Didier Defago
gewinnt
Hahnenkamm
Abfahrt von
Kitzbühel
Der Sieger der Hahnenkamm Abfahrt von
Kitzbühel heißt Didier Defago. Eine Woche nach seinem Triumph beim
Klassiker in Wengen gewinnt der Schweizer vor 50.000 Zuschauer auf der
berühmt berüchtigten Streif vor den beiden Österreichern Michael
Walchhofer (+ 0,17 Sekunden) und dem Super G Sieger des Vortages Klaus
Kröll (+ 0,29).
Defago freute sich im ORF-Interview
über den zweiten Erfolg hintereinander: "Ich habe eine gute Fahrt
erwischt. Heute hat glaube ich jeder ein paar Fehler gemacht. Die Piste
war in einem super Zustand, es schlägt vielleicht ein bisschen mehr als
im Training. Aber es war einfach sensationell."
"Wie die ganze Woche abgelaufen ist,
war etwas Besonderes. In Kitzbühel zu gewinnen war immer ein Traum.
Jetzt habe ich zwei Klassiker Schlag auf Schlag gewonnen, das ist fast
unglaublich. Ich habe so lange auf ein Podium in der Abfahrt gewartet,
und jetzt bin ich zweimal ganz oben. Bis zur WM sind es aber noch zwei
Wochen, ich muss einfach die Form behalten. Wir wissen, bei der WM ist
dann alles möglich", so der Sieger.
Nicht viele Abfahrer haben in der
Vergangenheit beide grossen Klassiker im selben Jahr gewonnen. Letztmals
gelang dies dem Österreicher Stephan Eberharter 2002. Als bislang
letzter Schweizer hatte Franz Heinzer 1992 dasselbe Kunststück
fertiggebracht.
Der Zweitplazierte Michael Walchhofer
konnte sich, nach einem Fehler im Zielhang, nicht so recht über seinen
zweiten Rang freuen: "Wie im Ziel der Zweier aufgeleuchtet hat, war ich
nicht so zufrieden. Andererseits muss man sagen, über den Hausberg hat
mir vielleicht die letzte Konsequenz gefehlt. Da hätte ich den Ski noch
ein bisschen mehr durchdrücken können."
Auch Walchhofers Teamkollege, der
Vortagessieger im Super G, Klaus Kröll haderte mit einigen
Streckenabschnitten: "Oben war ich nicht fehlerfrei, im Mittelteil ist
es dann ganz gut gegangen, aber unten habe ich dann nicht ganz das
nötige Risiko genommen. Meine Linie war da nicht ideal. Dennoch bin ich
mit dem Kitzbühel-Wochenende voll zufrieden."
Vorjahressieger Didier Cuche (+ 0,50)
aus der Schweiz teilte sich zeitgleich mit dem US Amerikaner Bode Miller
(+ 0,50) den vierten Platz. Den beiden Topfavoriten fehlten 21
Hundertstel Sekunden für den Sprung auf das Siegespodest.
Als bester Südtiroler plazierte sich
Christof Innerhofer (+ 0,52) als Sechster, vor dem Slowen Andrej Jerman
(+ 0,72) und seinem Landsmann Stefan Thanei, der sich mit Startnummer 39
auf den 8. Platz vorschob.
Hinter dem Franzosen David Poisson
mußte sich Hermann Maier mit dem 10. Rang begnügen: „Ich hätte heute
dieses Finish vom letzten Jahr gebraucht, dann hätte es gepasst. Die
Strecke ist perfekt, meine Fahrt war es aber nicht. Top Ten wäre schön,
mehr ist heute für mich nicht drin.“
Einen kleinen Schatten auf ein perfekt
insziniertes Hahnenkammrennen warf die Verletzung von T.J Lanning. Der
US-Amerikaner zog sich bei einem Sturz nach erster Diagnose einen Riss
des vorderen Kreuzbandes im Knie zu.
Bester der Kombi-Favoriten ist nach
der Abfahrt der US Amerikaner Bode Miller. Er hat allerdings nur 62
Hundertstel Vorsprung auf Benjamin Raich für den Slalom. Der Schweizer
Silvan Zurbriggen folgt mit knapp einer Sekunde Rückstand auf Miller.
Das letzte
Rennen - Abfahrt der Herren in Wengen
Didier Défago
triumphiert am
Lauberhorn!
Das
Wengen-Wochenende
bleibt auch am
Samstag fest in
„Schweizer
Hand“. Didier
Defago feierte
in Wengen den 2.
Weltcupsieg
seiner Karriere,
den ersten in
der Abfahrt.
An seiner Siegerzeit 2:32,98
zerbrachen auch alle Läufer der Topgruppe. „Es ist einfach sensationell.
Ich habe seit Anfang der Saison in der Abfahrt auf meinen ersten
Podestplatz gewartet. Ich hätte es sofort unterschrieben, wenn jemand
gesagt hätte, dass ich in Wengen siegen werde. Ich hatte die Piste die
ganze Woche gut unterm Ski gehabt und war auch gestern gut unterwegs
gewesen.“
Mit Startnummer 15 ging der Eidgenosse
ins Rennen und bezwang die längste Abfahrt des Weltcups schneller als
der bis dahin Führende Amerikaner Marco Sullivan, der am Ende mit 39
Hundertstel den 3. Platz erreichte.
Nur Bode Miller konnte sich noch auf
den zweiten Rang dazwischen drängen. Den Traum vom Hattrick in Wengen
musste der Amerikaner jedoch abhaken. Der Sieger der letzten beiden
Lauberhornabfahrten musste sich um 20 Hundertstel dem Sieger Defago
geschlagen geben.
