und zum Thema
Sicherheit sei kurz gesagt: schon wieder ein High-Speed-Super-G. Bei
einigen Läufern hielt man beim Golden Eagle Sprung kurz die Luft an –
knapp, sehr knapp wurde es bei einigen Läufern um ins nächste Tor zu
kommen bzw darum herum …
Das aus Schweizer Sicht ohnehin nicht
berauschende Rennen wurde zusätzlich noch durch den schweren Sturz von
Cornel Züger überschattet. Der 27-Jährige wurde abgehoben, prallte hart
auf den Rücken und überschlug sich mehrmals. Gemäss einer ersten
Diagnose zog sich Züger «nur» eine Gehirnerschütterung zu. Zur
Beobachtung wurder er ins Spital nach Vail geflogen.
1. Aksel Lund Svindal NOR 1:13,05
2. Hermann Maier AUT 1:13,50
3. Michael Walchhofer AUT 1:13,63
4. Christof Innerhofer ITA 1:13,74
5. Didier Defago SUI 1:13,76
6. John Kucera CAN 1:13,80
7. Benjamin Raich AUT 1:13,90
. Ted Ligety USA 1:13,90
9. Ales Gorza SLO 1:13,97
10. Hannes Reichelt AUT 1:13,98
Guay auch beim
Abschlußtraining
in Gröden erneut
Schnellster
Beim zweite und
letzte Training
für die
Weltcup-Abfahrt
auf der
Saslong-Piste im
Grödnertal
meisterte erneut
der Kanadier
Erik Guay in
1:59,00 die
Strecke als
Schnellster. Am
Ende des Tages
lag der Kanadier
diesmal 0,45
Sekunden vor
Didier Cuche aus
der Schweiz und
0,55 Sekunden
vor Marco
Sullivan aus den
USA.
Die Saslong ist
in diesem Jahr
besonders schwer
befahrbar. Die
Piste sei «von
oben bis unten
eine einzige
Schlüsselstelle»,
sagte Cuche, der
im Vorjahr in
Val Gardena den
Super-G gewann
und hinter
Michael
Walchhofer in
der Abfahrt
Zweiter wurde.
«Vor allem die
Kurve nach etwa
20 Sekunden
Fahrzeit muss
man optimal
erwischen, sonst
verliert man im
flachen Teil bis
zur Mauer enorm
Zeit», so der
Schweizer
weiter.
Aus ÖSV-Sicht
war neuerlich
Vorjahressieger
Michael
Walchhofer als
Vierter bester
Athlet. "Ich
hatte bei der
Ausfahrt Ciaslat
einen schweren
Fehler, bin
Richtung
Sicherheitsnetz
gesprungen und
musste quer
stellen",
berichtete der
Salzburger, der
nun zumindest
weiß, welche
Linie am Samstag
nicht zum Erfolg
führen wird. "In
dieser Form
funktioniert es
nicht, ich werde
im Rennen eine
vernünftigere
Linie wählen,
aber das sollte
ich hinbringen",
so Walchhofer,
der sich in
bestechender
Form fühlt.
Hermann Maier,
am Mittwoch
Vierter, verlor
am Donnerstag
als Zehnter 1,70
Sekunden und war
damit hinter
Walchhofer und
Klaus Kröll
(Neunter)
drittbester
Österreicher.
Zweitbester
Schweizer war
Didier Defago
auf Rang 7,
einen Platz
dahinter belegte
Bode Miller mit
fast eineinhalb
Sekunden
Rückstand auf
die Bestzeit
Rang 8.
Die deutschen
Männer fuhren
auch beim
zweiten
Abfahrtstraining
im italienischen
Val Gardena
hinterher.
Stephan Keppler
aus Ebingen kam
in 2:01,45 auf
den 28. Rang,
Hannes Wagner
aus Hindelang
belegte mit 3;62
Sekunden
Rückstand auf
den
Trainingsbesten
den 42. Rang.
Andreas und
Peter Strodl
(beide
Partenkirchen)
wurden
disqualifiziert.
Die Abfahrt
steht am Samstag
auf dem
Programm,
bereits am
Freitag fahren
die Männer im
Super-G um
Weltcuppunkte.
In St. Moritz
bestreiten die
Damen am Freitag
eine
Super-Kombination
mit Super-G und
Slalom, am
Sonntag folgt
der Super-G.
Erik Guay aus
Kanada fuhr beim
ersten Training
zur Weltcup
Abfahrt in
Gröden/Val
Gardena die
schnellste Zeit
und distanzierte
den Österreicher
Michael Walhofer
als Zweiten um
0,45 Sekunden.
Hermann Maier
als Vierter,
Klaus Kröll als
Siebenter und
Georg
Streitberger als
Neunter aus dem
ÖSV Team waren
ebenfalls weit
vorne zu finden.
Walchhofer, dem
Zweiten des
ersten
Zeitlaufes,
trauen alle
Konkurrenten
(vor allem
Maier) zu, dass
er das Warten
auf den ersten
österreichischen
Abfahrtssieg im
Kalenderjahr
2008 beendet, in
dem er seinen
Grödener Triumph
vom 15. Dezember
2007 wiederholt.
Auch der erste
Sieg von Kröll,
der trotz eines
Patzers auf der
vereisten
Ciaslat-Wiese
unter die Top 10
brauste, ist
fällig.
"Wir blasen zum
Angriff. Die
Strecke ist
recht lässig zu
fahren,
lediglich die
Einfahrt zur
Ciaslat-Wiese
ist ein bisschen
bockig. Das
Rennen dürfte
auch heuer
wieder
interessant
werden", freute
sich Walchhofer
auf den ersten
Europa-Abfahrtsklassiker
des Winters.
Didier Cuche
wurde als Achter
(1,13 zurück)
bester
Schweizer,
Ambrosi Hoffmann
Zehnter. «Ich
bin», so Cuche,
«zu rund
gefahren. Die
Piste ist wegen
des vielen
Schnees
einfacher als
sonst. Sie hätte
eine
aggressivere
Fahrweise
vertragen.»
Dagegen büsste
Hoffmann, bei
der Zwischenzeit
Sechster, auf
dem unteren
Abschnitt noch
sieben Zehntel
ein. Insgesamt
nehmen nur fünf
Schweizer an der
Abfahrt teil, so
wenige wie seit
Jahren nicht
mehr. Daniel
Albrecht, Marc
Berthod und
Carlo Janka
verzichten alle
auf einen Start
in der Abfahrt
und nehmen nur
am Super-G vom
Freitag teil.
1. Training zur
Weltcup-Abfahrt
in Val Gardena
vom Samstag: 1.
Erik Guay (CAN)
1:57,90. 2.
Michael
Walchhofer (AUT)
0,45 zurück. 3.
Thomas Lanning
(USA) 0,80. 4.
Hermann Maier (AUT)
0,85. 5.
Pierre-Emmanuel
Dalcin (FRA)
0,87. 6. Bode
Miller (USA)
0,91. 7. Klaus
Kröll (AUT)
1,01. 8. Didier
Cuche (SUI)
1,13. 9. Georg
Streitberger (AUT)
1,15. 10.
Ambrosi Hoffmann
(SUI) 1,29.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2007/08:
Cuche gewinnt Super G in Gröden
In einem Hundertstel-Krimi hat der Schweizer Didier
Cuche den Weltcup-Super-G im italienischen Gröden gewonnen. "Ich glaube,
es gibt doch Gerechtigkeit. Heute war das Glück mal auf meiner Seite. Es
war schön zu fahren, aber es gibt zwei ganz entscheidende Stellen. Die
hab ich scheinbar gut erwischt." Mit einer Zeit von 1:36,62 Minuten
verwies der 33 Jahre alte Abfahrts-Weltcupsieger Bode Miller um nur 0,02
Sekunden auf den zweiten Platz. Weitere 0,02 Sekunden hinter dem
Amerikaner kam der Liechtensteiner Marco Büchel auf Rang drei. Cuche
feierte damit im 250. Weltcuprennen seinen 7. Weltcupsieg. Zum dritten
Mal steht er in einem Super G ganz oben. Zuletzt gelang ihm das 2002 in
Beaver Creek. Sein Teamkollege Didier Défago verpaßte das Podest
lediglich um +18 Hundertstel und wurde Vierter. Nach dem
Dreifach-Triumph in Beaver Creek setzt es in Gröden für Österreichs
Herren eine schwere Niederlage. Benni Raich wurde als bester
Österreicher Siebenter, auf den Sieg fehlen dem Tiroler allerdings
lediglich 3 Zehntel. Hermann Maier landete mit 0,46 Sek Rückstand auf
Rang acht. Der Ebinger Stephan Keppler verpasste nach einem Fahrfehler
ein Tor und schied aus. Die Schweizer Herren feierte heute ihren 220.