Auf Platz vier folgt mit Ambrosi
Hoffmann (+0,58) bereits der zweite Schweizer der knapp am Podest
scheiterte. Manuel Osborne-Paradis aus Kanada belegte Rang fünf mit 65
Hundertstel Rückstand. Der Liechtensteiner Marco Büchel konnte sich mit
1,13 Sekunden Rückstand auf Platz 6 einreihen.
Die Italiener Christof Innerhofer
(+1,23 Sek) und Peter Fill (+1,26 Sek.) belegten die Ränge 7 und 9.
Dazwischen platzierte sich der Kanadier Jan Hudec (+1,25 Sek.) auf dem
achten Platz.
Einer der Topfavoriten aus der Schweiz
- Didier Cuche - beschließt die Gruppe der Top-Ten. Er war sichtlich
enttäuscht über seinen Rückstand von 1,36 Sekunden.
Eine bittere „Niederlage“ gab es für
die österreichische Mannschaft. Die beiden Sieganwärter aus dem ÖSV Team
fielen nach schweren Fehlern ans Ende des Feldes zurück.
Michael Walchhofer, dem es im „Kernen-S“
(ehemals Brüggli-S) den rechten Ski wegzog, konnte zum Glück einen Sturz
vermeiden, musste sich aber mit Rang 26 begnügen, den er sich dann noch
mit seinem Teamkollegen Hermann Maier teilte, der sich obwohl er keinen
gravierenden Fehler hatte soweit hinten einreihen mußte.
"Ich habe hier am Lauberhorn schon
alles durchlebt, sowohl Siege als auch Stürze. Es scheint zwar die
Sonne, aber nicht für mich", erklärte Walchhofer, dem im Jahr 2005 der
letzte österreichische Sieg in Wengen gelang, mit wehmütiger Stimme.
Für den an der rechten Hand verletzten
und im Abfahrtsweltcup hinter Walchhofer auf Rang zwei platzierten Klaus
Kröll reichte es nach einem kuriosen Missgeschick im Startbereich als
50. nicht für Weltcup-Punkte. Kröll verlor nach wenigen Sekunden die
Balance und musste zu Boden. Der Rest war nicht mehr als eine
Trainingsfahrt.
"Ich habe nach dem Start einen Schritt
zu viel gemacht und bin wie ein Brett umgefallen. Das war für mich eine
Woche zum Vergessen. In Kitzbühel kann es nur besser werden, und ich
hoffe, dass wir dort zurückschlagen", meinte Kröll.
Am Ende war es ein ganz böses Debakel
für den ÖSV, das schlimmste in dieser Disziplin seit 5. März 1994.
Damals hatte Patrick Ortlieb in Aspen als bester Österreicher Rang 18
belegt. So war es auch knapp 15 Jahre später in Wengen, diesmal war
Georg Streitberger als bester Österreicher auf Platz 18 zu finden.
Von den Läufern des deutschen Teams konnte sich Stephan Keppler als 24.
(+3,29 Sek.)in den Punkterängen platzieren. Peter Strodl landete auf
Rang 38 und Tobias Stechert auf Rang 44.
Für einige Schrecksekunden sorgten
Läufer wie Scott MacCartney (USA) und Steven Nyman (USA) mit ihren
Stürzen, die sie jedoch verletzungsfrei überstanden.
Ebenfalls ausgeschieden sind: Erik
Guay (CAN), T.J. Lanning (USA) Christoph Alster (AUT) Erik Fisher (USA)
und Elmar Hofer (ITA).
Morgen steht in Wengen noch der
Spezialslalom auf dem Programm.
Michael Walchhofer und Klaus Kröll
sollen den ÖSV vor dem nächsten Abfahrtsdebakel bewahren.Nach einem 18.
Rang als bestes Ergebnis eines Österreichers in der Wengen-Abfahrt kann
es nur besser werden, und den Trainingsleistungen nach zu urteilen,
könnte das am Samstag auf der Kitzbüheler Streif (11.30 Uhr, live in
ORF1) auch gelingen.
Die Favoriten beim Highlight der
Hahnenkamm-Rennen vor erwarteten 50.000 Zuschauern sind aber der
US-Amerikaner Bode Miller und der Schweizer Vorjahressieger Didier Cuche,
die am Donnerstag im Abschlusstraining der Konkurrenz zu denken gaben.
Super-G-Überraschungssieger Klaus Kröll und Michael Walchhofer sind die
Hoffnungen des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) auf Revanche für das
Debakel in der Schweiz.
Auf die Frage, ob dem ÖSV vor
Heimpublikum die Wiedergutmachung gelingen werde, hatte Kröll wie folgt
geantwortet: "Da müsst ihr den 'Walchi' fragen." Das war allerdings vor
dem Premierenerfolg des Steirers am Freitag im Super-G, jetzt zählt auch
er trotz drei gebrochener Handwurzelknochen zum engsten Favoritenkreis.
"Wahrscheinlich schon, aber die
Abfahrt ist eine andere Geschichte als der Super-G. Aber ich bin gut
drauf, ich war immer gut drauf heuer. Und natürlich motiviert mich das,
was heute geschehen ist. Ich kann sehr aggressiv sein und mit der Hand
ans Limit gehen, und das wird in der Abfahrt auch sehr entscheidend
sein", weiß der 28-Jährige, worauf es ankommen wird.
Walchhofer, der im Super-G an die 15.
Stelle kam, konnte nichts versprechen, wollte aber alles versuchen, um
Wengen vergessen zu machen. "Wir haben es in der Hand, es besser zu
machen. Ich weiß, dass ich voll attackieren muss, wenn ich kein
Platzfahrer sein will. Mit einem Top-Drei-Ergebnis bin ich zufrieden,
ein Sieg wäre ein Hit."
Nach der schnellsten Zeit im
Nebeltraining am Mittwoch hatte der 33-Jährige tags darauf 1,73 Sekunden
Rückstand aufgebrummt bekommen - was ihn aufweckte. "Wenn du mit der
Einstellung am Start stehst, du hast alles locker im Griff, dann erlebst
du zu viele Überraschungen", war seine Erkenntnis.
Und überraschen lassen will sich
Walchhofer von der Piste, die ihm schon so viel Freude bereitete, nicht,
schließlich gewann er in Kitzbühel 2003 die Kombination und 2006 die
Abfahrt. Seine erste Abfahrt auf der Streif bestritt Walchhofer übrigens
2001, für die Kombination war er aufgestellt, mit Platz neun in der
Abfahrt überraschte der Streif-Debütant.
Danach hatte er aber für die restliche
Saison in der Abfahrt keinen Startplatz mehr bekommen, und fuhr so erst
im Dezember wieder in Val d'Isere und wurde dort dann sogar Dritter. "Da
habe ich mir gedacht, das ist eh recht einfach, da musst du blöd umtun,
dass du nicht unter die ersten zehn kommst." So einfach ist es dann doch
nicht immer.
Seine Wengen-Leistung (26.) brachte
Walchhofer nicht aus der Ruhe. "Es ist blöd gelaufen, nur Pech war es
nicht. Aber der Speed war okay. Ich weiß, dass ich schnell Ski fahren
kann. Wenn ich 26. geworden wäre und keinen Fehler gemacht hätte, das
brächte mich aus der Ruhe."
Der Salzburger weiß, dass am Samstag
viel von ihm und Kröll abhängen wird. Warum es die jungen Läufer in der
Mannschaft nicht zum Durchbruch schaffen, darüber könne er nur
"philosophieren". "Man sieht im Training, dass sie locker mitfahren. Ich
weiß nicht, was wirklich der Grund ist. Vielleicht, dass sie nicht das
allerletzte Limit gehen. International wird gnadenlos riskiert und
attackiert."
Eine Aussage, die Walchhofer vor dem
fürchterlichen Sturz des Schweizers Daniel Albrecht am Donnerstag
getätigt hatte, die aber auch noch danach gelten wird.
Miller
Trainingsschnellster
– Angst um
Daniel Albrecht
Das 2.
Abfahrtstraining
der Herren in
Kitzbühel wurde
vom Horrorsturz
von Daniel
Albrecht
überschattet und
lies die
Bestzeit von
Bode Miller weit
in den
Hintergrund
treten.
Albrecht, der
mit Startnummer
5 in den
Trainingslauf
ging, kam beim
berüchtigten
Zielsprung, an
dem vor einem
Jahr Scott
McCarntey
fürchterlich
verunglückte,
bei Tempo 138 zu
Sturz und mußte
noch auf der
Piste
erstversorgt
werden. Der
Schweizer wurde
zunächst mit dem
Helikopter ins
Spital von St.
Johann geflogen.
Dort wachte
Albrecht laut
Auskunft der
Mediziner kurz
auf, wurde dann
aber in
künstlichen
Tiefschaf
versetzt. Den
Zustand des
Schweizers
bezeichneten die
Ärzte als
"stabil". Er
wurde aber zur
genaueren
Abklärung seiner
Verletzungen in
Begleitung des
Schweizer
Teamarztes in
die Uni-Klinik
nach Innsbruck
weitergeflogen
und dort in der
neurochirurgischen
Abteilung
eingehend
untersucht.
Nach einer
Erstuntersuchung
im Krankenhaus
St. Johann wurde
bei Daniel
Albrecht eine
Gehirnblutung
und eine
Lungenquetschung
diagnostiziert.
Vonseiten des
Schweizer
Skiverbandes
wurde dies
vorerst noch
nicht bestätigt.
Nach dem
schweren Sturz
von Albrecht ist
das Ergebnis der
2.
Trainingsabfahrt
zur Nebensache
verkommen.
Bode Miller
meisterte die
Strecke in einer
Zeit von 1:55,29
und war damit um
26 Hundertstel
Sekunden
schneller als
der Schweizer
Didier Cuche,
der jedoch
disqualifiziert
wurde. Der
offizielle
zweite Rang ging
damit an Klaus
Kröll (+ 1,64)
aus Österreich
vor dem
Italiener Werner
Hell. (+ 1,70).
Der
Trainingsschnellste
des Vortages,
Michael
Walchhofer
(+1.73) mußte
sich nach
fehlerhafter
Fahrt mit dem 4.
Rang begnügen.
Der Norweger
Aksel Lund
Svindal (+ 2,00)
wurde Fünfter.
Das starke ÖSV
Trainingsergebnis
untermauerte
Christoph Gruber
mit Rang 7 und
die Plazierung
von Hermann
Maier, der kurz
vor dem Ziel
abschwang und
aufrecht über
die Ziellinie
fuhr und sich
trotzdem als
Neunter im
Klassement
einreihte.
Der Schweizer Ski-Rennläufer Daniel
Albrecht wird nach seinem schweren Sturz auf der Abfahrtsstrecke in
Kitzbühel weiter in einem künstlichen Koma gehalten. Norbert Mutz,
Leiter der Intensivmedizin in der Innsbrucker Universitäts-Klinik, klang
am Freitagnachmittag allerdings vorsichtig optimistisch, was den Zustand
des 27 Jahre alten Kombinations-Weltmeisters angeht: "Wir haben im
Moment keine wesentlichen Sorgen. Im Moment."