Sieg in einem Weltcup-Rennen. Nummer 1 ist hier unangefochten Österreich
mit 387 Siegen. Im Super G sorgt Cuche für den 22. Erfolg für die
Eidgenossen - auch hier hat Österreich mit 59 Siegen klar die Nase
vorne. Cuche übernahm das Rote Trikot des Führenden in der
Super-G-Wertung vor Raich, im Gesamtweltcup behielt der Pitztaler die
Spitzenposition.
1. Didier Cuche SUI 1:36,62
2. Bode Miller USA 1:36,64
3. Marco Büchel LIE 1:36,66
4. Didier Defago SUI 1:36,84
5. Erik Guay CAN 1:36,86
6. Patrick Staudacher ITA 1:36,91
7. Benjamin Raich AUT 1:36,92
8. Hermann Maier AUT 1:37,08
9. Jan Hudec CAN 1:37,12
10. Hannes Reichelt AUT 1:37,15
BLICK
ZURÜCK SAISON 2005/06: Miller gewinnt Gröden-Super-G
Bode Miller ritt im Super G von Gröden am
schnellsten über Kamelbuckel und Ciaslat und konnte seinen 2. Saisonsieg
feiern. Der US-Amerikaner feierte den 23. Weltcup-Sieg, den vierten im
Super G und ist damit der erste Zweifach-Sieger der laufenden Saison.
"Das war meine bisher beste Fahrt in dieser Saison. Ich bin aggressiv
und fehlerlos unterwegs gewesen", freute sich der 29-Jährige. Miller
siegte in einer Zeit von 1:32,35 Min. vor dem Österreicher Christoph
Gruber, der Miller mit 0,64 Sek. Rückstand am nächsten kam. Den 3 Platz
auf dem Stockerl sicherte sich der Kanadier John Kucera, der damit
seinen Sensationssieg von Lake Louise bestätigte und das Rote Trikot des
Super-G-Leader erfolgreich verteidigte. Hermann Maier belegte zunächst
als zweitbester ÖSV-Läufer Rang 5, wurde dann jedoch wegen eines
Torfehlers aus der Wertung genommen. Der junge Georg Streitberger belegt
sensationell Rang 6. Die Routiniers, wie Strobl (Platz 13) oder
Walchhofer (26) blieben allerdings hinter den Erwartungen zurück. Benni
Raich vermied mit Mühe einen Sturz und verpasst mit 3,10 Sek. Rückstand
den Sprung in die Weltcup-Punkte. Acht Rennen ohne Sieg, das hatte es im
ÖSV-Männer-Lager zuletzt zwischen dem 15. Dezember 2002 und dem 5.
Januar 2003 gegeben. Die Schweizer vermochten ihr gutes Teamergebnis von
Lake Louise, wo sie im ersten Super-G der Saison die Ränge 7 bis 9
belegte hatten, nicht zu wiederholen. Cuche konnte sich als einziger
seiner Mannschaft unter die Top 10 schieben. Dies tat er aber als sehr
guter Vierter, womit er sein bestes Super-G-Ergebnis seit vier Jahren
realisierte. Den Podestplatz verpasste der Neuenburger um nur gerade
fünf Hundertstel Sekunden. Eine gute Leistung zeigte auch Silvan
Zurbriggen, der mit der hohen Nummer 51 auf den 10. Platz fuhr. Der
deutsche Stephan Keppler freute sich als Achter über das beste deutsche
Super-G-Ergebnis seit fast sechs Jahren und setzte den Aufschwung der
deutschen Skiherren fort. Mit einer nicht fehlerfreien, aber
couragierten Vorstellung lag der Ebinger 1,09 Sekunden hinter Miller.
1. Bode Miller USA 1:32,35
2. Christoph Gruber AUT 1:32,99
3. John Kucera CAN 1:33,08
4. Didier Cuche SUI 1:33,13
5. Aksel Lund Svindal NOR 1:33,23
6. Georg Streitberger AUT 1:33,28
7. Peter Fill ITA 1:33,41
Saison 2005/06: Grugger gewinnt Super G von Gröden
Der Österreicher Hans Grugger feierte heute auf der
Saslong seinen dritten Weltcupsieg - den ersten im Super G. Wieder einmal
war es kein Tag der Favoriten. Auf dem zweiten Rang folgte der Kanadier
Erik Guay vor dem Schweizer Ambrosi Hoffmann. Ein überglücklicher Hans
Grugger im Ziel: „Es ist für mich unglaublich. Ich hab gesehen, die
anderen waren bei der letzten Zwischenzeit noch knapp dabei. Ich muss
einen Riesen Dank an meine Serviceleute aussprechen, sie haben wieder
super Arbeit geleistet. Ich war schon in Sun Peaks super drauf. Auch in
Beaver Creek hab ich eine Abschnitts-Bestzeit gefahren. Aber ich hatte
immer Fehler, hab es nicht runter gebracht. Heute ist mir ein Traumlauf
gelungen. Ich bin mit der Saison vor Weihnachten bisher sehr zufrieden.“
Auf dem vierten landete der Norweger Kjetil Andre Aamodt vor seinem
Teamkollegen Aksel Lund Svindal der damit im Gesamtweltcup dem heutigen 8.