Mutz erklärte, dass für Albrecht
derzeit eine "mittelbare Lebensgefahr" bestehe, dies sei allerdings
"nach so einem Sturz" auch normal. Eine "unmittelbare Lebensgefahr" sei
dagegen derzeit auszuschließen. Der Mediziner legte Wert auf die
Feststellung, dass er mit seinen Einschätzungen nur den momentanen
Zustand wiedergeben könne. "Ich bin kein Prophet. Ich kann nicht sagen,
wie sich das in den nächsten Tagen entwickelt."
Daniel Albrecht
immer noch im
künstlichen
Tiefschlaf
Update:
Der Zustand des
gestern schwer
verunfallten
Daniel Albrecht
sei stabil,
erklärt Jacques
Menetrey, der
Arzt des
Schweizer
Männer-Teams in
Kitzbühel. Des
weiteren führt
der Doktor aus,
dass «Daniel den
Umständen
entsprechend
eine gute Nacht
verbracht hat».
Weitere
Informationen
hat Menetrey an
einer kurzen
Info am
Freitagvormittag
im Rahmen der
Weltcup-Rennen
in Kitzbühel
nicht geben
können. «Mehr
kann ich zum
Gesundheitszustand
von Daniel
Albrecht nicht
sagen.»
«Erst wenn der
Athlet aus dem
künstlichen Koma
erwacht, kann
man weitere
Untersuchungen
und Aussagen
machen», sagt
Walter Frey,
Chef des
sportmedizinischen
Dienstes bei
Swiss-Ski. Neue
Informationen
dürfte es erst
gegen 17 Uhr
geben, obwohl
Jacques Menetrey,
der
Mannschaftsarzt
der Schweizer
Männer, um 10
Uhr ein
Statement zum
Unfall abgibt.
Wolfgang Koller
von der
Uni-Klinik
Innsbruck sprach
im ORF davon,
dass Albrechts
Zustand stabil
sei und er sich
ausser akuter
Lebensgefahr
befinde.
Allerdings wies
Koller auch
darauf hin, dass
sich nach solch
schweren Stürzen
Komplikationen
nie ganz
ausschliessen
lassen.
Am
Freitagvormittag
gibt es im Mediacenter in
Kitzbühel eine
Pressekonferenz
mit dem
Schweizer
Teamarzt Jacques
Menetrey, um
17.30 Uhr ist
eine
Pressekonferenz
in der
Innsbrucker
Klinik geplant.
Nach
Klinikangaben
erlitt Albrecht
ein
Schädel-Hirn-Trauma.
Sein Hirndruck
wird in den
nächsten 24
Stunden per
Hirnsonde
permanent
überwacht. Eine
Lungenquetschung
ist nur von
geringem Ausmass.
Rückenverletzungen
oder
Knochenbrüche
erlitt er nicht.
Albrecht soll
gemäss
SF-Informationen
am Freitag um 11
Uhr vormittags
aus dem
künstlichen
Tiefschlaf
geweckt werden.
Dann werden die
Ärzte versuchen
mit ihm zu
sprechen. Erst
danach sei eine
mittel- oder
langfristige
Prognose
möglich.
Meldung in der
NZZ: Die
Situation blieb
bis zum Abend
diffus. Der
Schweizer
Teamarzt Jacques
Ménétrey, der
bei Albrecht in
Innsbruck ist,
will sich nicht
äussern. Die
Uniklinik
spricht von
«Gehirnproblemen»,
erläutert diese
aber nicht. Der
Rennarzt sagt
noch einmal:
«Hirnblutung.»
Und Diana Fäh,
die
Informationsverantwortliche
von Swiss Ski,
sagt: «Wir
wollen das weder
bestätigen noch
dementieren.»
Wahrscheinlich
ist die
Situation so
kompliziert,
dass sie sich
nicht auf die
von den
Journalisten
erhofften zwei,
drei Schlagworte
reduzieren lässt.
Daniel Albrecht
ist beim
Training in
Kitzbühel
fürchterlich
gestürzt. Der
25-jähriger
Schweizer geriet
beim Zielsprung
in Rücklage und
schlug nach
einem Flug über
etwa 70 Meter
hat auf die
Piste auf, wo er
regungslos
liegen blieb.
Unmittelbar vor
dem Sprung wurde
Albrecht mit
einer
Geschwindigkeit
von 138,1 km/h
gemessen.
Erst nach einer
rund
25-minütigen
Behandlung auf
der Piste konnte
der Walliser mit
dem
Rettungshubschrauber
ins Krankenhaus
St. Johann
geflogen werden.
Wie schwer die
Verletzungen
sind, steht im
Moment noch
nicht fest. Ein
Sanitäter
erklärte am
Fernsehen, dass
Albrecht immer
noch bewusstlos
sei und ein
Schädeltrauma
erlitten habe.
Walchhofer mit
Bestzeit beim 1.
Abfahrtstraining
auf der Streif
Vor allem viel
Zeit mußten die
Fans und
Journalisten
heute nach
Kitzbühel
mitbringen.
Knapp 3,5
Stunden dauerte
das 1.
Abfahrtstraining
auf der Streif,
nachdem sich
immer wieder
dichte
Nebelbänke über
den Mittelteil
der Strecke
schoben und das
Training
mehrmals
unterbrochen
werden mußte.
Durchblick
bewahren hieß es
für die
Rennläufer. Am
besten gelang
das den im
Abfahrtweltcupführenden
Michael
Walchhofer aus
Österreich. Als
einziger Athlet
meisterte er die
Klassikerstrecke
in einer Zeit
unter zwei
Minuten und das,
obwohl vor dem
Zauchenseer das
Training für
mehr als eine
halbe Stunde
unterbrochen
war.
Beim Zielsprung
hatte Walchhofer
eine echte
Schrecksekunde,
als sich seine
Ski steil
aufrichteten.
"Das hat zwei
Zehntel
gekostet. Aber
ich bin mit
meiner Zeit
extrem
zufrieden",
sagte der
Abfahrts-Branchenführer
aus Österreich.
Als Schnellster
Schweizer
plazierte sich
Didier Cuche auf
Rang 2: "Meine
Fahrt war okay",
meinte der
Neuenburger, der
seine zügige
Fahrt vor dem
Hausberg
gedrosselt
hatte: "Ich sah
eine 'weisse
Wand' vor mir
und habe die Ski
quergestellt.
Als ich mekte,
dass der Nebel
doch nicht so
dicht war, habe
ichs wieder
laufen lassen."
Das ergab
immerhin noch
eine Zeit von
2:00,50, die
früher schon oft
zum Sieg
gereicht hätte.
Bode Miller
klassierte sich
zeitgleich mit
Christoph Gruber
(+1,40) auf dem
dritten Rang.
Stark auch
wieder Didier
Defago. Der
Schweizer
Wengen-Sieger
beendete das
Training mit
knapp 1,5
Sekunden
Rückstand auf
Rang 7.
Mit Christoph
Gruber (3.),
Hermann Maier
(5.) und dem
Klaus Kröll (8.)
der trotz
Handbruchs die
Abfahrt in
Angriff nahm,
klassierten sich
insgesamt gleich
vier ÖSV-Cracks
unter den Top 8.
Als nach
Startnummer 17
eine weitere
Unterbrechung
wegen Nebel
eingelegt werden
mußte
wurden nach 30
Minuten Pause
auch noch die
übrigen Fahrer
auf die Piste
geschickt mit
der
Aufforderung,
sich in den
Passagen mit
Nebel
aufzurichten. So
erzielte Hermann
Maier noch die
viertbeste Zeit.
Andere wie Carlo
Janka nahmen es
gemächlicher und
erreichten mit
mehreren
Sekunden
Rückstand das
Ziel. Steven
Nyman und Peter
Fill gingen
durchs Starttor
und schwangen
gleich ab. Damit
dürfen sie im
Rennen starten,
auch wenn wegen
des unsicheren
Wetters keine
weiteren
Trainings mehr
möglich wären.
Aktuelle
Wetterprognosen
besagen, dass
das
Abschlusstraining
am Donnerstag
zwar problemlos
durchgeführt
werden kann,
Freitag und
Samstag ist aber
mit Regen und
Schneefall zu
rechnen. Im
Detail: Für
Donnerstag
erwartet sich
Monika Weis,
ZAMG-Meteorologin
an der
Wetterdienststelle
Innsbruck,
hochneblige
Bewölkung, es
werde trocken
bleiben. Am
Freitag kommt
Westwind auf, es
wird wechselnd
bewölkt und zu
Mittag könnte es
eventuell Schnee
oder
Regenschauer
geben. Am
Samstag bringt
eine Störung aus
Südwest Regen-
und
Schneeschauer im
Laufe des Tages.
"Wann genau, ist
aus heutiger
Sicht noch nicht
zu bestimmen",
sagte Weis. Am
Sonntag (Slalom)
erwartet die
Wetterexpertin
zuerst tiefe
Bewölkung, ab
Mittag soll es
freundlich
werden.
Mehr Infos und
Fotos finden Sie
in Kürze in
unserem
Skiweltcupforum!
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: Claudia
Egger
Abfahrtstraining
in Kitz und
Cortina abgesagt
Update:
Auch für
Mittwoch ist das
Weltcup-Abfahrtstraining
der Herren in
Kitzbühel von
der
ursprünglichen
Startzeit (11.30
Uhr) auf 10.00
Uhr vorverlegt
worden, da die
Organisatoren in
der Früh eine
höhere Chance
sehen, einen
Zeitlauf
durchzubringen.
Das für Dienstag
geplante erste
Training der
Herren für die
Weltcup-Abfahrt
am Samstag in
Kitzbühel ist
wegen starken
Schneefalls
abgesagt worden.
Das Training war
am Montag von
11.30 auf 10.00
Uhr vorverlegt
worden, weil die
Prognosen
Niederschlag im
Laufe des Tages
vorhergesagt
hatten, dieser
stellte sich
allerdings schon
in den
Morgenstunden
ein. Die
Vorhersagen für
Mittwoch sind
ebenfalls nicht
günstig.
Ebenfalls wegen
starken
Schneefalls
wurde das erste
Training für die
zwei
Weltcup-Abfahrten
der Damen am
Freitag und
Samstag in
Cortina
d'Ampezzo
abgesagt.
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: C.
Egger
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
BLICK
ZURÜCK SAISON 2007/08:
Cuche holt sich die Kitzabfahrt
2008
Es ist vollbracht – Topfavorit Didier Cuche, der
bereits im ersten Training eine überragende Bestzeit hinlegte, hielt dem
Druck stand und siegte in Kitzbühel mit einer Zeit von 1.52,75. Cuche,
der bereits vor 10 Jahren hier Sieger einer Sprintabfahrt war:
„Der Sieg
vor zehn Jahren hier war mein erster Podestplatz im Weltcup. Es hat
dafür keine Gondel gegeben – ich wollte unbedingt meine Gondel hier.