platzierten Bode Miller wieder näher rückte. Die Favoriten wussten heute
wieder einmal nicht zu überzeugen: Hermann Maier belegte Rang sechs, Bode
Miller Platz acht, Michael Walchhofer wurde Zwölfter hinter Daron Rahlves.
Ein ausführlicher Bericht folgt im laufe des Tages.
Der
Blick zurück - Saison 2004/05 Dreifach-Sieg
für Österreich: Walchhofer vor Maier und Raich
Der Salzburger Michael
Walchhofer hat am Freitag den Weltcup-Super-G im Grödnertal gewonnen und
einen Dreifacherfolg der Österreicher angeführt. Der 29-jährige
Salzburger setzte sich 12/100 Sekunden vor seinem engeren Landsmann
Hermann Maier durch, Dritter wurde der Tiroler Benjamin Raich (+0,30).
Für Walchhofer war es der erste Super-G-Sieg seiner Karriere und der
insgesamt dritte im Weltcup. Bisher hatte Walchhofer einen Weltcupsieg in
der Abfahrt und einen in der Kombination auf seinem
"Siegerkonto". Dazu natürlich WM-Gold in der Abfahrt! Sieger
Walchhofer im Ziel: " Ich bin überaus glücklich! Die nächste
Vorbereitung wird sein: Zwei Tage im Bett und nur schlafen. Ich hab in der
Früh keine Schmerzmittel genommen, die bisserl Schmerzen halt ich aus.
Mit einem Sieg hab ich heuer schon öfters spekuliert. Das ich im Super G
ganz vorne sein kann, hab ich eigentlich nicht gerechnet - eher schon
morgen in der Abfahrt." Trotz seines zweiten Platz zeigte sich
Hermann Maier alles andere als zufrieden: "Ich bin eher enttäuscht,
weil ich den Ski noch nicht so richtig laufen lasse. Der kurze Radius geht
super zum Fahren, dass ist positiv. Der Außenski war aber relativ oft in
der Luft, da ist noch einiges zu machen. Ein weiterer Schritt zum
richtigen Setup. Es fehlen nur noch Kleinigkeiten." Die weiteren
Österreicher: 6. Knauß, 10. Görgl, 11. Strobl, 12. Scheiber, 13.
Gruber. Bode Miller, heuer Erster und Zweiter in den Super-G in Lake
Louise (Ka) und Beaver Creek (USA), verpasste als Vierter einen erneuten
Podestplatz um 39 Hundertstel liegt damit in der Gesamtwertung jedoch
weiterhin überlegen in Führung. Bester Schweizer wurde als Siebenter mit
1,10 Sekunden Rückstand Didier Cuche, der in den beiden bisherigen
Super-G dieses Winters nur die Ränge 20 und 37 belegt hatte. Aus
Schweizer Sicht zufrieden sein durfte auch Bruno Kernen als Neunter. Am
Samstag findet in Gröden eine Herren-Abfahrt statt. Die Top 10 Fahrer
beim Super G in Gröden: 1. Michael Walchhofer (AUT 1:31,17), 2. Hermann
Maier (AUT 1:31,29), 3. Benjamin Raich (AUT 1:31,47), 4. Bode Miller (USA
1:31,86), 5. Aksel Lund Svindal (NOR 1:31,98), 6. Hans Knauß (AUT
1:32,03), 7. Didier Cuche (SUI 1:32,27), . Marco Büchel (LIE 1:32,27), 9.
Bruno Kernen (SUI 1:32,31), 10. Stephan Görgl (AUT 1:32,35).