Über meine Fahrt kann ich nichts sagen – ich war wie in Trance. In
Kitzbühel ist man am Start konzentriert, denkt nicht an andere Dinge …“.
Zweiter Ex-Aequo-Spezialist Mario Scheiber (AUT gestern Dritter ex aequo
mit Cuche) und Bode Miller (USA +0,27 Sek). Miller hatte die Ausfahrt
aus dem Steilhang denkbar schlecht erwischt und lies uns alle den Atem
anhalten, als er mit beiden Skiern auf die dort angebrachte Bande fuhr –
trotz dieses Fehlers vor dem flachen Schuss aus dem Steilhang hinaus
noch auf Platz 2 zu fahren zeugt vom Potential und auch vom guten
Skimaterial eines Bode Miller.
Nur 1 Hundertstel hinter Miller und Scheiber und doch nicht mehr auf dem Podest der Favorit aus dem ÖSV,
Michael Walchhofer. Er hat das Rennen gleich im obersten Teil verspielt,
im Mittelteil eine tolle Aufholjagd, am Hausberg dann noch eine kleiner
Umweg in den Sulz – „nur“ Platz 4.
Auf Platz 5 der sentimentale Favorit
des heutigen Rennens: Hermann Maier (AUT +0,61Sek). Überraschenderweise
war er trotz Platz 5 mit seiner Fahrt sehr zufrieden und ein eindeutiger
Aufwärtstrend des Herminator ist nicht zu leugnen.
6. Marco Sullivan
(USA +0,70 Sek), 7. Didier Defago (SUI +0,71) – er hätte sich nach
seiner Bestzeit im zweiten Training vielleicht mehr erhofft.
Auf Platz 8
der Sieger von gestern – Marco Büchel (LIE +0,80 Sek). Seine Fahrt war
nicht fehlerfrei und exakt die Passagen, in denen er gestern glänzte,
wollten heute nicht so gelingen. Aber Gerüchten zufolge hat er bereits
seinen Aufenthalt in Kitz verlängert und plant sogar einen kurzen
Sommerurlaub hier, um seinen Sieg und die traditionelle „Gondel“ mit
eigenem Schriftzug, die jeder Hahnenkammsieger bekommt, ausgiebig zu
feiern.
Die Top Ten sind komplett mit Peter Fill (ITA + 1,15 Sek.) auf
Platz 10.
Nach dem fürchterlichen Sturz des mit Nummer 2
gestarteten Amerikaners Scott Macartney muss man ohnehin sagen, dass
jeder Athlet, der diese Strecke heil herunterkommt ein Sieger ist.
Macartney fuhr bis zum Zielsprung ein gutes Rennen, verpasste jedoch ein
wenig den Absprung, kam bereits in der Luft in Schräglage und schlug
nach einer langen Flugphase hart auf der Piste auf – nachdem auch der
Helm bereits beim Aufprall weg war, verlor der Amerikaner vermutlich
sofort das Bewusstsein. Nach langen, bangen Momenten wurde er mit dem
Hubschrauber nach Innsbruck transportiert - von dort kommt vorsichtige
Entwarnung: Er hat zwar ein Schädel-Hirn-Trauma, alle Vitalfunktionen
sind jedoch intakt und man muss mit keinen bleibenden Schäden rechnen.
Genaueres erwarten wir im Laufe des Tages zu erfahren. Wir wünschen
Scott Macartney auf diesem Weg das Allerbeste – zu einer baldigen
Genesung und zu seinem heutigen Geburtstag!
Mit dem heutigen Rennen übernimmt Didier Cuche
sogar die Führung im Gesamtweltcup, aber der heute auf Platz 14 gut
gelegene Benjamin Raich und auch Bode Miller, brennen sicherlich auf
eine Revanche morgen im Slalom. Den wird allerdings auch der heutige
Sieger bestreiten, um vielleicht noch ein paar Weltcuppünktchen in der
Kombi zu sammeln! Spass und Spannung sind garantiert!
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
1. Didier Cuche SUI 1:52,75
2. Mario Scheiber AUT 1:53,02
. Bode Miller USA 1:53,02
4. Michael Walchhofer AUT 1:53,03
5. Hermann Maier AUT 1:53,36
6. Marco Sullivan USA 1:53,45
7. Didier Defago SUI 1:53,46
8. Marco Büchel LIE 1:53,55
9. Erik Guay CAN 1:53,89
10. Peter Fill ITA 1:53,90
BLICK
ZURÜCK SAISON 2005/06
Walchhofer gewinnt Kitzbühel-Krimi
Verpatzter Steilhang, verpatzte Traverse ... man
fragt sich WO Michael Walchhofer (AUT) seine Siegerzeit von 1.46,75 geholt
hat! „ ... in der Traverse hab i mir denkt: des Tor, des muss sich
irgendwie ausgeh ...“ Ganz besonders wird sich das der nur 5 Hundertstel
dahinter liegende Liechtensteiner Marco Büchel fragen, der schon kurz von
seinem ersten Kitzbühel Sieg träumen durfte „I hab ma scho dacht ´i
gewinn, i gewinn ...´ aber dann – knapp!“ . Dritter der Favorit: Daron
Rahlves (USA +0,33), der sich für seinen vermeintlich letzten Ritt auf dem
Hahnenkamm viel vorgenommen hatte. Auf Grund der Witterungsverhältnisse
wurde der Start unter die Mausefalle verlegt – die Verkürzung konnte dem
spektakulärsten Rennen des Weltcups jedoch nichts von seiner Spannung
nehmen! Bode Miller (USA +0,38) schaffte endlich wieder einmal eine
konzentrierte Fahrt mit kaum Ausrutschern und reiht sich hinter
Teamkollege Rahlves auf Platz 4 ein. Hervorragender 5. Erik Guay (CAN
0,68), 6. Didier Defago (SUI +0,83), 7. wahrscheinlich auch das letzte Mal
auf der Streif Kristian Ghedina (ITA +0,84), toller 8. Andreas Buder (AUT
+0,93) und das mit Startnummer 1, was für den hervorragenden Zustand der
Piste für alle Teilnehmer spricht, 9. Antoine Deneriaz (FRA +1,05), 10. ex
aequo Didier Cuche (SUI) und Benjamin Raich (AUT) – beide 1,25 Sekunden
zurück. Raich fuhr nach schlechter Schiwahl und Platz 31 von gestern wohl
mit der Wut im Bauch zu seinem besten Abfahrtsergebnis und verschafft sich
eine ideale Ausgangsposition für die Kombination. Aber wie immer darf man
Bode Miller nicht vergessen und auch Walchhofer, der heuer ja schon eine
Kombination gewonnen hat, wird seine Chancen zu nützen wissen! Leider
enttäuscht wurden die vielen Fans vom gestrigen Sieger Hermann Maier – er
wird nur 22. mit über 2 Sekunden Rückstand.
Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria:
C. Egger
Michael Walchhofer - 1. Sieg auf der Streif und 65 000 Euro Preisgeld
Marco Büchel: "Ich dachte schon, es geht sich für mich aus"
Daron Rahlves sagt gar nicht leise "Servus" zur Streif - Platz 3
Bode Miller: 5/100 fehlten zum Podest - aber endlich mal wieder im Ziel
Erik Guay: Streif fahren ist wie Bullenreiten - Die Streif verleiht Flügel
Fritz Strobl stürzte nach der Querfahrt - Mittelhandknochenbruch
Der
Blick zurück - Saison 2004/05 Herren-Abfahrt
in Kitzbühel abgesagt
ERST VERSCHOBEN - DANN ABGESAGT
Die Abfahrt
in Kitzbühel musste abgesagt werden. Wegen intensiven Schneefalls und
starken Windes war an einen Start auf der Streif nicht zu denken.
Der
Blick zurück - Saison 2003/04
RENNEN 2 - DAS ORIGINAL Eberharter triumphiert
auf der Streif
Steff bleibt Österreichs Ski-Chef !
Platz 1: Stephan Eberhardter
Platz 2: Daron Rahlves
Stephan Eberharter
revanchierte sich am Samstag eindrucksvoll für die "Niederlage"
vom Donnerstag. Der Zillertaler, der sich in der ersten Abfahrt Lasse Kjus
um 0,01 Sekunden geschlagen geben musste, gewann die zweite
Kitzbühel-Abfahrt überlegen mit einem Vorsprung von 1,21 Sekunden. Rang
2 sicherte sich der US Amerikaner Daron Rahlves vor dem Schweizer Ambrosi
Hoffmann. Mit Hans Knauß und Michael Walchhofer belegten zwei weitere
Österreicher die Ränge vier und fünf. Die weiteren Fahrer in den Top
10: Kristian Ghedina (ITA - Platz 6), Didier Cuche (SUI - Platz 7),
Christoph Gruber (AUT - Platz 8), Hermann Maier (AUT - Platz 9) und Fritz
Strobl (AUT - Platz 10). Der Norweger Lasse Kjus kam nicht unter die Top
Ten, baute aber seine Führung im Gesamt-Weltcup aus, da er nur wenige
Punkte auf den neuntplatzierten Hermann Maier verlor.
Nach dem Rennen sah man, mit Stehphan Eberharter einen rundum glücklichen
Kitzsieger: "Noch nie habe ich im Zielraum solche Emotionen gezeigt.
Es kann sein, dass ich heute hier das letzte Mal runter gefahren bin. Es
war einfach ein Traumlauf!" Es war Eberharters 27. Weltcup-Sieg, der
16. in der Abfahrt. In der ewigen Weltcup-Rangliste rückte der Stummer ex
aequo mit dem US-Amerikaner Phil Mahre auf Platz sechs vor. Zudem
übernahm der 34-Jährige die Führung im Abfahrts-Weltcup. Eberharter
krönt seine aufregende Karriere, bei der es nicht immer nur bergauf ging,
mit diesem überlegenen Sieg. Doppel-Weltmeister 1991, dann jahrelang weg
vom Fenster, nach seiner Rückkehr in die Weltspitze jahrelang im Schatten
von Hermann Maier, nach dessen Unfall, Olympiasieger, Gesamt-Weltcupsieger
und 2003 nochmals Weltmeister. "Schönwetterfahrer" Kristian
Ghedina hat beim Zielsprung für eine akrobatische Einlage gesorgt. Der
Spaßvogel aus Italien riss bei Tempo Hundert auf dem Weg zur Bestzeit die
Ski weit auseinander und landete seine Grätsche auch noch perfekt. Das
Publikum feierte ihn deswegen wie einen Sieger, obwohl er am Ende nur 6.
wurde. Florian Eckert und Stefan Stankalla blieben auch am heutigen
Samstag hinter den Erwartungen zurück. Für Eckert reichte es am Ende nur
für Rang 33 und Stankalla musste sich mit Platz 39 begnügen. Jetzt
freuen sich alle auf morgen, wenn um 10 Uhr der Slalom auf dem legendären
Ganslernhang über die Bühne geht.
Platz 3: Ambrosi Hoffmann
Platz 4: Hans Knauß
Platz 5: Michael Walchhofer
Platz 6: Kristian Ghedina
Platz 7: Didier Cuche
Platz 8: Christoph Gruber
Der
Blick zurück - Saison 2003/04
RENNEN 1 - Bormio Ersatzrennen Elchspuren
in Kitzbühel
Lasse Kjus gewinnt 1/100 vor Stephan Eberharter
Platz 1: Lasse Kjus
Platz 2: Stephan Eberharter
Kitzbühel ist anders.
Nicht nur das spezielle Flair der "Schihauptstadt", sondern vor
allem das ungewöhnliche Programm des heutigen Renntages, sorgten für
Aufsehen. Um 9.30 Uhr fand ein Sprinttraining vom Start bis Ausfahrt
Steilhang statt und zusammen mit dem gestrigen Training ab dem
Mausefalleboden konnte man dies nun als "Training der gesamten
Strecke" werten und ein Rennstart von ganz oben war somit gesichert. Um 11.30 Uhr folgte dann
pünktlich der Start zum "Bormio-Ersatz-Rennen". Lange Zeit eher
überraschend in Führung der mit Nummer 1 gestartete Italiener Roland
Fischnaller (am Ende guter 12.). Erst der Tiroler Christoph Gruber (Nr.
13) konnte ihn von seinem Thron stoßen. Gruber dürfte sich damit auch
innerhalb der österreichischen Mannschaft für die Rennaufstellung am
Samstag "empfehlen". Mit Startnummer 15 ging kurz danach der
Sieger des morgendlichen Sprinttrainings, Bode Miller ins Rennen und
setzte sich an die Spitze, jedoch nur kurz, bis mit Nummer 17 der große
Elch kam. Lasse Kjus (NOR) bezwang die schlagige Streif mit einer Bestzeit
von 1:58,78 und nur Stephan Eberharter (AUT) , Startnummer 30, kam bis auf
1 Hundertstel Sekunde an den Norweger heran. Dahinter als Dritter der
Vorjahressieger Daron Rahlves (USA 1.58,98), der sich auch heuer wieder
viel vorgenommen hatte. Auf den undankbaren Plätzen hinter dem Stockerl:
4. Hermann Maier (AUT 1.59,26) und Hans Knauss (AUT 1.59,28) - beides
schon ehemalige Hahnenkammsieger. Die weitere Reihung: 6. Ambrosi Hoffmann
(SUI 1.59,43), 7. Bode Miller (USA 1.59,62), 8. Hannes Trinkl (AUT
1.59,63), 9. Fritz Strobl (AUT 1.59,83), 10. Bruno Kernen (SUI 1.59,84). Übermorgen werden
Eberharter, Rahlves und Co. zum Gegenangriff auf der "originalen
Streifabfahrt" blasen und morgen können wir gespannt sein, ob
Hermann Maier an seinen sensationellen Comebacksieg vom letzten Jahr im
Super-G von Kitzbühel anschließen kann.
Aus dem Austria
Infopoint: C. Egger
Platz 3: Daron Rahlves
Platz 4: Hermann Maier
Platz 5: Hans Knauss
Platz 6: Ambrosi Hoffmann
Platz 7: Bode Miller
Platz 8: Hannes Trinkl
Platz 9: Fritz Strobl
Comeback: Florian Eckert
SAISON
2002/03 - Rennen
Rahlves gewinnt verkürzte Streifabfahrt !
Bittere Niederlage für
das ÖSV Abfahrerteam. Beim wichtigsten Rennen außer der WM schnappte der
US Amerikaner Daron Rahlves den Österreichern nicht nur den Sieg weg.
Besonders bitter für die Österreicher das nicht einmal ein
"Stockerlplatz" beim 63. Hahnenkammrennen für die ÖSV Fahrer
heraussprang. Erstmals in dieser Saison geht eine Siegerehrung ohne österreichischer
Beteiligung über die Bühne! Den zweiten Platz sicherte sich der
Schweizer Didier Cuche vor dem Norweger Kjetil Andre Aamodt. Auf den Rängen
4 bis 10 folgten: Stephan Eberharter (AUT), Hannes Trinkl (AUT), Hermann
Maier (AUT), Ambrosi Hoffmann (SUI), Bode Miller (USA), Fritz Strobl (AUT)
und Klaus Kröll (AUT).
D. Cuche
D. Rahlves
K. Aamodt
SAISON
2001/02 - Rennen
Kitzbühel, 19.01.2002
Eberharter gewinnt den Klassiker auf der Streif
Tolle Stimmung - Spektakuläre Abfahrten
Der neue König von
Kitzbühl heißt Stephan Eberharter. Nach seinem gestrigen Sieg beim Super
G war er auch heute bei der berühmt berüchtigten Streifabfahrt nicht
zuschlagen. Eberharter bezwang die Hahnenkammabfahrt in einer Zeit von
1,54:21 Minuten. Auf dem zweiten Rang folgt, mit einem Rückstand von 37
Hundertstel Sekunden, der Norweger Kjetil-Andre Aamodt vor dem Österreicher
Hannes Trinkl (Rückstand 40 Hundertstel Sekunden) auf Platz 3. Auf den Rängen
4 bis 6 folgen: Kurt Sulzenbacher (ITA), Fritz Strobl (AUT) und Didier
Cuche (CH) sowie zeitgleich Peter Rzehak (AUT). Für den DSV waren leider
keine Läufer am Start.