1.Platz: Michael Walchhofer
2.Platz: Hermann Maier
3.Platz: Benjamin Raich
4.Platz: Bode Miller
5.Platz: Aksel Lund Svindal
6.Platz: Hans Knauß
Der
Blick zurück - Saison 2003/04 Elch siegt in
"Österreicher-Disziplin"
Spannungsgeladen ging
der heutige Super-G in Gröden zu Ende. Lange Zeit führten der Amerikaner
Daron Rahlves und der Österreich Hans Knauss mitknappem Vorsprung bis
Lasse Kjus (NOR) einen Traumlauf hinlegte - 84/100 Vorsprung im Ziel. Doch
"die" Favoriten standen noch oben: der Herminator, im Super-G
stark wie eh und je und Stephan Eberharter, Siegläufer der letzten beiden
Jahre, heuer jedoch bisher durch einen hartnäckigen Virus geschwächt. Bei
Maier´s angrifflustiger Fahrt schlichen sich einige Unsicherheiten ein -
im Ziel ein Rückstand von 48/100 auf den Norweger und der dritte Platz
vor Knauss und Rahlves. Danach
Stephan Eberharter: er kann bis zur letzten Zwischenzeit am besten mit
Lasse Kjus mithalten, es reicht jedoch noch nicht ganz - zweiter Platz mit
10/100 Rückstand. Aksel
Lund Svindal auf Platz 6 und Bjarne Solbakken auf Platz 12 runden die
mannschaftlich starke Leistung der Norweger ab. Auch
die Österreicher können trotz "Sieglosigkeit" mehr als
zufrieden sein mit dem Ergebnis: die Topleute Eberharter, Maier und Knauss
auf den Rängen 2 - 4 und weiters Benjamin Raich als 8., Christoph Gruber
(mit hervorragenden oberen Zwischenzeiten) als 9. und Abfahrtsweltmeister
Michael Walchhofer als 10.
Für die Schweiz eindeutig aufsteigende Tendenz: Cuche als 7., Kernen als
11. und Ambrosi Hoffmann als 15. Wir
freuen uns auf die morgige Abfahrt und hoffen, dass der Wettergott ein
Einsehen mit dem alpinen Schiweltcup hat!
Aus dem Skiweltcup
Austria Infopoint: Claudia Egger
Lasse Kjus feiert SUPER
G Sieg auf der Saslong
ÖSV Team mit starker Mannschaftsleistung
Platz 1: Lasse Kjus
Platz 2: Stephan Eberharter
Lasse Kjus meldet sich
nach einer Durststrecke von fast 5 Jahren mit einem Sieg auf den Saslong
Wiesen von Val Gardena auf dem obersten Platz am Stockerl zurück. Hinter
dem sympathischen Norweger folgen mit Stephan Eberharter (Rückstand -
+0.10 Sek.) als Zweiter und Hermann Maier ( Rückstand: +0.48 Sek.) auf
Rang 3 zwei Österreicher. Auf den Rängen 4 bis 10 folgten: Hans Knauß
(AUT - +0.84 - 4.Platz), Daron Rahlves (USA - +0.84 - zeitgleich 4.),
Aksel Lund Svindal (NOR - +0.86 - 6.), Didier Cuche (SUI - +0.87 - 7.),
Benjamin Raich (AUT - +0.91 - 8.), Christoph Gruber (AUT - +0.96 - 9.) und
Michael Walchhofer (AUT - +1.00 - 10.). Der Australier AJ Bear stürzte
schwer, landet mit voller Wucht auf dem Rücken und musste mit dem
Hubschrauber abtransportiert werden. Für die beiden DSV Läufer Stefan
Stankalla und Max Rauffer war schon vor der ersten Zwischenzeit
Endstation. Wieder kein deutscher Läufer der das Ziel erreichte.
Platz 3: Hermann Maier
Platz 4: Hans Knauß
Platz 4: Daron Rahlves
Platz 6: Aksel Lund Svindal
Der
Blick zurück - Saison 2002/03
Defago gewinnt Super G
in Val Gardena / Gröden
Der Schweizer Didier
Defago gewann den Super G auf der Saslong in Gröden vor dem
Überraschungszweiten Hannes Reichelt aus Salzburg und Marco Buechel aus
Lichtenstein.
Auf den Rängen 4 bis 8 folgten: Kjetil-Andre Aamodt (NOR), Bruno Kernen (SUI),
Bode Miller (USA) sowie Aksel Lund Svindal (NOR) (zeitgleich 6.) und
Andreas Schifferer (AUT). Positiv überraschen konnte auch Stefan
Stankalla der mit Rang 16 seine beste Platzierung in diesem Jahr einfahren
konnte. Max Rauffer, im Abfahrts-Training überraschend gut, musste sich
heute mit Rang 43 begnügen und blieb ohne Weltcuppunkte.
Nach starker Fahrt
Stefan Stankalla auf Platz 16
REICHELT
DEFAGO
BUECHEL
Der
Blick zurück - Saison 2001/02
Kein Super
G nur 2. Abfahrten in der Saison 2001/02